{"id":860,"date":"2019-08-28T10:10:17","date_gmt":"2019-08-28T09:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.internationalallende.org\/?p=860"},"modified":"2019-08-29T23:14:26","modified_gmt":"2019-08-29T22:14:26","slug":"12-9-2019-politik-am-bau-die-wechselhafte-geschichte-des-kulturzentrums-gabriela-mistral-santiago-chile-ausstellung-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/de\/12-9-2019-politik-am-bau-die-wechselhafte-geschichte-des-kulturzentrums-gabriela-mistral-santiago-chile-ausstellung-berlin\/","title":{"rendered":"12.9. 2019. Politik am Bau Die wechselhafte Geschichte des Kulturzentrums Gabriela Mistral (Santiago, Chile). Ausstellung, Berlin."},"content":{"rendered":"<p>Bis heute gibt es Spuren des 1000 Tage w\u00e4hrenden demokratischen Sozialismus in Chile. Direkt im Zentrum Santiagos findet sich ein mehr als 20.000 Quadratmeter gro\u00dfer Fu\u00dfabdruck: das Kulturzentrum Gabriela Mistral (GAM). <\/p>\n<p>Doch nur wenige kennen die knapp 50-j\u00e4hrige Geschichte des Geb\u00e4udes. Sie ist wie ein Brennglas des gesellschaftlichen und politischen Wandels in Chile und schreibt sich auch im Jahr 2019 fort.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/2_Foto_1_Politik_am_Bau-739x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"887\" class=\"alignleft size-large wp-image-990\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/2_Foto_1_Politik_am_Bau-739x1024.jpg 739w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/2_Foto_1_Politik_am_Bau-216x300.jpg 216w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/2_Foto_1_Politik_am_Bau-768x1064.jpg 768w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/2_Foto_1_Politik_am_Bau.jpg 1275w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Errichtet wurde der Komplex in weniger als einem Jahr, unter Beteiligung Tausender Freiwilliger, f\u00fcr eine UN-Konferenz im Jahr 1972. Das Chile Salvador Allendes begr\u00fc\u00dfte die Welt. Danach war der Bau ein Fixpunkt des urbanen und politischen Lebens, beherbergte Konzertr\u00e4ume, Ministerien und ein gro\u00dfes subventioniertes Restaurant. Nur 17 Monate sp\u00e4ter beendete ein Milit\u00e4rputsch das bunte Miteinander: die Milit\u00e4rjunta w\u00e4hlte das Geb\u00e4ude als Regierungssitz und pl\u00fcnderte die von namhaften K\u00fcnstler*innen gestifteten Werke. Nach Ende der milit\u00e4risch-zivilen Diktatur diente das Geb\u00e4ude als Verwaltungssitz. Im Jahr 2005 zerst\u00f6rte ein Brand gro\u00dfe Teile des Baus; Forderungen nach einem Abriss wurden laut. 2007 entschied sich die Regierung f\u00fcr einen Wiederaufbau, als einen offenen Ort kultureller Begegnungen. Und dennoch bleibt das GAM bis heute ein umk\u00e4mpfter Raum, in dem nicht nur um Erinnerung gerungen wird, sondern auch um mehr kulturelle und politische Teilhabe. <\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201ePolitik am Bau\u201c sucht unter dem rostbraunen Cortenstahl der Fassade nach den sozialen Sedimenten der vergangenen f\u00fcnf Jahrzehnte. <\/p>\n<p>Eine Videoinstallation verwebt die Erinnerungen von Zeitzeug*innen der Unidad Popular zu einem vielstimmigen Narrativ. Wie erlebte Chile Anfang der 1970er Jahre den Bau eines neuen architektonischen Wahrzeichens? Welche pers\u00f6nlichen Erlebnisse verbinden die Menschen mit diesem Ort? Was bleibt? Was kommt?<\/p>\n<p>Ein Zeitstrahl aus Texten und Fotos schl\u00e4gt den Bogen zur Gegenwart. Von der Grundsteinlegung bis zu aktuellen Nutzungskonflikten des GAMs verbinden sich historische Momente und weniger bekannte Episoden zu einer Chronologie der Widerspr\u00fcche.<\/p>\n<p>Ein Guckkasten l\u00e4sst die verlorenen Objekte des GAM als Phantasmen auferstehen: viele zu Zeiten der Diktatur geraubte Kunstwerke bleiben bis heute verschwunden. Von ihnen gibt es nur Fotos, die den Besucher*innen nun als holographische Projektionen wieder begegnen. <\/p>\n<p>Die Ausstellung wird er\u00f6ffnet am Donnerstag, 12. September um 19:30, mit einer<br \/>\nEinf\u00fchrung in die Ausstellung, einer offenen Debatte und einem musikalisch-filmischem Begleitprogramm<\/p>\n<p>Galerie Olga Benario<br \/>\nRichardstra\u00dfe 104, 12043 Berlin &#8211; Neuk\u00f6lln<br \/>\nTel. 030 68059387<\/p>\n<p>Do-Sa 15-19 Uhr und nach vorheriger Absprache unter unidadpopular@npla.de <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis heute gibt es Spuren des 1000 Tage w\u00e4hrenden demokratischen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-860","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-events-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=860"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/860\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}