Argentinien Honduras Mexiko

onda-info 421


onda logoWir beginnen mit einer Meldung aus Mexiko. Dort hat der Oberste Gerichtshof ein historisches Urteil gefällt. Es verpflichtet die Regierung dazu, die Vergabe von staatlichen Werbeaufträgen gesetzlich zu regeln.

Zwei unserer drei Beiträge führen uns nach Honduras. Am 26. November finden dort Präsidentschaftswahlen statt. Obwohl das Land zu den korruptesten und gewalttätigsten der Welt gehört, ist kaum mit einem Politikwechsel zu rechnen. Denn weder Korruptionsskandale noch die Verstrickung staatlicher Stellen in den Mord an der Umweltschützerin Berta Cáceres konnten Präsident Juan Orlando Hernandez etwas anhaben. Aufgrund einer Änderung des Wahlgesetzes wird er sogar ein zweites Mal zur Wahl antreten können.

Fast 21 Monate ist es jetzt her, dass Berta Cáceres ermordet wurde. Über Jahre hat die Menschenrechtsverteidigerin gegen die Pläne des Unternehmens DESA gekämpft, auf dem Land der indigenen Lenca einen Staudamm zu bauen. Nach einem Jahr Analyse des Tathergangs und der staatlichen Ermittlungen kam jetzt eine Gruppe von Rechtsexpert*innen zu dem Schluss, dass das Unternehmen direkt in den Mord an Berta Cáceres verwickelt ist.

Ni una menos – keine einzige Frau soll der machistischen Gewalt mehr zum Opfer fallen. Das fordert die argentinische Bewegung gleichen Namens. Der Fokus der Kampagne liegt auf Femiziden, der extremsten Form von Gewalt gegen Frauen. Ihre Forderungen gehen allerdings weit darüber hinaus, wie ihr im Beitrag „Feministische Stimmen gegen machistische Gewalt“ hören werdet.

Und nicht vergessen: Am 25.November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, raus auf die Straße und ein Zeichen setzen gegen patriarchale Gewalt. Denn wir alle sind „Ni una menos!“

CC BY-SA 4.0 onda-info 421 von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

onda-info 436 Hallo und Willkommen zum onda- info 436! in Lateinamerika war in den letzten Wochen mal wieder einiges los. Zunächst präsentieren wir euch eine positive Nachricht: Am 14 Juni wurde vom argentinischen Parlament endlich die Legalisierung der Abtreibung beschlossen. Wir haben dazu ein paar Fakten zusammen gestellt. Danach geht es nach Nicaragua. Die anhaltende Repression im Land sorgt zunehmend auch für Gegengewalt, die Zahl der Toten seit dem 18. April ist bereits auf 200...
Für die Legalisierung der Abtreibung! Feminist*innen erobern wieder die Straßen von Buenos Aires Ohne legale Abtreibung gibt es kein Ni una menos! - Gegen den IWF, Strukturanpassung und Schulden Foto: Maximiliano Zurita, Anred (Buenos Aires, 5. Juni 2018, Marcha/poonal).- Am 4. Juni 2018 waren die Straßen wieder zum Bersten gefüllt: Die Forderung nach dem Gesetz zum Freiwilligen Abbruch der Schwangerschaft war deutlich. Gegen die machistische Gewalt, aber auch gegen die Strukturanpassungsprogramme und die Verarmung der Bevölkerung durch die Politik der Cambiemos-Regi...
Femizide reißen nicht ab Foto: Desinformémonos (Mexiko-Stadt, 17. Mai 2018, Desinformémonos).- Seit Anfang 2018 wurden in Mexiko bereits 673 Femizide registriert. Guanajuato, der Bundesstaat México, Veracruz, Guerrero, Puebla, Chihuahua, Mexiko-Stadt, Oaxaca und Baja California führen die Liste der absoluten Mordzahlen an. Diese Bilanz zieht die Aktivistin Verónica Villalvazo, bekannt als Frida Guerrera, während der Präsentation ihres Buches „#NiUnaMás” - Nicht eine mehr. Sie kritisiert, dass in ...
onda-info 432 Hallo und Willkommen zum onda-info 432! Wir starten mit einer kurzen Nachricht zu den Wahlen in Paraguay vom 23. April 2018. Dann geht es nach Kuba. Auch dort hat es "Wahlen" gegeben - die Nationalversammlung hat Miguel Díaz-Canel zum neuen Präsidenten Kubas ernannt. Damit ist zumindest formell kein Castro mehr an der Staatsspitze. Wir haben uns in Havanna mal umgehört, wie die Leute die Veränderungen der letzten Jahre bewerten und ob sie Erwartungen an die neue Staatsf...
Mutmaßlicher Drahtzieher des Mordes an Berta Cáceres verhaftet Foto: CIDH (CC BY 2.0) (Caracas, 2. März 2018, Telesur).- Zwei Jahre nach dem Mord an der indigenen Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres, haben honduranische Sicherheitskräfte am 2. März 2018 den ehemaligen Präsidenten des Energieunternehmens DESA, David Castillo, als mutmaßlichen Drahtzieher der Tat festgenommen. Laut honduranischen Medien wurde Castillo bei dem Versuch das Land zu verlassen am Flughafen der Stadt San Pedro Sula im Nordwesten von Honduras g...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.