Mexiko

Aufstand in Oaxaca


Was als Arbeitskampf begann, endete in einem Volksaufstand: Seit Mitte Juni befinden sich streikende Lehrer sowie linke und indigene Gruppen in der südmexikanischen Touristenstadt Oaxaca im Aufstand. Nach einem brutalen Polizeieinsatz gegen den Lehrerstreik für höhere Löhne und bessere Lehrbedingungen fordern sie die Absetzung von Ulises Ruiz Ortiz, dem repressiven Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaats Oaxaca. Doch Ruiz denkt nicht daran, sein Amt abzugeben. Ihm nahestehende paramilitärisch organisierte Gruppen greifen die Aufständischen an. Mindestens elf Menschen starben. Nachdem Ende November der US-amerikanische Indymedia-Mitarbeiter Brad Will erschossen wurde, stürmten Bundespolizisten die alte Zapotekenstadt. Doch die in der „Versammlung der Bevölkerung Oaxacas“ (Appo) organisierten Rebellinnen und Rebellen geben nicht auf. Es werde keinen Frieden geben, bevor Ruiz nicht zurückgetreten sei, sagen sie.

CC BY-SA 4.0 Aufstand in Oaxaca von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Broschüre: Land, Kultur, Autonomie- Die indigene Bewegung im Cauca
16
„Land, Kultur, Autonomie, die indigene Bewegung im Cauca“ so heisst die im Januar 2019 vom Kollektiv Zwischenzeit herausgegebene Broschüre zu Kolumbien. In 22 Artikeln wird die emanzipatorische Bewegung der indigenen Gemeinschaften im Cauca im Südwesten Kolumbiens so eindringlich dargestellt, dass ich als Leser*in selbst das Gefühl habe vor Ort zu sein. In vielen Interviews kommen Sprecher*innen der indigenen Gemeinden zu Wort, über die Kämpfe gegen die Multis, die Rolle der ...
Bertolucci im lakandonischen Regenwald
252
(Mexiko-Stadt, 8. Januar 2019, la jornada).- Es ist etwa 17:30 Uhr am 31. Dezember. Ein heller Nachmittag. Als ob es sich um den Höhepunkt eines epischen Films von Bernardo Bertolucci handeln würde, winden sich die Truppen der 21. zapatistischen Infanteriedivision wie eine riesige Urwaldschlange, die sich martialisch auf dem Hauptplatz des "Caracol" genannten zapatistischen Verwaltungssitzes im Ort La Realidad im Bundesstaat Chiapas zusammenrollt. In der Vorhut des Militär...
„Volkswagen stoppen!“: Autokonzern erhält Negativpreis für seine Kooperation mit der brasilianischen Militärdiktatur
216
(Berlin, 9. Januar 2019, npl).- Mit der unrühmlichen Auszeichnung „Black Planet Award“ werden jedes Jahr Personen innerhalb eines Unternehmens geehrt, die von Krieg, Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen, Zerstörung der Natur und sozialem Elend profitieren. Im vergangenen Jahr ging dieser Negativpreis an führende Vertreter des Volkswagen-Konzerns. Ein Grund: die mangelhafte Entschädigung der Opfer und Hinterbliebenen der Militärdiktatur in Brasilien, mit der VW kooperierte. ...
Sinar Corzo in Chiapas ermordet
156
(Mexiko-Stadt, 4. Januar 2019, desinformémonos/poonal).- Der Aktivist und Menschenrechtsverteidiger Sinar Corzo Esquinca ist am Abend des 3. Januar 2019 in Arriaga im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas erschossen worden. Der Täter entkam unerkannt auf einem Motorrad. Corzo Esquinca war im Bürgerkomitee aktiv und setzte sich für die indigenen Gemeinden in Chiapas ein. Er hatte soziale Kommunikation an der UAM in Mexiko-Stadt studiert und wird als starker Charakter beschri...
25 Jahre zapatistischer Aufstand: “Wir sind das Mexiko, das niemand beachtet”
228
(Oaxaca-Stadt, 17. Dezember 2018, npl).- Silvester, Mitternacht. Korken und Raketen knallen, die mexikanische Elite stößt mit Sekt auf den Jahreswechsel an. Die Feier im Präsidentenpalast hat einen speziellen Grund: An diesem 1. Januar 1994 tritt der Nordamerikanische Freihandelsvertrag (NAFTA) in Kraft, und damit soll Mexiko den Anschluss an die “entwickelten” Länder finden. Präsident Salinas hat dafür eine der wichtigsten Errungenschaften der Mexikanischen Revolution (1910-...