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Fokus: Menschenrechte 2015

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ondainfo logoHallo und Willkommen zum Onda Info 359! Das Onda Info ist mal wieder randvoll. Ihr hört drei Nachrichten aus Cuba, Mexiko und Bolivien. Anschließend haben wir drei Beiträge für euch. Als erstes Hört hört ihr eine Reportage aus der Pazifikstadt Buenaventura.  Diese ist auch in unserer Serie Fokus Menschenrechte 2015 erschienen.

Buenaventura beherbergt den wichtigsten Hafen Kolumbiens und ist zu gleich eine der gefährlichsten Städte des Landes. Täglich werden hier Menschen erpresst, entführt und ermodert. Seit die Bewohner_innen des Viertels Puente Najera ihren Stadtteil zur humanitären Zone erklärt haben können die Menschen zumindest dort wieder ruhiger leben. Wer eine Waffe trägt muss draußen bleiben. Die Banden zogen sich zurück doch in anderen Vierteln hat die Gewalt der aus Paramilitärs hervorgegangenen Verbrechergangs kein Ende: Es geht um Schutzgelder, um Drogenhandel und nicht zuletzt um die Kontrolle des Hafens für den internationalen Schmuggel.  
Zu dem, vermuten Kritiker, übernehmen die Kriminellen eine schmutzige Arbeit für große Unternehmen:  Mit ihrem Terror sollen sie die Bevölkerung vertreiben um den Platz frei zu machen für den Ausbau des Hafens.  

Seit über einem Monat protestieren die Menschen in Honduras gegen einen riesigen Korruptionsskandal, in den hohe Regierungsfunktionäre verwickelt sind. Sie fordern unter anderem den Rücktritt des Präsidenten Juan Orlando Hernández und die Einrichtung einer Internationalen Kommission gegen die Straflosigkeit. Wöchentlich gehen die „Indignados“ – die Empörten – auf die Straße, einzelne von ihnen protestieren seit dem 23. Juni mit einem Hungerstreik. Weltweit finden Solidaritätskundgebungen statt, so auch am 29. Juni vor der honduranischen Botschaft in Berlin. Unsere Kollegin Jutta Blume war dort!

Anlässlich der aktuellen Ereignisse bleiben wir in Honduras und senden Euch einen Beitrag mit der Honduranischen Musikerin, Feministin und Widerstandskämpferin Karla Lara als sie 2013 in Berlin war.  Honduras hat zwar eine neue Regierung, aber an der Situation der Medienschaffenden hat sich nicht allzu vieles verändert.

Viel Spass beim Hören wünscht Euch das Onda Info!

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