Chile

Aufbruch der sozialen Bewegungen in Chile


 graffity gegen privatisierungDie massiven chilenischen SchülerInnen- und StudentInnenproteste für ein kostenloses, öffentliches, qualitativ hochwertiges Bildungssystem und gegen die extreme Privatisierung der Bildung haben im Jahr 2011 auch in Europa und Deutschland für Aufmerksamkeit gesorgt.

 

Mittlerweile sind die monatelangen Uni- und Schulbesetzungen beendet, doch die Jugend, die sich als Teil einer größeren sozialen Bewegung versteht, ist nach wie vor auf der Straße. Mehr noch: Etliche Menschen in Chile scheinen aus einem langen Post-Diktaturschlaf aufzuwachen und das durch die Militärdiktatur Augusto Pinochets mit Gewalt installierte neoliberale Wirtschaftssystem in Frage zu stellen. So kam es 2011 bzw. in den letzten Monaten auch in abgelegenen Regionen Chiles, in Magallanes oder Aysén, zu Revolten eines großen Teils der Bevölkerung.

Doch welche Reichweite haben die Proteste, welche Allianzen werden zwischen Jung und Alt, zwischen der Hauptstadt und den Regionen geschmiedet? Und wie reagiert das politische System?

Darüber und über die Rolle, die Basismedien in den Mobilisierungen spielen, wollen wir eine Stunde lang mit unseren Gästen, den chilenischen Medienaktivisten Juan Schilling und Gabriel Rojas, sprechen.

CC BY-SA 4.0 Aufbruch der sozialen Bewegungen in Chile von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Mapuche vs. Benetton: Indigene als Opfer einer globalisierten Weltwirtschaft Das italienische Modeunternehmen Benetton ist der größte Privateigentümer in Patagonien. In Argentinien kämpfen die indigenen Mapuche seit vielen Jahren um ihr Land. Große Gebiete, auf denen sie bereits seit Jahrhunderten ansässig sind, befinden sich heute im Privatbesitz transnationaler Konzerne, wie dem Modeunternehmen Benetton. Die Indigenen sind Opfer einer globalisierten Weltwirtschaft, die vom argentinischen Staat nach allen Kräften unterstützt wird. Bei einer Prote...
Das unsichtbare Lateinamerika Von Alfredo Serrano Mancilla* Fotografiert in Buenos Aires, Argentinien / Foto: Fede Salvo, cc-by-nc-sa-2-0 (Mexiko-Stadt, 12. August, la jornada-poonal).- Temer bleibt der Präsident Brasiliens, ohne jemals eine Stimme an einer Wahlurne gewonnen zu haben. Macri, auch bekannt durch „Panama Papers“, lässt zu, dass Milagro Salas als politischer Gefangener in einem argentinischen Gefängnis sitzt. Santos ist in den Skandal um das Unternehmen Odebrecht verwickelt, da er für ...
Recht auf Stadt in Talca Das Stadtviertel Las Américas im chilenischen Talca ist eher unwirtlich. Bild: ECO/Chile Menschen die sich einbringen, ihr Recht auf Stadt einfordern und dieses aktiv in ihrer Nachbarschaft umsetzen: So lebt es sich heute in dem Stadtviertel Las Américas in der chilenischen Gemeinde Talca, rund 250 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago entfernt. Seit mehr als zehn Jahren organisieren die Nachbarinnen und Nachbarn hier ihr Zusammenleben und die Entwicklung ihres Vi...
Widerstand gegen nordamerikanischen Freihandel formiert sich Von René Thannhäuser Foto: Edgardo Mendoza Romero (Mexiko-Stadt, 9. Juni 2017, poonal).- Auf Einladung des mexikanischen Bündnisses gegen den Freihandel kamen vom 25. bis 27. Mai 2017 zahlreiche Aktivist*innen und Interessierte in Mexiko-Stadt zusammen. Vertreten waren Gewerkschaften, soziale Bewegungen, Parteien und regierungsunabhängige Organisationen aus Mexiko, den USA und Kanada. Sie entwickelten eine gemeinsame Position und einen Aktionsplan für die ab August ang...
Mit Kamera und Mikrofon unterwegs: Medienmacherinnen aus dem Amazonas-Gebiet Fotografin Yánua Vargas portraitiert die Teilnehmenden des Panamerikanischen Sozialforums in Peru. Foto: Jessica Zeller Frauen machen Medien – das gilt auch für Lateinamerika. Manche Medienmacherinnen sind mit der Kamera unterwegs, so wie Yánua Vargas. Die junge Shuar-Indígena studiert in Ecuadors Hauptstadt Quito Fotografie. Die Peruanerin Gabriela Bardales dagegen ist mit ihrem Mikrofon nah an den Menschen. Schon nach der Schule fing sie an, als Radioreporterin zu arbei...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.