Argentinien

Argentinien – über das Menschenrecht auf Erinnerung und Aufarbeitung


schachbrett hector kunzmann tomas di toffino Auf dem Gelände des früheren geheimen Gefangenen- und Folterlagers „La Perla“ bei Córdoba, Argentinien, wurde 2007 eine Gedenkstätte, ein Ort der Erinnerung eingerichtet. Hier, wo in den 70er Jahren während der Diktatur über 2000 Menschen umgebracht oder zu Verschwundenen gemacht worden waren, werden heute die Ereignisse im Lager und die Prozesse gegen die Folterer und damaligen Verantwortlichen dokumentiert.

 

pituca in der sendung los amigos edl tangoIn La Perla war auch Juana del Carmen Avendaño ermordet worden. Ihre Mutter, die 79-jährige Pituca (Pabla Teresa Avendaño), hat die Gedenkstätte besucht und hier endgültig realisiert, dass ihre Tochter tot ist.
Darüber und über ihre Arbeit beim kommunalen Radio FM SUR in Córdoba haben wir mit ihr gesprochen.

CC BY-SA 4.0 Argentinien – über das Menschenrecht auf Erinnerung und Aufarbeitung von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Todesflüge: 4.000 Menschen ins Meer geworfen
863
(São Leopoldo, 5. Juni 2019, ihu-unisinos/resumen latinamericano).- Der ehemalige Militärangehörige Nelson Ramón González hat als Zeuge im sogenannten Fall Contraofensiva ausgesagt. In dem Fall werden Menschenrechtsverbrechen der Jahre 1979 und 1980 aufgearbeitet, die während der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) begangen wurden. Mit seiner Aussage hat González grundlegende Kenntnisse über die "Todesflüge" beigesteuert und wie das Militär bei Entführungen, Folter und...
Opfer der argentinischen Militärdiktatur immer noch in Gefahr
63
(Montevideo, 13. März 2018, la diaria).- Die argentinische Organisation Großmütter des Maiplatzes hat am 12. März 2018 eine Konferenz veranstaltet. Dort äußerten sie ihren Unmut über die Möglichkeit, dass 96 Personen, die wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der argentinischen Militärdiktatur verurteilt wurden, ihre Strafe nicht im Gefängnis absitzen müssen. Anfang März veröffentlichte die Presse eine Liste mit Verurteilten, die für einen Hausarrest in Frage komm...
Großmütter der Plaza de Mayo: Enkel Nummer 122 gefunden
40
(Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Noch ist sein Name nicht öffentlich, doch gestern wurde seine Herkunft bekanntgegeben: Der Enkel Nummer 122 ist 40 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt nicht in Buenos Aires. Er habe um ein wenig Zeit gebeten, um sich zurückzuziehen, während er sich mit seiner neuen Identität auseinandersetzt. So schilderte in einer Pressekonferenz am 25. April die Vorsitzende der Gruppe Abuelas de Plaza de Mayo (Großmütter der Plaza de Mayo), Estela d...
Monsanto finanziert Meinungsumfrage zu Transgenen
20
Weltweit verwirklicht Ipsos die unterschiedlichsten Aufgaben. In den letzten Jahren arbeitete das Marktforschungsunternehmen für UNICEF und erstellte eine Studie über Kinderarmut im ehemaligen Jugoslawien. Im Auftragt der EU untersuchte es die Einstellung gegenüber ImmigrantInnen. In Schweden erforschte es die Meinung der Bevölkerung zur Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel. Für das Internationale Rote Kreuz untersuchte Ipsos die Erfahrungen von ZivilistInnen in Kriegsgeb...
Freiheit für elf Folterer
1
Die für Wiederrufe zuständige Kammer des Strafgerichtshof Argentiniens hatte die Haftbefehle gegen die Folterer aufgehoben, weil sie seit mehr als zwei Jahren in Untersuchungshaft sitzen, ohne dass ein rechtskräftiges Urteil gegen sie ergangen ist. In Ausnahmefällen kann die Kammer diese Zwei-Jahres-Frist jedoch um ein Jahr verlängern. Raub, Mord, Folter, Verschwindenlassen Allen elf Personen wird in verschiedenen Fällen Entführung, Verschwindenlassen, Raub des Eigentums vo...