Brasilien

onda-info 215 spezial Brasilien


Nein nein, keine Sorge. Dieses onda-info ist nicht auf portugiesisch. Aber es kommt aus Brasilien, aus den Räumen von Pulsar, unserer Partneragentur in Rio de Janeiro. Es ist das dritte sogenannte Auslandsinfo, nachdem wir im Juni schon aus Guatemala und im August aus Costa Rica berichtet haben.
Was ihr soeben gehört habt, ist der Anfang eines anderen Radiomagazins. Es heißt „Radiorevista Comunidade em Rede“ und wird seid über zwei Jahren von einer Gruppe Studenten und jungen Journalistinnen alle drei Wochen produziert.

Das onda-info war für die Macherinnen der Radiorevista das Vorbild: Sie wird für freie und kommunitäre Radios in Brasilien produziert. Gleichzeitig werden die freien Radios an der Produktion beteiligt, zumeist durch Interviews mit Leuten, die irgendwo in diesem riesigen Land Radio machen. Es sind ihre Themen und ihre Sichtweise, die in der „Comunidade em Rede“ den Ton angeben.

Gleich erfahrt ihr mehr über dieses Radioprojekt und warum freie Medien im Brasilien so wichtig für eine Demokratisierung der Kommunikation sind. Außerdem berichtet das 215te onda-info über ein Gesetz, mit dem vergangenen Monat 67 Millionen Hektar des Amazonasgebietes – das entspricht der Größe Frankreichs und Deutschlands zusammen – privatisiert wurden. Der Großteil der Ländereien fiel in die Hände von Großgrundbesitzern

Und in einem Beitrag zum Umgang mit Ressourcen geht es um genetisch veränderte Lebensmittel. Große Gentech-Konzerne wie Monsanto nehmen immer mehr Einfluss auf die Agrarpolitik in Brasilien, während Umweltaktivisten versuchen, den Schaden zu begrenzen. Auch diese beiden Beiträge wurden von Mitarbeiterinnen der Pulsar-Redaktion recherchiert und geschrieben. Nur die Übersetzung und Endproduktion blieb in Händen von ondistas.

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