Honduras

Gastbeitrag: Interview mit Tomy Morales zum Wahlbetrug in Honduras


Soldaten Honduras

Repression nach der Wahl in Honduras. Foto: Desinformémonos/Paul Carvajal (IM-Defensoras)

Ende November 2017 fanden in Honduras Präsidentschaftswahlen statt. Und wieder heißt der Präsident Juan Orlando Hernández, obwohl zunächst der Kandidat der Opposition in Führung lag.  Doch dann fielen die Wahlcomputer aus. Viele sprechen von Wahlbetrug; so auch die honduranische Journalistin und Menschenrechtsverteidigerin Tomy Morales.  Als die Situation in Honduras im Anschluss an die Wahlen eskalierte und die Regierung massiv gegen Menschenrechtsverteidiger*innen vorging, verließ Tomy Morales fluchtartig das Land.  In einem Interview mit dem Öku-Büro München berichtet sie über die aktuelle Lage in ihrer Heimat. Wir übernehmen dieses, von uns leicht gekürzt, von Radio Lora.

CC BY-SA 4.0 Gastbeitrag: Interview mit Tomy Morales zum Wahlbetrug in Honduras von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Nicaragua: Blutiger Angriff auf Zivilist*innen in Masaya   (Fortaleza, 20. Juni 2018, adital).- „Helft mir! Helft mir, ihn hier wegzubringen! Er ist kein Hund, helft mir“, schrie eine Frau eindringlich, die sich inmitten der Schüsse der Bereitschaftspolizei über den blutigen Körper von Marcelo Mayorga bückte. Mayorga ist einer der Toten bei den Auseinandersetzungen in Masaya am 19. Juni. Er starb mit einer Gummischleuder in der linken Hand, ausgestreckt auf einer Straße im Viertel San Carlos. Die Polizei, wenige Meter e...
15 Tote nach Großdemo gegen Ortega (Washington, 1. Juni 2018, democracy now).- Am Mittwoch, 30. Mai haben zehntausende Menschen in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua gegen die Regierung demonstriert. Daraufhin haben Anhänger des Präsidenten Daniel Ortega das Feuer auf die Demonstrant*innen eröffnet und mindestens elf Menschen getötet und 80 verletzt. Auch in anderen Landesteilen gab es Demonstrationen; dabei starben weitere vier Menschen, Dutzende wurden verletzt. Damit steigt die Zahl der Toten während d...
„Warum bloß immer noch Colonia Dignidad?“ Colonia Dignidad heißt übersetzt ins Deutsche „Kolonie der Würde“. Bis heute aber ist dieser Name ein Synonym für religiösen Fanatismus, moderne Sklaverei, sexuellen Missbrauch, Folter und Mord. Und auch für Straflosigkeit. Die Opfer der deutschen Sektensiedlung im Süden Chiles kämpfen noch immer für Gerechtigkeit. Ende April ist eine Delegation deutscher Staatsanwälte und Justizbeamter nach Chile und auch in die Colonia Dignidad gefahren. Sie haben Gespräche mit Vertretern ...
onda-info 432 Hallo und Willkommen zum onda-info 432! Wir starten mit einer kurzen Nachricht zu den Wahlen in Paraguay vom 23. April 2018. Dann geht es nach Kuba. Auch dort hat es "Wahlen" gegeben - die Nationalversammlung hat Miguel Díaz-Canel zum neuen Präsidenten Kubas ernannt. Damit ist zumindest formell kein Castro mehr an der Staatsspitze. Wir haben uns in Havanna mal umgehört, wie die Leute die Veränderungen der letzten Jahre bewerten und ob sie Erwartungen an die neue Staatsf...
Hasta siempre Sara Peretti (Buenos Aires, 17. April 2018, anred).- Sara Peretti, eine der Mütter der Plaza de Mayo im Verwaltungsbezirk Lomas de Zamora, ist von uns gegangen. Voller Stolz sprach sie von ihrem Sohn. Sie erklärte, die politisch aktiven Jugendlichen wüssten genau, was sie wollten, sie seien sich der Gefahr bewusst gewesen und hätten ihr Leben für ihre Überzeugung gegeben. Sara klapperte Polizeiwachen und Kasernen ab; zusammen mit anderen Müttern, deren Kinder ebenfalls verschwunden waren,...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.