Ecuador

Ecuador – das Öl bleibt im Boden


Ein eigenwilliger Vorschlag aus Ecuador könnte beim Klimagipfel in Kopenhagen für frischen Wind sorgen.

Nur noch wenige Wochen, dann treffen sich die Staats- und Regierungschefs zahlreicher Nationen zum Klimagipfel in Kopenhagen. Bisher deutet jedoch wenig darauf hin, dass die Industriestaaten tatsächlich ernsthafte Maßnahmen ergreifen werden, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern. Dabei sind sie es, die den größten Teil der CO2-Emissionen verursachen. Die Europäische Union hat im Vorfeld des Treffens bereits klargemacht, dass sie nur zu sehr geringen Zahlungen an die Entwicklungsländer bereit ist, und auch US-Präsident Barack Obama belässt es bislang bei schönen Worten.
Ein kleiner, aber dafür geradezu radikaler Vorschlag kommt dagegen aus dem globalen Süden. Die Regierung Ecuadors will einen Teil seines Erdöls einfach im Boden lassen. Die Konsequenz: der Regenwald würde geschont, der Weltbevölkerung würden Millionen von Tonnen Kohlendioxid erspart bleiben. Ganz umsonst sollen die Industriestaaten natürlich nicht davon kommen. Dennoch ist die Idee bei einigen Staaten auf Zustimmung gestoßen. Nun soll der Kopenhagener Klimagipfel dem Vorschlag zum Durchbruch verhelfen.

Ein Beitrag von Kristin Gebhardt und Wolf-Dieter Vogel

CC BY-SA 4.0 Ecuador – das Öl bleibt im Boden von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

onda-info 439 Hallo und Willkommen zum onda-info 439! Bei frischer Wassermelone und fast 40 Grad im vierten Stock produzieren wir für Euch unsere Sommerlochausgabe vom onda-info! Dabei führt uns der Weg zunächst nach Honduras. Zu Besuch in Berlin war die honduranische Schriftstellerin Melissa Cardoza. Wir interviewten sie zu ihrem 2012 erschienenen Buch 13 colores de resistencia, 13 Farben des honduranischen Widerstandes. Außerdem hört ihr eine Kurzgeschichte aus ihrem Buch, übersetzt ...
Dem Amazonasgebiet droht die teilweise Versteppung (São Leopoldo, 13. Juli 2018, ihu-unisinos).- Einer Studie zufolge könnten Teile des Amazonasgebietes infolge der Abholzung versteppen. In einigen Regionen sei der Prozess schon fast unumkehrbar. Wer einen konkreten Brand gelegt hat, lässt sich kaum ermitteln, wann und wo der Brand endet, weiß niemand. Der beißende Rauch kann eine Fernstraße so einhüllen, dass ein Motorradfahrer seine Fahrt abbrechen muss. Ist es dann einmal gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, ble...
La lucha Mapuche Primer programa Radio Matraca, nueva temporada 2018 La causa mapuche por la autodeterminación territorial y política, se ha convertido cada vez con mayor fuerza en un factor de politización para otros movimientos sociales y para la ciudadanía en general, tanto en Chile como en Argentina. Esta es sin duda una razón, aunque no la única ni la más persistente, que explica el nivel de represión y el ataque – judicial y policial – desatado por los Estado nacionales contra las comu...
Fall Olivia Arévalo schlägt weiter Wellen (Lima, 4. Mai 2018, servindi).- Der Kanadier Sebastian Woodroffe hat die indigene Schamanin Olivia Arévalo ermordet. Das bestätigte Ricardo Jiménez, Vorsitzender der Obersten Staatsanwaltschaft der peruanischen Provinz Uyacali, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die 89-jährige Weise der indigenen Shipibo Konibo (nach anderen Medienberichten war sie 81 Jahre alt) wurde am 19. April in der interkulturellen Gemeinde Victoria Gracia in der Amazonasprovinz Uyacali erschossen. ...
89-jährige indigene Heilerin und Aktivistin ermordet (Caracas, 20. April 2018, telesur).- Die 89-jährige Olivia Arévalo Lomas, Führungspersönlichkeit der indigenen Shipibo Konibo im peruanischen Amazonasgebiet, ist am 19. April ermordet worden. Zeug*innen zufolge hat sich ein Mann ihrem Haus genähert und ihr mehrfach in die Brust geschossen. Anschließend flüchtete er auf einem Motorrad. Der Mord geschah in der Gemeinde Victoria Gracia nahe der Stadt Yarinacocha, in der ostperuanischen Region Ucayali. Der Dachverband der Indi...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.