Venezuela

Jeder Elfte hat seinen Dreizehnten. Zehn Jahre nach dem Putsch in Venezuela


 Anmod (nicht Teil des Beitrags):
,,Jeder Elfte hat seinen Dreizehnten“ – mit diesem Slogan feiern die Venezolaner*innen das Scheitern des Putsches gegen ihren gewählten Präsidenten Hugo Chávez vor zehn Jahren. Damals, am 11. April 2002 hatten rechte Militärs und die Opposition Chávez gestürzt und verschleppt; eine Junta aus Generälen übernahm unter der Führung des Chefs des Unternehmerverbandes, Pedro Carmona, die Macht. Doch die bisherigen Eliten hatten die Unterstützung der Bevölkerung für den Präsidenten falsch eingeschätzt. Es waren die einfachen Menschen, die nach jahrzehntelanger politischer und sozialer Marginalisierung Hoffnung auf soziale Gerechtigkeit und politische Teilhabe geschöpft hatten.

 

Millionen gingen auf die Straße und forderten die Rückkehr des Präsidenten und die Batallion von Fallschirmjägern in Maracay erklärte, das Regime Carmona nicht anzuerkennen. So kehrte Chávez am Abend des 13. April per Hubschrauber in den Präsidentenpalast zurück und hat ihn seitdem nicht wieder verlassen.
Angela Isphording sprach mit Gregory Wilpert, Politikprofessor am Brooklyn College und Autor des Buchs ,,Changing Venezuela by taking power“, über die Entwicklungen Venezuelas der letzten zehn Jahre und die bevorstehenden Wahlen am 7. Oktober diesen Jahres. 

CC BY-SA 4.0 Jeder Elfte hat seinen Dreizehnten. Zehn Jahre nach dem Putsch in Venezuela von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

„In Honduras gibt es einen offenen Kampf um den Wandel“
96
(El Progreso, 28. Juni 2019, radio progreso).- Vor zehn Jahren, 2009, fand der Staatsstreich gegen die honduranische Bevölkerung und die Regierung des damaligen Präsidenten Manuel Zelaya statt. In diesen vergangenen zehn Jahren mussten die Bürger*innen in Honduras mit ansehen, wie die staatlichen Organe und das demokratische System untergraben wurden. Einer dieser Prozesse war, dass die Wiederwahl des Präsidenten Juan Orlando Hernández ermöglicht wurde. Er und jene, welche de...
onda-info 459
160
Seit Ende 2018 beschäftigten wir uns beim Nachrichtenpool Lateinamerika besonders mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der UN – auch bekannt unter dem Namen „Agenda 2030“. Unsere Hinhörer-Serie stellt euch diesmal Ziel 7 vor: Saubere und bezahlbare Energie für alle. Apropos Energie und sauber. In Venezuela setzt man ja unter egal welcher Regierung vor allem auf‘s Öl. Und auf Machterhalt oder Erhalt der Macht. Lässt sich ein Krieg oder eine Militärintervention in dem süda...
Blackwater sucht Söldner für Venezuela
637
(Berlin, 3. Mai 2019, poonal).- Eric Prince, Gründer der berüchtigten privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater, hat einen Plan entwickelt, um bis zu 5.000 Söldner nach Venezuela zu schicken, die den dortigen Oppositionsführer Juan Guaidó unterstützen sollen. Das berichtete die Agentur Reuters am 30. April unter Berufung auch vier nicht namentlich genannte Quellen. Demnach wirbt Prince bei einflussreichen Trump-Unterstützer*innen und wohlhabenden Exil-Venezolaner*innen um finan...
Fotoreportage: 43 Jahre nach dem argentinischen Militärputsch
60
(Buenos Aires, 25. März 2019, ANRed).- Auch 43 Jahre nach dem zivil-militärischen Staatsstreich vom 24. März 1976 füllten sich die Straßen von Buenos Aires mit Demonstrierenden, die ihre Ablehnung gegen die damalige wie heutige Politik deutlich zeigten. Sie alle fordern Erinnerung, Wahrheit und Gerechtigkeit für die 30.000 Menschen, die der Staat während der Militärdiktatur (1976-83) verhaftete, ermordete und verschwinden ließ. Auch die aktuelle Politik war Thema. Unter dem M...
100 Jahre Frauenwahlrecht: Und heute?
73
Vor 100 Jahren, im Jahr 1919, erkämpften sich Frauen das Wahlrecht in Deutschland und seit 2005 ist Angela Merkel Bundeskanzlerin. Fast überall auf der Welt wurde im 20. Jahrhundert das Frauenwahlrecht eingeführt und die Rechte der Frauen gestärkt. Doch im globalen Vergleich verdienen Frauen auch heute noch im Durchschnitt 24% weniger als ihre männlichen Kollegen. Onda hat mit Studentinnen und Aktivistinnen aus Kolumbien, Kuba und Ecuador über das Thema gesprochen und dabei g...