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Wir dokumentieren: Protest gegen stockende Aufarbeitung der Verbrechen der Colonia Dignidad
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(Santiago de Chile, 15. Juni 2019, fdcl).- Etwa fünfzig Angehörige von mutmaßlich in der Colonia Dignidad ermordeten und bis heute „verschwundenen" Personen haben am Mittag des 15. Juni vor der Deutschen Botschaft in Santiago de Chile und dem Regierungspalast La Moneda protestiert und einen offenen Brief an die Regierungen Deutschlands und Chiles übergeben. Der Protest richtete sich in erster Linie gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Hartmut Hopp seitens der...
Meinung: „Sollen sie doch zum Psychologen gehen“ – Individuelle Therapie statt kollektive Aufarbeitung!?
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(Guatemala-Stadt, 12. Februar 2018, Nómada).- Schon seit einigen Jahren ruft die politische Krise in Guatemala die düstere Epoche des internen bewaffneten Konflikts (1960-96) ins kollektive Gedächtnis und Unbewusste zurück. In dieser Epoche reichte es schon nach Würde und Rechten für alle zu streben, um getötet zu werden. In dieser Epoche reichte es schon, an die Einbeziehung der systematisch Ausgestoßenen zu denken, um gefoltert zu werden. In einem kritischen Moment schlägt...
Gesetzesreform: Kriegsverbrecher bald auf freiem Fuß?
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(Guatemala-Stadt, 25. Januar 2019, Nómada/ poonal).- Eine Gruppe Abgeordneter plant das Gesetz zur Nationalen Versöhnung zu reformieren und damit eine Generalamnestie für Ex-Militärs und Ex-Guerilla-Kämpfer zu erlassen, die während des internen bewaffneten Konflikts (1960-96) Verbrechen begangen haben. Das Thema ist komplexer als es zunächst erscheint. Wir erklären es anhand von fünf Fragen und Antworten. 1. Was ist das Gesetz zur Nationalen Versöhnung? Das Gesetz wurde 199...
Wir dokumentieren: Weiteres Verfahren im Fall Colonia Dignidad eingestellt
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(Münster/Berlin, 22. Januar 2019, fdcl).- Die nordrhein-westfälische Justiz hat am 22. Januar ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen den ehemaligen Bewohner der Colonia Dignidad Reinhard Döring eingestellt. Das gegen Döring im August 2016 eingeleitete Verfahren wurde nach zweieinhalb Jahren ohne Anhörung des Beschuldigten und offensichtlich auch ohne Anhörung von verfügbaren Zeug*innen eingestellt. Gesprächsangebote, Hinweise und Anregungen von Menschenr...
„Volkswagen stoppen!“: Autokonzern erhält Negativpreis für seine Kooperation mit der brasilianischen Militärdiktatur
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(Berlin, 9. Januar 2019, npl).- Mit der unrühmlichen Auszeichnung „Black Planet Award“ werden jedes Jahr Personen innerhalb eines Unternehmens geehrt, die von Krieg, Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen, Zerstörung der Natur und sozialem Elend profitieren. Im vergangenen Jahr ging dieser Negativpreis an führende Vertreter des Volkswagen-Konzerns. Ein Grund: die mangelhafte Entschädigung der Opfer und Hinterbliebenen der Militärdiktatur in Brasilien, mit der VW kooperierte. ...