Argentinien Chile Kolumbien Mexiko Südamerika

onda-info 389


Beitragsbild_onda-infoHallo und willkommen zum onda-info 389!

Zunächst wie immer ein paar Nachrichten: Im nordargentinischen Córdoba ist einer der größten Prozesse Argentiniens zu Ende gegangen; verhandelt wurden Menschenrechtsverbrechen aus der Zeit der Diktatur und davor.

Mexiko setzt neue Prioritäten in der Verbrechensbekämpfung. Gegen das organisierte Verbrechen eingesetzte Polizisten werden in den Kampf gegen protestierende Lehrer geschickt. Wer sich freut sind die Kartelle. Sie haben nun wieder freie Hand.

Und in Kolumbien, ihr habt es sicher schon gehört, haben Regierung und FARC-Rebellen nun einen dauerhaften Waffenstillstand verkündet.

Vor zehn Jahren fand in Chile die „Revolution der Pinguine“ statt. Zwar handelte es sich weder um eine Revolution, noch um Pinguine – dennoch war es der Auftakt einer breiten Bewegung für das Recht auf freie Bildung, die bis heute anhält.

Kommunikation für alle – unter dem Motto unterstützen argentinische Medienaktivist*innen freie Radios. Eigentlich hat Argentinien ein sehr fortschrittliches Mediengesetz – doch die neue, rechtskonservative Regierung hat das Gesetz einfach für ungültig erklärt. Die Aktivist*innen machen trotzdem weiter.

Viel Spaß beim Hören wünschen wir vom onda-info!

CC BY-SA 4.0 onda-info 389 von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Flucht vor den Maras (Madrid, 20. Juni 2018, CEAR).- Tausende Zentralamerikaner*innen sind gezwungen vor der Gewalt der Maras zu fliehen. Die Maras sind gewalttätige und kriminelle Banden, die vor allem in El Salvador, Honduras und Guatemala präsent sind. Die Mordraten in diesen Ländern entsprechen in etwa denen in Kriegszeiten. Die Spanische Kommission zur Unterstützung Geflüchteter CEAR (Comisión Española de Ayuda al Refugiado) gibt einen kurzen Überblick und nennt zehn Punkte, die die Menschen...
Kolumbien: Studie bringt zehntausend staatliche Verbrechen unter der Regierung Uribe ans Licht – Teil 2 (Buenos Aires, 8. Juni 2018, marcha/poonal).- Die abgestumpfte Gesellschaft: Omar Rojas wurde auch von einigen Leuten kritisiert, da er gelegentlich die gesamte Gesellschaft für die falsos positivos verantwortlich macht. Er begründet das wie folgt: „Als die Militärs ausrückten, um ihren Part im Krieg zu erledigen, haben ihnen alle gesellschaftlichen Gruppen zugejubelt; und die, die es nicht getan haben, haben geschwiegen. Vom Präsidenten abwärts haben das alle gefeiert: Die K...
Kolumbien: Studie bringt zehntausend staatliche Verbrechen unter der Regierung Uribe ans Licht – Teil 1 (Buenos Aires, 8. Juni 2018, marcha/poonal).- In einem Gespräch mit Omar Eduardo Rojas Bolaños, Co-Autor des Buches “Außergerichtliche Hinrichtungen 2002-2010. Blinder Gehorsam auf fiktiven Schlachtfeldern.”, erzählt er von den Ergebnissen seiner Nachforschungen. Das vor wenigen Monaten erschienene Buch von Omar Eduardo Rojas Bolaños und Fabián Leonardo Benavides Silva ist in Zusammenarbeit mit Wirtschafts- und Geschichtswissenschaftler*innen, Psycholog*innen und Soziolog*inn...
onda-info 436 Hallo und Willkommen zum onda- info 436! in Lateinamerika war in den letzten Wochen mal wieder einiges los. Zunächst präsentieren wir euch eine positive Nachricht: Am 14 Juni wurde vom argentinischen Parlament endlich die Legalisierung der Abtreibung beschlossen. Wir haben dazu ein paar Fakten zusammen gestellt. Danach geht es nach Nicaragua. Die anhaltende Repression im Land sorgt zunehmend auch für Gegengewalt, die Zahl der Toten seit dem 18. April ist bereits auf 200...
Wahlanalyse Kolumbien: Der Uribismus kommt zurück (Cali, 17. Juni 2018, colombia plural/poonal).- Iván Duque hat die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen gewonnen, unterstützt von der gesamten Elite des Landes und dem Segen des Ex-Präsidenten Álvaro Uribe, einer der kontroversesten und düstersten Figuren in der jüngeren Geschichte Kolumbiens. Für Iván Duque stimmten 54 Prozent der Wähler*innen (10.373.080 Stimmen), für Gustavo Petro 42 Prozent (8.034.189 Stimmen). Etwas über vier Prozent gaben einen leeren Stimmzettel ab ...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.