Deutschland Lateinamerika Mexiko

Gegenwind in Oaxaca


Der südmexikanische Bundesstaat Oaxaca ist schon lange berüchtigt für Menschenrechtsverletzungen und Gewalt. Immer häufiger stehen diese im Zusammenhang mit Landraub und Vertreibungen von Bauern und Indigenen. Die Menschenrechtsorganisation CODIGO aus Oaxaca kümmert sich um rechtliche, medizinische und psychologische Hilfe für Opfer von Übergriffen und Bedrohungen. CODIGO begleitet mehrere Gemeinden, die sich gegen den Bau von Windparks im Isthmus von Tehuantepec richten – denn je mehr europäische Unternehmen in die Windenergie in Oaxaca investieren, desto mehr nimmt auch die Gewalt zu.


An diesem 8. Juli erhielten die Mitarbeiter von CODIGO selbst zwei Drohanrufe.

CC BY-SA 4.0 Gegenwind in Oaxaca von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Kaffee-Kooperative im Süden Mexikos
63
(Berlin, 29. Mai 2019, npl).- Kaffee ist neben Erdöl eines der meist gehandelten Rohprodukte auf dem Weltmarkt. Die Preise für Rohkaffee werden an den Börsen der Industrieländer gemacht. Wenn die Preise fallen, können viele kleine Kaffeeproduzent*innen im globalen Süden kaum noch von ihrer Ernte leben. Doch selbst von steigenden Weltmarktpreisen profitieren sie kaum, denn die Gewinne werden dann von den Zwischenhändler*innen abgeschöpft. Um das zu umgehen, haben sich tausende...
Zwischen Erdöl-Rückwärtsgang und Öko-Strom – Energiepolitik in Mexiko
140
(Mexiko-Stadt, 17. Mai 2019, npl).- Auch in Lateinamerika hat sich längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass es den Klimawandel gibt, dass er menschengemacht ist und dass dringend umgesteuert werden muss. Mexiko ist heute weltweit der zehntgrößte Treibhausgasproduzent und nach Brasilien der zweitgrößte in Lateinamerika. Das Land hat viel Potenzial für erneuerbare Energien, doch so richtig will die Energiewende nicht vorankommen – stattdessen will Mexikos Präsident den Erdöl-Se...
Gedenktafel für Bety und Jyri in Mexiko-Stadt
66
(Oaxaca-Stadt, 8. Mai 2019, la minuta).- In einer symbolischen Aktion haben Vertreter*innen von Bürgerrechtsgruppen in Mexiko-Stadt Gedenktafeln vor der Landesvertretung des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca und am Denkmal Estela de la Luz angebracht. Anlass war der neunte Jahrestag des Angriffs auf die humanitäre Karawane, die sich auf dem Weg in das damals belagerte Dorf San Juan Copala befand. Bei dem Angriff am 27. April 2010 wurden die Menschenrechtsverteidigerin Bety C...
Indigene Mobilfunkanlage mit Solarbetrieb in Oaxaca
40
(Mexiko-Stadt, 3. April 2019, desinformémonos).- Der Bürgerverband Telecomunicaciones Indigenas Comunitarias (TIC) hat am 30. März 2019 eine technische Mobilfunk-Lücke an drei Orten in Oaxaca geschlossen. Die Mikroregion Rincón El Alto im Bezirk Ixtlán de Juárez konnte so mit einem verbesserten Telefonnetz versorgt werden. Damit versorgen nun insgesamt 16 Gemeinde-Mobilfunkbetreiber mittlerweile 65 Gemeinden, vor allem in der Sierra Juárez und in der Region Mixteca. Der in...
Freier Fluss für den Río Verde
102
(Oaxaca, 12. März 2019, La Minuta).- Anlässlich des internationalen Aktionstages gegen Staudämme und zur Verteidigung des Río Verde hat am 14. und 15. März 2019 an den Ufern des Flusses eine Gedenkfeier stattgefunden. Die ansässigen indigenen Völker und kleinbäuerlichen Gemeinden feierten mit ihrer spirituellen Praxis die Flüsse, das Wasser und das Leben. Weiteres Staudammprojekt geplant Der Fluss Río Verde umfasst ein Fünftel der gesamten Fläche Oaxacas und ist für...