Mexiko

Mexikos Oberstes Gericht lehnt Verfassungsklage indigener Gemeinden ab


Der Oberste Gerichtshof Mexikos hat entschieden: In einer Blitzaktion haben die höchsten Richter am Freitag den 6. September die Verfassungsklagen von über 300 indigenen Gemeinden gegen das so genannte „Ley Indígena“, das „Gesetz über indigenen Rechte und Kultur“, abgewiesen. Damit ist endgültig der Versuch indigener Organisationen und der zapatistischen Guerrilla-Gruppe EZLN gescheitert, mit juristischen Mitteln gegen die Diskriminierung der rund 10 Millionen Indigenas vorzugehen. Droht nun eine Eskalation im lakandonischen Urwald?

CC BY-SA 4.0 Mexikos Oberstes Gericht lehnt Verfassungsklage indigener Gemeinden ab von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Armee und Nationalgarde nehmen Dutzende Migrant*innen in Chiapas fest
27
(Mexiko-Stadt, 1. Juli 2019, desinformémonos).- Am 27. Juni wurden Dutzende mittelamerikanischer Migrant*innen, die mit einem Güterzug in Chiapas unterwegs waren, von etwa 100 Angestellten der Migrationsbehörde, Soldaten der mexikanischen Armee und der Nationalgarde festgenommen. Als der "La Bestia" genannte Zug in einer ländlichen Gegend angehalten hatte, riefen die Militärs: "Hier spricht die Armee, Sie sind umstellt.“ Viele der Migrant*innen versuchten zu fliehen, indem...
onda-info 463
73
Hallo und Willkommen zum onda-info 463! Kurz vor dem Sommerloch präsentieren wir Euch ein randvolles onda- info, so dass wir Euch mit einigen Beiträge sogar auf in 2 Wochen vertrösten müssen.  Zu Besuch nach Berlin kommt die guatemaltekische HipHopperin Rebeca Lane. Dort wird sie am 4. Juli ein Konzert geben. Dazu interviewte sie Matraconda. Am 28 Juni war der 10. Jahrestag nach dem Putsch 2009 in Honduras. Anlässlich dessen hat onda Menschen aus der Opposition und sozialen ...
Militär in Chiapas: Mehr Krieg als Sicherheit
92
(Mexiko-Stadt, 18. Juni 2019, Desinformémonos/ poonal).- Die wachsende Militarisierung zapatistischer Gebiete in Chiapas „ist mehr eine Strategie des Krieges, als der Sicherheit“, bekräftigten Aktivist*innen, Organisationen, Intellektuelle und mexikanische wie internationale Akademiker*innen in einem Offenen Brief. Darunter Noam Chomsky, Fernanda Navarro, Raúl Zibechi, Juan Villoro y Carolina Coppel. „Uns beunruhigt die Möglichkeit, dass diese neue Regierung, ebenso wie ihre...
La 72: „Schmutzkampagne gegen Herbergen für Migrant*innen“
28
(Mexiko-Stadt, 19. Juni 2019, Desinformémonos).- Die Herberge „La 72“ für Migrant*innen in Tenosique klagt die „Taktik eines schmutzigen Kriegs“ gegen sie an. Die Finanzbehörden kündigten am 18. Juni an, dass sie Untersuchungen gegen „Herbergen für Migranten in Tabasco wegen Korruption und Geldwäsche im Zusammenhang mit Menschenhandel einleiten werden“. Diese Anschuldigungen seitens des Präsidenten Andrés Manuel López Obrador und Alejandro Encinas „haben das klare Zie...
Chiapas: Indigene und Behörden schließen Nichtangriffspakt
75
(Lima, 6. Juni 2019, servindi/poonal).- Nach jahrelangen Auseinandersetzungen haben Vertreter*innen indigener Völker und der Regierung des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas einen Nichtangriffspakt geschlossen. Damit soll ein Schlussstrich unter die Feindseligkeiten gezogen werden, die allein in diesem Jahr bereits 34 Todesopfer gefordert haben. Teil der Vereinbarung ist eine bessere Infrastruktur für die Indigenen und die Freilassung politischer Gefangener von indigenen ...