Venezuela

G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt 'Geistiges Eigentum': Venezuela: „Digitale Alphabetisierung“ mit Open-Source-Software


Mitten in Caracas, nur wenige Schritte vom Präsidentenpalast entfernt stehen wir vor einer
überlebensgroßen Plastikpuppe, Hugo Chávez im Walt-Disney-Look. Etwas kitschig sieht sie aus, diese „venezolanische Revolution“. Doch ein paar Schritte weiter, im Bildungsministerium geht’s ernsthafter zu und: eher evolutionär. „Migration“ nennen Fachleute größere Software-Umstellungen – und hier im Bildungsministerium wird derzeit migriert von Windows hin zu Linux. Open-Source ist die offizielle Parole, die „Migración a Software Libre“ beschlossene Sache. Solche „Freie Software“ – wie man in Venezuela sagt – entsteht in weltweiter Zusammenarbeit. Ganz wichtig: Die Karten der Programmierer liegen hierbei offen auf dem Tisch. Ganz anders als bei traditioneller Kauf-Software, wo die Nutzer auf die Zuverlässigkeit der Hersteller nur „vertrauen“ können. Laut Regierungs-Dekret 3390 sollen in Schlüsselbereichen die bisherigen Lösungen etwa von Microsoft ersetzt werden, die Textverarbeitung Word beispielsweise durch Open Office, der Internet-Explorer durch Firefox. Das dürfte den Gründer der Free Software Foundation Richard Stallman freuen, der hatte im Sommer 2005 beim Besuch des ersten
venezolanischen Open-Source-Kongresses noch gefordert, dass insbesondere an die Schulen zu denken sei; die junge Generation müsse den Geist, aber auch die praktische Arbeit mit freier Software kennenlernen.

CC BY-SA 4.0 G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt 'Geistiges Eigentum': Venezuela: „Digitale Alphabetisierung“ mit Open-Source-Software von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Zentralamerika: Die Jugendlichen wollen raus aus den armen Vierteln! (San José, 20. Juli 2018, pressenza/IPS/poonal).- La Carpio liegt wie eine verarmte urbane Insel in der Peripherie von San José, Hauptstadt von Costa Rica. Auf der einen Seite fließt der Torres mit dem landesweit am stärksten verseuchten Wasser vorbei, auf der anderen Seite erhebt sich eine enorme Müllhalde. Eine Anlage, die das Abwasser von elf Städten klärt, umgibt La Carpio. In Mitten von ungestrichenen Häusern, Basaren, mehr als 60 Kneipen und hundert Kirchen verschiedene...
Interview: Jung sein in Nicaragua (Fortaleza, 30. Juni 2018, adital).- Das folgende Interview mit einer jungen Frau aus Nicaragua kommt von dem Jugendbüro des Jesuitenordens Zentralamerika. Aus Sicherheitsgründen wird ihr Name nicht genannt. Das Interview führte Andrea Serrano Bran. Wie würdest du das Umfeld beschreiben in dem du dich gerade befindest? Es ist eine große Spannung zu spüren, sehr viel Unsicherheit und Angst. Auf den Straßen wird Terror gesät, was die Unregierbarkeit nur noch verschärft. M...
Häusliche Gewalt und Bandenkriminalität sollen kein Asylgrund mehr sein (Washington, 12. Juni 2018, democracy now/poonal).- Der US-Justizminister Jeff Sessions hat am 11. Juni angekündigt, dass häusliche Gewalt zukünftig kein Grund mehr sein solle, um Asyl in den USA zu beantragen. Diese Entscheidung könnte eine weitreichende Verschärfung der US-Einwanderungspolitik bedeuten, die vor allem tausende Frauen betreffen könnte, die vor allem aus Zentralamerika vor geschlechtsspezifischer Gewalt flüchten müssen. Sessions hat einen Präzedenzfall annu...
onda-info 431 Hallo und willkommen zum onda-info 431! Wer hätte das gedacht? Brasiliens Ex-Präsident Lula da Silva, Ikone der brasilianischen Arbeiterpartei, sitzt im Gefängnis. Vorausgegangen war ein zähes juristisches Tauziehen, in dem nicht nur Politiker und Juristen, sondern auch Massenmedien und das Militär mitgemischt haben. Jetzt ist Lula in Haft, während viele andere Minister und Präsidenten, denen ebenfalls Korruption vorgeworfen wird, weiterhin in Freiheit sind. Gerechtigkeit ...
USA drohen, Soldaten an die mexikanische Grenze zu schicken (Mexiko-Stadt, 5. April 2018, taz/npl).- US-Präsident Donald Trump will Soldaten an die Grenze zu Mexiko schicken. Damit will der Staatschef verhindern, dass weiterhin Migrant*innen illegal in die USA einreisen. Da ihm bislang der Kongress die Gelder für dem Bau seiner im Wahlkampf versprochenen Mauer zwischen den beiden Staaten nicht genehmigt und auch die mexikanische Regierung nicht bereit ist, den Wall zu finanzieren, sei dieser Schritt dringend nötigt. Die US-Heimatschut...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.