Deutschland Mexiko

43-stündige Kundgebung vor mexikanischer Botschaft in Berlin fordert Verschwundene lebend zurück


Iguala esWarDerStaat kleinZum Día de la Muerte, dem Tag des Gedenkens an die Toten, am 31.10. veranstaltete die deutsch-mexikanische Organsiation Mexico Via Berlin eine Dauerkundgebung vor der mexikanischen Botschaft in Berlin:

43 Stunden lang von Freitags 5 Uhr morgens bis Samstag kurz vor Mitternacht sind sie geblieben. Jede volle Stunde haben sie alle Namen der am 26.September verschwundenen Studenten aus dem mexikanischen Ayotzinapa verlesen, das gemalte Bild eines der Verschwundenen niedergelegt und die Biografie eines einzelnen dieser jungen – jetzt verschwundenen – angehenden Grundschullehrer vorgelesen.

Weitere Infos unter  https://twitter.com/MexicoViaBerlin und mexicoviaberlin.org

Am Rande der Kundgebung konnten wir ein Interview mit Carlos Pérez Ricart von México vía Berlin führen, in dem er auch über die Zusammenarbeit der mexikanischen Regierung mit den Kriminellen Banden und die Verantwortung Deutschlands und der EU spricht.

(Wortende bei 10:22)

Iguala FotosVerschwundene kleinIguala TodosLosDiasDiadeLaMuerte klein 

CC BY-SA 4.0 43-stündige Kundgebung vor mexikanischer Botschaft in Berlin fordert Verschwundene lebend zurück von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Ayotzinapa: Angehörige fordern Amlo zum Handeln auf (Mexiko-Stadt, 25. Juli 2018, telesur).- Die Angehörigen der 43 vermutlich ermordeten Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa haben am 25. Juli den zukünftigen mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, kurz Amlo, aufgefordert, eine Arbeitsgruppe in dem Fall einzurichten. Damit soll das noch immer nicht aufgeklärte Verbrechen um das gewaltsame Verschwindenlassen der Studenten aufgeklärt werden. Zuvor hatte sich der Oberste Gerichtshof für die Bildung einer Wahrheitskommi...
Sexueller Missbrauch: Feministische Studentinnen erkämpfen Vereinbarung (Concepción, 3. Juli 2018, resumen.cl).- Nach anderthalb Monaten des Protestes, der auch Besetzungen einschloss, haben die selbstorganisierten Studentinnen der Universität Bío Bío in Concepción am Mittwoch, den 27. Juni, wichtige Verbesserungen unterschrieben. Diese beziehen sich auf die Verfahrensweise bei Fällen von sexueller Belästigung und Missbrauch an der Universität. Außerdem sollen spezielle Schulungskurse für alle Studierenden der Universität angeboten werden, die ei...
Ayotzinapa: Vier Verdächtige vorläufig freigelassen (Caracas, 12. Juni 2018, telesur).- Ein Bundesrichter im mexikanischen Matamoros, Bundesstaat Tamaulipas, hat am 12. Juni drei Verdächtige im Fall der 43 verschwundenen Lehrmtsstudenten aus Ayotzinapa vorläufig aus der Untersuchungshaft entlassen. Die mutmaßlichen Bandenmitglieder sind unter anderem wegen Entführung und organisierter Kriminalität angeklagt. Ein vierter Verdächtiger unter dem Aliasnamen "El Tongo" wurde freigesprochen, da gegen ihn keine weiteren Vorwürfe vorl...
Bundesgericht schlägt Wahrheitskommission für den Fall Ayotzinapa vor (Mexiko-Stadt, 5. Juni 2018, npl).- Nach mehr als dreieinhalb Jahren nun auch eine schallende Ohrfeige von der eigenen Justiz. Immer wieder haben zahlreiche internationale Institutionen sowie nationale und internationale Menschenrechtsorganisationen die Ermittlungsergebnisse und angebliche „historische Wahrheit“ der mexikanischen Bundesgeneralstaatsanwaltschaft (PGR) im Fall der am 26. September 2014 verschwundenen 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa, Bundesstaat Guerrero, sc...
onda-info 435 Hallo und willkommen zum onda-info 435! Diesmal sind wir sozusagen „duothematisch“. Nach unseren üblichen Nachrichten aus Mexiko – Stichwort: Nestora Salgado und Ayotzinapa – geht‘s gleich ab nach Brasilien. Monsanto ist tot, aber Bayer lebt immer noch und in Brasilien werden täglich acht Menschen durch den Einsatz von Pestiziden vergiftet. Zeit zum Umdenken? Auf keinen Fall, denkt sich die Agrarindustrie und rührt kräftig die Werbetrommel. Und in Kuba haben wir den Sän...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.