Argentinien Brasilien Kolumbien Lateinamerika Mexiko Peru Uruguay

onda-info 353


ondainfo logoHallo und Willkommen zum onda-info 353! In der argentinischen Provinz Catamarca wurde Anfang des Jahres ein neues Minenprojekt beschlossen. Seit dem gibt es massive Proteste. Onda war vor Ort; wir interviewten dort Nimesio Aguirre. Seit Jahren kämpft er gegen den Minenabbau und für die Rechte indigener Gruppen. Die Musik, die ihr in diesem Beitrag hört, hat er selber geschrieben.

 

Weltweit sind46 Millionen Menschen aus ihrem Alltag vertrieben worden. 18 Millionen Menschen sind auf der Flucht, davon allein vier Millionen aus dem bürgerkriegszerrütteten Syrien. Währenddessen pöbeln in Europa der Front National und Pegida gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes. Parlamentarier raunen etwas vorsichtiger, von vollen Bootenund leeren Kassen. Wer schaut wem auf den Mund?Lässt sich nicht auch anders über Flucht und Migration diskutieren? Gibt es vielleicht schon heute Alternativen?

 

Lateinamerika gilt gemeinhin nicht als El Dorado für Flüchtlinge. Denn diese zieht es nach Angaben des Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UN) weiterhin in die sogenannten Industriestaaten. Doch auch in Ecuador leben heute mehr als 50.000 Kolumbianer, die vor dem bewaffneten Konflikt in ihrem Land geflohen sind. Und Brasilien entwickelt sich derweil zu einer internationalen Anlaufstelle für Asylsuchende. Wir haben uns umgeschaut in Rio de Janeiro, wollten wissen, wen es in die Metropole am Zuckerhut verschlagen und wie die brasilianische Gesellschaft die Ankunft von Flüchtlingen aus aller Welt diskutiert.

 

Doch wie so oft fangen wir mit Nachrichten an: Zuerst natürlich zum Schriftsteller Eduardo Galeano, der am 13. April mit 74 Jahren gestorben ist. Außerdem haben wir eine Nachricht zu Pressezensur in Mexiko und einem „Marsch für die Gleichheit in Peru“. Aber wir beginnen mit ein paar Eindrücken von der massiven Demonstration für den Frieden in Kolumbien, an der allein in der Hauptstadt Bogotá 300.000 Menschen teilgenommen haben.

 

Viel Spaß beim Hören wünscht euch das onda-info-Team!

CC BY-SA 4.0 onda-info 353 von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

onda-info 460
81
Hallo und willkommen zum onda-info 460. Diese Sendung hat mal wieder einen Mexiko-Schwerpunkt. Kein Wunder, denn langsam nimmt die Politik der neuen Regierung Konturen an, die nicht jedem gefallen. So soll mit dem Tren Maya ein gigantisches Infrastrukturprojekt realisiert werden, dass nicht nur Naturschutzgebiete beeinträchtigt, sondern auch das Leben der indigenen Maya-Gemeinden. Mexiko ist nach Brasilien der zweitgrößte Treibhausgasproduzent in Lateinamerika. Obwohl d...
USA: Zahl inhaftierter Migrant*innen erreicht neuen Rekord
38
(Montevideo, 13. Mai 2019, la diaria).- US-amerikanische Behörden haben allein im April 2019 rund 100.000 Migrant*innen an der Grenze Mexiko-USA festgenommen. Das ist die höchste Zahl an Festnahmen der letzten sechs Monate, die die Zoll- und Grenzschutzbehörde der Vereinigten Staaten CBP (United States Customs and Border Protection) veröffentlicht hat. Die Migrationspolitik von Donald Trump, die vom ersten Tag seiner Regierungszeit an über Dekrete bestimmt wurde, verschärft d...
Gesetzentwurf gegen Kriminalisierung von sozialem Protest
47
(Lima, 8. Mai 2019, Servindi/ poonal).- Im jahrelangen Konflikt um das Bergbauprojekt Las Bambas sind 115 Gemeindemitglieder, die von ihrem Recht auf Protest Gebrauch gemacht haben, angeklagt. Auch Haftbefehle wurden ausgestellt. Damit soziale Proteste nicht mehr kriminalisiert werden und die Anklagen gegen die Gemeindemitglieder aufgehoben werden, hat die Fraktion Nuevo Perú (Neues Peru) zwei Gesetzesentwürfe im Kongress vorgestellt. Umsiedelung - Straßenbau - Vertragsverle...
„Telón de Arena“: Theater über Wiedersehen in der Mitte des Río Grande
32
Am Sonntag, 12. Mai hatte das Stück „A la Orilla del Rio“ (Am Ufer des Flusses) der mexikanischen Theatergruppe Telón de Arena Weltpremiere in München. Am Donnerstag, 16. und Freitag, 17. Mai ist es in Berlin im ACUD-Theater und danach in Bremen, Hamburg und Bielefeld zu sehen. Nach Jahren der Trennung begegnen sich an der Grenze zwischen Cuidad Juárez in Mexiko und dem US-amerikanischen El Paso Migrantinnen und Migranten, die in Mexiko leben und ihre Familienangehörigen a...
Verschärftes Vorgehen gegen Migrant*innen an Mexikos Südgrenze
69
(Mexiko-Stadt, 3. Mai 2019, desinformémonos).- Als Antwort auf die humanitäre Krise an der mexikanischen Südgrenze habe die Regierung des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador (AMLO) nur "Verfolgung und Kriminalisierung" der zentralamerikanischen Migrant*innen parat, krisitisierte ein Dachverband von 200 Organisationen und Einzelpersonen. Mit der Festnahme von Kindern habe die Regierung zudem "schwere Menschenrechtsvergehen" begangen. Nach Angaben der Organ...