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MEXIKO
Der verzweifelte Kampf der Bewegung in Oaxaca hat endlich auch in Europa einige Menschen auf die Strassen getrieben. In Berlin gab es eine recht erfolgreiche Kundgebung vor der mexikanischen Botschaft und vergangenen Samstag demonstrierten 400 Menschen durch die Innenstadt, um gegen den gewaltsamen Einsatz der mexikanischen Bundespolizei, die Erschiessungen durch Paramilitärs und für die Absetzung des Gouverneurs zu demonstrieren. Auch in anderen Städten wie Wien, Hamburg, Paris und Toulouse kam es zu Aktionen. Bitte informiert euch und beteiligt euch an weiteren Aktionen.

KOLUMBIEN
In Kolumbien sind viele Menschen für einen Austausch von gefangenen Guerilleros gegen Geiseln der Guerilla; doch kürzlich sind die Verhandlungen dazu abgebrochen worden. Als Anlass diente ein dubioser Bombenanschlag, der den FARC angehängt wurde, aber den Militärs möglicherweise besser in den Kram passt. Wir informieren über die Machenschaften und möglichen Nutzniesser im Hintergrund.

NICARAGUA
In Nicaragua scheint Daniel Ortega es endlich geschafft zu haben. 16 Jahre nach seiner Abwahl kann er wohl bald wieder auf dem Präsidentensessel Platz nehmen. Ob es dort lange bequem bleibt ist allerdings fraglich, denn Ortega scheint die vergangenen Jahre genutzt zu haben, um ein revolutionäres Ideal nach dem anderen über Bord zu werfen. Was heute noch an Ortega dran ist, untersucht ein zweiter Beitrag. Für das Krisengeschüttelte Nicaragua droht ein weiteres böses Erwachen.

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