Argentinien Lateinamerika Mexiko Nicaragua

onda-info 440


Hallo und willkommen zum onda-info 440!

In Argentinien haben sich die Konservativen und Erzkatholiken im Senat noch einmal durchgesetzt: Am 9. August haben die Senatorinnen und Senatoren knapp gegen eine Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes gestimmt. Doch für viele Argentinierinnen und Argentinier, die in den letzten Wochen für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen auf die Straße gingen, ist klar: ihre Bewegung lässt sich nicht mehr aufhalten; früher oder später wird es ein solches Gesetz geben.

Bereits im letzten onda-info hatten wir von Radio Dreyeckland ein Interview mit Marlin Sierra von der nicaraguanischen Menschenrechtsorganisation CENIDH übernommen. Diesmal folgt der zweite Teil. Marlin Sierra erzählt von der Brutalität, den Massakern, Entführungen und Folter der regierungstreuen Truppen, der Paramilitärs und Polizeikräfte, die seit drei Monaten die überwiegend friedliche Protestbewegung in ganz Nicaragua terrorisieren.

Und zu guter Letzt wiederholen wir einen Beitrag aus Argentinien darüber, dass das Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat sehr wahrscheinlich Krebs erzeugt. Anlass sind gleich zwei Gerichtsurteile aus Brasilien und den USA, die diesen Zusammenhang auch erkannt haben und das von Bayer aufgekaufte Unternehmen Monsanto in Bedrängnis gebracht haben.

Eine interessante Sendung wünschen wir von onda.

CC BY-SA 4.0 onda-info 440 von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Fotostrecke: Ein Aufschrei gegen Monsanto
54
(Buenos Aires, 19. Mai 2019, ANRed).- Am 18. Mai haben weltweit Demonstrationen gegen den multinationalen Konzern Monsanto stattgefunden. In 52 Ländern sind die Menschen auf die Straßen gegangen, auch in Argentinien versammelten sich Demonstrant*innen in mehreren Städten. Die Bilder zeigen die Proteste in Buenos Aires. [gallery size="full" columns="1" ids="27282,27281,27280,27279,27278,27277,27276,27275,27283"]
Gesetzentwurf gegen Kriminalisierung von sozialem Protest
52
(Lima, 8. Mai 2019, Servindi/ poonal).- Im jahrelangen Konflikt um das Bergbauprojekt Las Bambas sind 115 Gemeindemitglieder, die von ihrem Recht auf Protest Gebrauch gemacht haben, angeklagt. Auch Haftbefehle wurden ausgestellt. Damit soziale Proteste nicht mehr kriminalisiert werden und die Anklagen gegen die Gemeindemitglieder aufgehoben werden, hat die Fraktion Nuevo Perú (Neues Peru) zwei Gesetzesentwürfe im Kongress vorgestellt. Umsiedelung - Straßenbau - Vertragsverle...
Kolumbien: Sondergerichte für Verbrechen gegen soziale Aktivist*innen
85
(Montevideo, 10. Mai 2019, la diaria).- Häufige Angriffe und Drohungen gegen soziale Anführer*innen in Kolumbien haben die Regierung von Iván Duque dazu veranlasst, die Schaffung von Sondergerichten anzukündigen, die diese Fälle strafrechtlich verfolgen sollen. „Wir möchten das Land darüber informieren, dass mehrere Richter*innen ernannt werden, um die Morde an unseren sozialen Anführer*innen strafrechtlich zu verfolgen und exemplarisch zu bestrafen“, kündigte der kolumbianis...
„Wer behauptet, Taser seien keine tödlichen Waffen, hat Unrecht!“
47
(Buenos Aires, 7. Mai 2019, CORREPI/ poonal).- Ismael Jalil, Anwalt und Aktivist der Initiative gegen Staats- und Polizeigewalt CORREPI (Coordinadora Contra la Represión Policial e Institucional), nahm in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RT Stellung zum Einsatz von Tasern durch die argentinische Bundespolizei. Taser sind Elektroschockpistolen von der US-amerikanischen Firma Axon, die Zielpersonen aus der Distanz bewegungsunfähig machen sollen. Die Sicherheitsminist...
Guatemala: Eine Verschärfung der Abtreibungsgesetze steht vor der Tür
74
(Guatemala-Stadt, 9. Mai 2019, Nómada/ poonal).- In Guatemala ist eine Abtreibung nur dann legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. 2018 wurden zwei neue Gesetzesentwürfe eingebracht: Das erste sah vor, eine Abtreibung bei Mädchen unter 15 Jahren zu legalisieren, die durch eine Vergewaltigung schwanger geworden sind. Dieser Vorschlag wurde vom Parlamentarischen Ausschuss für die Frau (Comisión de la Mujer) abgelehnt. Den Vorsitz dieses Ausschusses hat ein Mann inne, de...