Deutschland Lateinamerika Mexiko

Interview mit Rebecca Harms, Co-Fraktionsvorsitzender der der Fraktion Grüne/EFA im Europaparlament


ACHTUNG:
Dieses Audio enthält nur die Antworten. Unten die Fragen. Die Antworten sind durch kurze Pausen voneinender getrennt. Das Interview wurde am Rande der Demo in Cancun Zentrum aufgenommen.

1 Die Demo hier am internationalen Protesttag in Cancun ist mit vielleicht 5000 Teilnehmer*innen groß, aber längst nicht so groß, wie in Kopenhagen. Ist das für Sie ein Grund zu Enttäuschung?

2 Was sind Ihre Forderungen und ihre Hoffnungen an ein Ergebnis der Verhandlungen in Cancun?

2 Der Streit zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern auf der einen und Industrieländern auf der anderen Seite geht ja seit Jahren darum, wer wieviel für den Klimaschutz tun muss. Lander wie Japan, die unter Kyoto Verpflichtungen übernommen haben, sagen jetzt, ein zweites Kyoto gibt es nur, wenn auch Schwellenländer Reduktionsziele vorgeben. Wie sehen Sie dieses Spannungsfeld Entwicklung und Klimaschutz.

3 Das Waldschutzabkommen Redd+ ist ja eines der Verhandlungspunkte, die recht weit gediehen sind und wo eine Einigung möglich ist. Aber es gibt Widerstand dagegen, vor allem von der Basis, vn den sozialen Bewegungen und von den ALBA-Staaten her. Warum?

4 Wenn wir uns die Kritikpunkte an einem möglichen Abkommen ansehen, also vor allem die Marktmechanismen im Waldschutz oder der Emissionshandel: Wäre ein Scheitern der Verhandlungen dann nicht besser als ein schlechtes Ergebnis?

CC BY-SA 4.0 Interview mit Rebecca Harms, Co-Fraktionsvorsitzender der der Fraktion Grüne/EFA im Europaparlament von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Verstrickungen: Die Aneignung der fremden Luft Ana de Ita* (Mexiko-Stadt, 2. Dezember 2016, la jornada-poonal).- Die Skandale wegen der Plünderung indigener und bäuerlicher Territorien als Ergebnis von Energie- und Extraktivismus-Vorhaben, Megaprojekten, Gewalt, organisiertem Verbrechen oder ungezügelter Urbanisierung überdecken den lautlosen grünen Raub, der diese Territorien und ihre Besitzer*innen ebenfalls bedroht. 60 Mio. US-Dollar für Walderhalt als Klimaschutzmaßnahme Von Anfang an ist die Strategie de...
„Gefährliche Trendwende“ – Rasante Abholzung in Brasilien Von Andreas Behn (Rio de Janeiro/Berlin, 11. Dezember 2016, npl).- Brasilien sieht sich gerne als Vorreiter im Klimaschutz. Es werden ehrgeizige Emissionsreduzierungen verkündet und mit Stolz auf den seit 2009 erfolgreichen Kampf gegen die Rodung des Amazonas-Urwaldes hingewiesen. Die jüngste Hiobsbotschaft in Sachen Abholzung passt daher so gar nicht in dieses Szenario: Der Waldverlust ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen und erreichte mit fast 8.000 gerodet...
Naturschutzmultis haben es auf die Wälder der Campesinos abgesehen Von Ana de Ita* (Mexiko-Stadt, 16. Oktober 2016, la jornada).- Die Initiative zur Verminderung von Emissionen durch Entwaldung und Schädigung von Wäldern REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) ist eine internationale Strategie, ausgehend vom Waldschutz die Intensität des Klimawandels zu mindern. Viele Regierungen aus den Ländern des Südens sehen in der Existenz internationaler Fonds für die REDD+Strategie eine Gelegenheit, sich mit Geldmit...
70.000 Kinder von sexueller Ausbeutung betroffen (Mexiko-Stadt, 28. März 2016, semlac).- Auf mindestens 50.000 Kinder wird die Anzahl der Jungen und Mädchen geschätzt, die laut der mexikanischen Organisation Gemeinsam gegen Menschenhandel (Asociación Unidos Contra la Trata) als Sexsklav*innen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA leben. Schätzungsweise weitere 20.000 Kinder teilen dieses Schicksal im übrigen Mexiko. Die Internationale Koalition zum Schutz von Mädchen und Frauen vor Menschenhandel in Lateinamerika CAT...
Cancún: Das Urlaubsparadies ist die Hölle für Frauen von Andrea Franco (Mexiko-Stadt, 03. November 2015, cimac).- Am Sonntag, dem 1. November dieses Jahres nahmen mehr als fünftausend Menschen an einer Demonstration in der mexikanischen Küstenstadt Cancún teil, um gegen Frauenmorde, gewaltsames Verschwindenlassen und den Anstieg der Gewalt in dieser Gegend zu protestieren. Doch weder die zahlreichen Proteste gegen die Frauenmorde noch die Ermordung einer weiteren jungen Frau im Touristenzentrum der mexikanischen Karibik konnte...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.