Mexiko

Für ein Recht auf Stadt


Ressourcen bewusst und nachhaltig nutzen – dieser pädagogische Zaunspfahl ziert inzwischen beinahe jede Diskussion über natürliche und gesellschaftliche “Rohstoffe”. Doch aus einem solch ambitionierten Gebot eine alltägliche Praxis zu machen setzt zunächst einmal voraus, an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten Situation zu handeln – oder besser noch, handeln zu können.
Städte sind nicht nur ein solcher “bestimmter Ort”, sondern zugleich auch Ressource – und eine sehr bedeutsame noch dazu. Denn bevor man predigt, sorgsam Müll zu trennen, Wasser zu sparen oder Energiesparlampen zu kaufen, sollte zumindest die Teilhabe und das Wohnen in der “Ressource Stadt” gesichert sein. Dass dies gar nicht so leicht ist, lässt sich sehr gut im historischen Zentrum Mexiko-Stadts beobachten, wo die alteingesessenen Bewohner*innen mit Veränderungen zu kämpfen haben, die ein Weiterleben im Viertel massiv in Frage stellen…

CC BY-SA 4.0 Für ein Recht auf Stadt von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Paramilitärischer Angriff in Antioquia
70
(Bogotá, 5. Juni 2019, contagio radio).- Am 3. Juni sind bewaffnete und schwarz uniformierte Männer mit Booten in den Bezirk El Guaimaro nahe der Gemeinde Cáceres eingedrungen und haben vier Menschen erschossen, darunter einen Minderjährigen. Die Gemeinde Cáceres liegt in der Region Bajo Cauca, einem Teil des kolumbianischen Departments Antioquia. Der Angriff ist der jüngste in einer Serie von Attacken, denn seit einiger Zeit kämpfen die paramilitärischen Organisationen Capar...
Mord an Lesvy und Aidée: Demonstrantinnen fordern Gerechtigkeit
66
(Mexiko-Stadt, 3. Mai 2019, cimacnoticias).- Am 3. Mai hat sich zum zweiten Mal der Tag gejährt, an dem die damals 22-jährige Lesvy Berlin Rivera Osorio auf dem Gelände der Nationaluniversität UNAM getötet wurde. Mittlerweile ist ihr Exfreund Jorge Luis G. wegen Femizides angeklagt, doch dass es den Gerichtsprozess überhaupt gibt, ist allein dem mutigen Kampf von Lesvys Familie zu verdanken. Das hat die Generalstaatsanwältin der Stadt Mexiko, Ernestina Godoy Ramos, in einem ö...
Indígenas aus Venezuela auf der Flucht nach Brasilien
200
(Lima, 9. März 2019, Servindi).- Die Krise in Venezuela hat viele Bevölkerungsgruppen erreicht. Das indigene Volk der Pemón, das im Süden der Region Bolivar lebt, hat es in den letzten Monaten besonders hart getroffen. Die ständigen Konfrontationen mit der Bolivarischen Nationalgarde GNB haben zur Vertreibung dieses Volkes geführt. Seit Ende Februar migrieren Hunderte Pemón-Indígenas aus Venezuela nach Brasilien. Allein in der Stadt Pacaraima sind mehr als 200 Pemones eingetr...
Schüsse auf Vertriebene in Chiapas
104
(San Cristóbal de las Casas, 24. Januar 2019, desinformemonos).- Nach Informationen des mexikanischen Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de las Casas wurde in der Gemeinde Coco des Bezirks Aldama im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas am Morgen des 22. Januar auf drei Personen geschossen. Die Personen befanden sich auf dem Weg von San Pedro Cotzilnam nach Xuxch‘en. Die Schüsse wurden aus dem Ort Santa Martha Manuel Utrilla im Bezirk Chenalhó abgefeuert. Eine Person starb,...
UN-Feier zu 70 Jahren Menschenrechte: Jugendliche aus Lateinamerika waren nicht dabei
46
(Genf, 17. Dezember 2018, Colombia Informa).- Am 13. Dezember fand im Saal der Menschenrechte der Vereinten Nationen in Genf eine Veranstaltung zum siebzigjährigen Bestehen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEM) statt. Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte hatte ein Jahr zuvor eine Kampagne zur Förderung der AEM ins Leben gerufen, die am 10. Dezember, am Tag der Menschenrechte, endete. Das Ziel der Kampagne war es, „eine große Anz...