Mexiko

ondaViva: Die Rückkehr des Dinosauriers. Wahlen in Mexiko


Am 1. Juli fanden in Mexiko Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Auch wenn das offizielle Ergebnis vom Staatlichen Wahlinstitut IFE erst am 4. Juli 2012 verkündet werden wird, steht der Präsident Mexikos für die nächsten sechs Jahre bereits fest: Enrique Peña Nieto von der Partei der  Institutionellen Revolution (PRI) wird am 1. Dezember das Amt übernehmen.

 

Angesichts des Desasters (Stichworte: Armut, ,,Drogenkrieg, Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und Megaprojekte, etc.), das die rechtskonservative Regierung der PAN in den letzten Jahren angerichtet hat, ist es verständlich, dass die Mexikaner*innen einen Regierungswechsel für nötig halten. Warum sie sich allerdings für die korrupte PRI entschieden, warum die Linke mit ihrem Kandidaten Andrés Manuel López Obrador wieder das Nachsehen hatte, welche Rolle die Medien und die sozialen Bewegungen  dabei spielen und was die Herausforderungen für den ehemaligen Gouverneur des Bundeststaates Mexiko (zur Erinnerung: Atenco) und seine Regierung sind, besprechen Iliana Sánchez Roa und Angela Isphording vom Nachrichtenpool Lateinamerika, e.V. mit den Studiogästen Sabina Morales und Carlos Alfonso Pérez vom Colectivo México Via Berlín. Weiterhin gibt es ein Telefoninterview mit Wolf-Dieter Vogel (NPLA) aus Mexiko-Stadt.

Wir freuen uns, wenn ihr die Ankündigung weiterleitet und/oder das Programm in euren Radios sendet.

Euer OndaViva-Team

CC BY-SA 4.0 ondaViva: Die Rückkehr des Dinosauriers. Wahlen in Mexiko von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

„El Chapo“ Guzmán bekommt lebenslänglich
123
(Mexiko-Stadt, 29. Juli 2019, poonal/taz).- Die Show ist vorbei. Es sei der formale Abschied „von unserem berühmtesten Banditen“, reagierte der Sicherheitsexperte Alejandro Hope in der mexikanischen Tageszeitung „Universal“ auf die Verkündung des Strafmaßes gegen den Mafia-Boss Joaquín Guzmán Loera. Tatsächlich war es wohl das letzte Mal, dass der Chef des Sinaloa-Kartells vor einem Publikum auftreten konnte. Denn der 62jährige Mexikaner soll nun „lebenslänglich plus 30 Ja...
Kommentar | Getrübter Optimimus: Die neue Regierung in Mexiko
192
(Tlapa, 1. Juli 2019, Centro de Derechos Humanos de la Montaña Tlachinollan).- Der historische Wahlerfolg, den der amtierende Präsident Andrés Manuel López Obrador (AMLO) mit mehr als 30 Millionen Stimmen am 1. Juli 2018 erzielte, bedeutete einen Kurswechsel im Hinblick auf die strukturellen Reformen, die die Staatspräsidenten von Miguel de Madrid bis Enrique Peña Nieto vorangetrieben hatten. Am 2. Dezember 2012 hatten die größten Parteien, die Partei der Institutionalisierte...
Don Leo will kein Narco sein
170
Don Leo, wie er liebevoll im Dorf Buenavista in der Kaffeeregion Kolumbiens genannt wird, hat viel zu erzählen. Wie er in den Wirren des bewaffneten Konflikts zunächst Kaffee-, dann Koka- und dann wieder Kaffeebauer wurde. Seine Geschichte. „Ich bin im Jahr 1953 in der Region Chocó geboren. Als Kind ging ich nur für ein paar Monate in die Schule, gerade genug, um Lesen und Schreiben zu lernen. Mit neun Jahren sandte mich meine Familie auf eine Kaffeefarm. Die Besitzer der ...
onda-info 451
125
Hallo und Willkommen zum onda-info 451! Wie immer beginnen wir mit Nachrichten: Drei kommen aus Mexiko, über die Ermordung von Sinar Corzo, eine Entschuldigung bei der Journalistin Lydia Cacho und - mal wieder - Massengräber in Mexiko. Eine weitere Nota gibt euch ein Update zum Machtkampf um die Kommission gegen die Straflosigkeit in Guatemala. In unserem onda-Studio hatten wir Laura Reyes aus Mexiko zu Besuch. Die Radioaktivistin berichtet von der aktuellen Situation u...
Bertolucci im lakandonischen Regenwald
402
(Mexiko-Stadt, 8. Januar 2019, la jornada).- Es ist etwa 17:30 Uhr am 31. Dezember. Ein heller Nachmittag. Als ob es sich um den Höhepunkt eines epischen Films von Bernardo Bertolucci handeln würde, winden sich die Truppen der 21. zapatistischen Infanteriedivision wie eine riesige Urwaldschlange, die sich martialisch auf dem Hauptplatz des "Caracol" genannten zapatistischen Verwaltungssitzes im Ort La Realidad im Bundesstaat Chiapas zusammenrollt. In der Vorhut des Militär...