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Größenwahn auf südamerikanisch – die Infrastrukturinitiative zur regionalen Integration Südamerikas (IIRSA)


Im Jahr 2000 hoben die Staatschefs der 12 südamerikanischen Länder die Infrastrukturinitiative zur regionalen Integration Südamerikas, kurz IIRSA, aus der Taufe. IIRSA ist ein gigantisches Infrastruktur- und Entwicklungsvorhaben: Der südamerikanische Kontinent soll erschlossen, Grenzen und Barrieren zum schnelleren Warentransport und Rohstoffabtransport überwunden werden.

Dazu dienen mehr als 500 Einzelprojekte, die, auf 12 Achsen verteilt, die einzelnen Kerne von IIRSA bilden: neue oder ausgebaute Fern- und Wasserstraßen, Projekte zur Energiegewinnung, wie Staudämme und Wasserkraftwerke, Gas- und Ölpipelines. Südamerika rüstet sich für den Weltmarkt. Es will als Lieferant für Agrarprodukte, Energie und Rohstoffe eine neue Stufenleiter erklimmen. Doch was bringt IIRSA tatsächlich? Wem bringt es was? Und wie wirkt es sich auf die ökologisch hochsensiblen Gebiete des Kontinents, wie den Amazonas oder das Pantanal, aus? Eine erste Annäherung an das Megavorhaben.

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