Guatemala

Guatemala – Präsident unter Mordverdacht


Guatemala: Präsident unter Mordverdacht
Videobotschaft eines Ermordeten bringt Alvaro Colom unter Druck

Ein derart ungeheuerlicher Vorgang würde wohl jeden Staats- oder Regierungschef der Welt in ärgste Bedrängnis bringen: Der Fall beginnt mit einem Mord. Am vergangenen Sonntag wird der Anwalt Rodrigo Rosenberg in Guatemala beim Fahrradfahren erschossen. So zynisch das klingt, bei vier bis fünftausend Mordopfern jährlich im kleinen Guatemala ist dies allein kaum eine Schlagzeile Wert. Die Bombe platzt einen Tag später, am Montag. Zwei große Tageszeitungen veröffentlichen eine Videobotschaft des Ermordeten, aufgenommen eine halbe Woche vor dem Mordanschlag. Sein Mörder, so Rosenberg, heiße Alvaro Colom.

CC BY-SA 4.0 Guatemala – Präsident unter Mordverdacht von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

onda-info 439 Hallo und Willkommen zum onda-info 439! Bei frischer Wassermelone und fast 40 Grad im vierten Stock produzieren wir für Euch unsere Sommerlochausgabe vom onda-info! Dabei führt uns der Weg zunächst nach Honduras. Zu Besuch in Berlin war die honduranische Schriftstellerin Melissa Cardoza. Wir interviewten sie zu ihrem 2012 erschienenen Buch 13 colores de resistencia, 13 Farben des honduranischen Widerstandes. Außerdem hört ihr eine Kurzgeschichte aus ihrem Buch, übersetzt ...
Zentralamerika: Die Jugendlichen wollen raus aus den armen Vierteln! (San José, 20. Juli 2018, pressenza/IPS/poonal).- La Carpio liegt wie eine verarmte urbane Insel in der Peripherie von San José, Hauptstadt von Costa Rica. Auf der einen Seite fließt der Torres mit dem landesweit am stärksten verseuchten Wasser vorbei, auf der anderen Seite erhebt sich eine enorme Müllhalde. Eine Anlage, die das Abwasser von elf Städten klärt, umgibt La Carpio. In Mitten von ungestrichenen Häusern, Basaren, mehr als 60 Kneipen und hundert Kirchen verschiedene...
Interamerikanische Menschenrechtskommission verurteilt Morde an Aktivist*innen (Lima, 23. Juli 2018, servindi/poonal).- Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in Kolumbien bereits über 120 Menschenrechtsverteidiger*innen und soziale Aktivist*innen ermordet. Diese Zahl ist doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Angesichts dessen zeigte sich die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH alarmiert und verurteilte die Morde. Die Fälle werden von der kolumbianischen Menschenrechtsorganisation Somos Defensores registri...
Flucht vor den Maras (Madrid, 20. Juni 2018, CEAR).- Tausende Zentralamerikaner*innen sind gezwungen vor der Gewalt der Maras zu fliehen. Die Maras sind gewalttätige und kriminelle Banden, die vor allem in El Salvador, Honduras und Guatemala präsent sind. Die Mordraten in diesen Ländern entsprechen in etwa denen in Kriegszeiten. Die Spanische Kommission zur Unterstützung Geflüchteter CEAR (Comisión Española de Ayuda al Refugiado) gibt einen kurzen Überblick und nennt zehn Punkte, die die Menschen...
Wahlsieger in Mexiko bereitet Übergang vor, Gewalt bei Lokalwahlen (Mexiko-Stadt, 4. Juli 2018, amerika21).- Am Dienstag hat der Gewinner der Präsidentschaftswahlen in Mexiko, Andrés Manuel López Obrador, in einem ersten Gespräch mit dem noch amtierenden Präsidenten Enrique Peña Nieto den Regierungswechsel besprochen. Die eineinhalbstündige Unterredung im Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt fand laut López Obrador in einer kollegialen Atmosphäre statt. Angesprochen wurden die wichtigsten Themen in der Übergangsphase bis zur Amtsübergabe am 1. ...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.