Mexiko USA

G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt Ernährungssouveränität: – Mais in Mexiko: Kleinbauern kämpfen für „Ernährungssouveränität“


“Sin maiz, no hay país” – “Ohne Mais geht nichts hier im Land”. Diesen Satz hört man in Mexiko häufig, wenn über die Zukunft des wichtigsten Grundnahrungsmittels diskutiert wird. Mexiko ist für den Mais eine besondere Region. Aus Wildgras entwickelten die Ureinwohner über Jahrtausende hinweg die Vorläufer heutiger Maissorten. Und immer noch nimmt die Landbevölkerung zwei Drittel ihrer Kalorien durch das Korn zu sich: Als dünne Tortilla-Fladen, Pozole-Suppe oder durch in Blättern gedünstete Teigpasteten.

Die vielen Maissorten zeugen von der biologischen Vielfalt Mexikos. Bis heute nutzen Kleinbauern überwiegend traditionelle Züchtungsmethoden. Mit dem In-Kraft-treten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA und der Einfuhr gentechnisch veränderter Sorten hat sich die Situation der Campesinos jedoch drastisch verschlechtert. Viele Bauern können nicht gegen die Biligware aus dem Norden konkurrieren.

Gegen diese Entwicklung setzen Kleinbauernverbände das Konzept der Ernährungssicherheit. Bei den Aktivitäten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm Anfang Juni werden auch sie vor Ort sein, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

CC BY-SA 4.0 G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt Ernährungssouveränität: – Mais in Mexiko: Kleinbauern kämpfen für „Ernährungssouveränität“ von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Wenn Gift drin ist, ist es kein Lebensmittel
34
Wenn Gift drin ist, ist es kein Lebensmittel – da gibt es für Gabriel und Andrea keine Diskussion. Die beiden leben und arbeiten auf der Chacra „La Bonita", einem kleinen Öko-Bauernhof in der Provinz Buenos Aires. Hier stellen sie Käse her, kochen Marmelade ein und versorgen sich und die Nachbarschaft mit nachhaltig produziertem Essen.  Eine Audio-Slideshow von Ximena Cosin und Christian Rollmann über den gelebten Widerstand gegen die industrielle Landwirtschaft.
Bergbau: Für die einen Millionengewinne – für die anderen Armut und Krankheit
42
(Oaxaca, 13. August 2019, La Minuta).- Das Bergbauunternehmen Cuzcatlán in San José del Progreso, Oaxaca, betreibt eine der größten Minen von Mexiko. 2017 baute es 7,5 Millionen Feinunzen (etwa 230.000 Kilo) Silber ab und erhöhte die Menge ein Jahr später auf acht Millionen Feinunzen. Außerdem werden hier jedes Jahr mehr als 50.000 Unzen (ca. 1.400 kg) Gold gefördert. Die Rechte für die Ausbeutung der Minen hat sich das kanadische Bergbauunternehmen Fortuna Silver gesichert, ...
Vom Feld auf den Teller: Wege aus der Wirtschaftskrise
43
(Buenos Aires, 15. August 2019, la vaca/ poonal).- Inmitten der argentinischen Wirtschaftskrise hat die Vereinigung der Landarbeiter*innen UTT (Unión de Trabajadores de la Tierra) erneut einen Alimentazo (alimento=Lebensmittel, Anm.d.Ü.) bzw. Feriazo (feria=Markt) organisiert. Auf diesen Gemüsemärkten kann sich die krisengeschüttelte Bevölkerung mit günstigem Essen versorgen. Auf die „unsichtbare Hand“ des Marktes, die gerade dabei ist die Wirtschaft zu zerstören, antwortet d...
onda-info 466
66
Hallo und Willkommen zum onda- info 466, Frisch übersetzt haben wir für Euch das neuste Werk von ondas großem Bruder, Matraca, ihr hört einen Livestream- Mitschnitt einer Veranstaltung im Sommer in Berlin mit Besuch aus Brasilien. Thema Lesbozide, Lesbenmorde, den auch die werden in Bolsonaros Brasilien immer mehr. Außerdem waren wir für Euch in Lateinamerika unterwegs, diesmal auf der Suche nach alternativen Transportmitteln. Wir suchten eine Alternative zu den überfül...
Algenmassen suchen Karibikküste heim
252
  (Berlin, 5. August 2019, npl).- An der mexikanischen Karibikküste werden derzeit Tonnen von Algen angespült. Die unter dem Namen Sargazo (Deutsch: Beerentang) bekannte Algenpest betrifft vor allem die mexikanischen Bundesstaaten Quintana Roo und Yucatán. Noch Mitte Juni versuchte Präsident López Obrador das Problem herunter zu spielen. Er verglich in einer seiner morgendlichen Pressekonferenzen die Algenpest mit dem Müllproblem von Mexiko Stadt. Einsatz der M...