Mexiko USA

G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt Ernährungssouveränität: – Mais in Mexiko: Kleinbauern kämpfen für „Ernährungssouveränität“


“Sin maiz, no hay país” – “Ohne Mais geht nichts hier im Land”. Diesen Satz hört man in Mexiko häufig, wenn über die Zukunft des wichtigsten Grundnahrungsmittels diskutiert wird. Mexiko ist für den Mais eine besondere Region. Aus Wildgras entwickelten die Ureinwohner über Jahrtausende hinweg die Vorläufer heutiger Maissorten. Und immer noch nimmt die Landbevölkerung zwei Drittel ihrer Kalorien durch das Korn zu sich: Als dünne Tortilla-Fladen, Pozole-Suppe oder durch in Blättern gedünstete Teigpasteten.

Die vielen Maissorten zeugen von der biologischen Vielfalt Mexikos. Bis heute nutzen Kleinbauern überwiegend traditionelle Züchtungsmethoden. Mit dem In-Kraft-treten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA und der Einfuhr gentechnisch veränderter Sorten hat sich die Situation der Campesinos jedoch drastisch verschlechtert. Viele Bauern können nicht gegen die Biligware aus dem Norden konkurrieren.

Gegen diese Entwicklung setzen Kleinbauernverbände das Konzept der Ernährungssicherheit. Bei den Aktivitäten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm Anfang Juni werden auch sie vor Ort sein, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

CC BY-SA 4.0 G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt Ernährungssouveränität: – Mais in Mexiko: Kleinbauern kämpfen für „Ernährungssouveränität“ von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Amlo in Chiapas: Nachricht an die EZLN
11
(Mexiko-Stadt, 9. Juli 2019, la jornada).- Die Tojolabal-Gemeinde Guadalupe Tepeyac in Chiapas ist emblematisch. Nicht umsonst schickte Präsident Andrés Manuel López Obrador am 6. Juli von dort eine Botschaft an die Zapatist*innen. Vor etwa 300 Kleinbäuer*innen drückte der Regierungschef den Rebell*innen seinen Respekt aus und rief zur Einheit auf. Der präsidentielle Aufruf fand im Kontext einer verstärkten Militarisierung in den zapatistischen Territorien statt. Mehr noch, d...
Armee und Nationalgarde nehmen Dutzende Migrant*innen in Chiapas fest
27
(Mexiko-Stadt, 1. Juli 2019, desinformémonos).- Am 27. Juni wurden Dutzende mittelamerikanischer Migrant*innen, die mit einem Güterzug in Chiapas unterwegs waren, von etwa 100 Angestellten der Migrationsbehörde, Soldaten der mexikanischen Armee und der Nationalgarde festgenommen. Als der "La Bestia" genannte Zug in einer ländlichen Gegend angehalten hatte, riefen die Militärs: "Hier spricht die Armee, Sie sind umstellt.“ Viele der Migrant*innen versuchten zu fliehen, indem...
Die Klimakrise fordert Ihren Tribut
63
(Berlin, 18. Juni 2019, npl).- Die ersten Opfer der Klimakrise in Mexiko sind die Bewohner*innen Cachimbos. Das Fischerdorf liegt auf einer schmalen Landzunge am Istmo de Tehuantepec im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca. Bereits 2013 wurde der Ort durch den Hurricane Barbara zu großen Teilen zerstört. Bei Rückkehr der Bewohner*innen wurde davor gewarnt, dass sich die Lage in Zukunft verschlimmern wird. Seitdem fliehen die Menschen jedes Jahr während der Hurricane-Saison ...
Bienen in Gefahr
77
(Mexiko-Stadt, 20. Mai 2019, desinformémonos).- In Mexiko sind in den vergangenen vier Jahren schätzungsweise 1,6 Milliarden Bienen verschwunden. Dies hat nicht nur Folgen für die Honigproduktion sondern auch für den Prozess der Bestäubung. Expert*innen sprechen von einer „apokalyptischen“ Situation. Die wichtigsten Bestäuber des Ökosystems befinden sich in einer Krise. Zwar seien Bienen nicht die einzige bedrohte Art, allerdings sind sie eine der wichtigsten für das Ökosy...
Ökologisches Bauen – Zurück zum Leben
28
Die Bauwirtschaft, vor allem die Zementherstellung, ist in Rohstoffgewinnung, Herstellung und Transport einer der größten CO2 Produzenten. Studien zufolge verursacht sie acht Prozent der globalen CO2 Emissionen. Gerade in Schwellenländern wie Mexiko wird gebaut und gebaut, nicht nur Brücken und Straßen, sondern gerade auch Wohngebäude - und das nicht nur in den schnell wachsenden Großstädten, sondern auch auf den Dörfern, wo selbst Felder mit grauen Betonmauern begrenzt werde...