{"id":4013,"date":"2023-08-08T08:08:32","date_gmt":"2023-08-08T07:08:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/?p=4013"},"modified":"2023-09-09T09:21:16","modified_gmt":"2023-09-09T08:21:16","slug":"fundstuecke-chile-1973-im-geteilten-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/de\/fundstuecke-chile-1973-im-geteilten-deutschland\/","title":{"rendered":"Fundst\u00fccke \u2013 Chile 1973 im geteilten Deutschland"},"content":{"rendered":"<div class=\"container\">\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4177\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/1_Wandbild_Konstanz-1.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/1_Wandbild_Konstanz-1.png 400w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/1_Wandbild_Konstanz-1-300x187.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Der Milit\u00e4rputsch gegen die demokratische Regierung Chiles am 11. September 1973 sorgte weltweit f\u00fcr Emp\u00f6rung. Die Solidarit\u00e4t f\u00fcr alle jene, die unter der Repression der neuen Machthabenden zu leiden hatten oder ins Exil fliehen mussten, war gro\u00df \u2013 so auch im damals noch geteilten Deutschland. Die offiziellen Reaktionen auf beiden Seiten fielen jedoch recht unterschiedlich aus, hier gepr\u00e4gt vom politischen Selbstverst\u00e4ndnis \u201esozialer Marktwirtschaft\u201c dort vom \u201ereal existierenden Sozialismus.\u201c Das schlug sich auch in der k\u00fcnstlerische Aufarbeitung des brutalen Staatsstreichs nieder, von staatstragend bis staatskritisch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4032\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/5_Mural.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/5_Mural.png 400w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/5_Mural-300x300.png 300w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/5_Mural-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Der Kunsthistoriker Carlos Gomes ist in seinem Bildband \u201eChile 1973. Denkm\u00e4ler und Wandbilder in DDR und BRD\u201c solch spannenden Spuren nachgegangen, die f\u00fcr Nachgeborene heute oft unvermittelt im \u00f6ffentlichen Raum aufblitzen. Allendes Internationale (AI) sprach mit ihm \u00fcber verblasste Wandbilder, verschwundene Statuen und k\u00e4mpferische Friedenstauben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4178\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/2_Allende_Kopenick-1.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/2_Allende_Kopenick-1.png 400w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/2_Allende_Kopenick-1-300x300.png 300w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/2_Allende_Kopenick-1-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\nDer Milit\u00e4rputsch gegen die demokratische Regierung Chiles am 11. September 1973 sorgte weltweit f\u00fcr Emp\u00f6rung. Die Solidarit\u00e4t f\u00fcr alle jene, die unter der Repression der neuen<br \/>\nMachthabenden zu leiden hatten oder ins Exil fliehen mussten, war gro\u00df \u2013 so auch im damals noch geteilten Deutschland. Die offiziellen Reaktionen auf beiden Seiten fielen jedoch recht unterschiedlich aus, hier gepr\u00e4gt vom politischen Selbstverst\u00e4ndnis \u201esozialer Marktwirtschaft\u201c dort vom \u201ereal existierenden Sozialismus.\u201c Das schlug sich auch in der k\u00fcnstlerische Aufarbeitung des brutalen Staatsstreichs nieder, von staatstragend bis staatskritisch. Der Kunsthistoriker Carlos Gomes ist in seinem Bildband \u201eChile 1973. Denkm\u00e4ler und Wandbilder in DDR und BRD\u201c solch spannenden Spuren nachgegangen, die f\u00fcr Nachgeborene heute oft unvermittelt im \u00f6ffentlichen Raum aufblitzen. Allendes Internationale (AI) sprach mit ihm \u00fcber politische Wandbilder, verschwundene Statuen und k\u00e4mpferische Friedenstauben.<\/p>\n<h4>Interview Carlos Gomes | Internacional de Allende 2023<\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4038\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/8_Carlos.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/8_Carlos.png 400w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/8_Carlos-300x300.png 300w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/8_Carlos-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\n<em><strong>Allendes Internationale (AI) Carlos, was war der Ansto\u00df dazu, dich mit der Kunstwerken auseinanderzusetzen, die auf Stra\u00dfen und \u00f6ffentlichen Orten in Deutschlands dem Putsch von 1973 gedenken?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Ich arbeite seit langem im kunsthistorischen Bereich, immer mit einer politischen Perspektive. F\u00fcr mein letztes Projekt zu Lenin-Denkm\u00e4lern war ich auch viel in Ostdeutschland unterwegs und bin dabei auch auf einige Denkm\u00e4ler von Salvador Allende gesto\u00dfen. Das hat mich neugierig gemacht und ich hab angefangen zu recherchieren und tats\u00e4chlich viel gefunden, sch\u00f6ne Wandbilder und eine richtige Denkmallandschaft zu Salvador Allende, Pablo Neruda, Victor Jara und den zivilen Opfern der Milit\u00e4rdiktatur,<\/p>\n<p><em><strong>AI: Also ein reiner Zufallsfund oder hattest du auch vorher schon einen Bezug zu Chile?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Meine Eltern hatten Schallplatten mit den revolution\u00e4ren Liedern von Victor Jara, Inti-Illimani und Quilapayun. Die hab ich als Kind auch oft geh\u00f6rt, auch sp\u00e4ter als Jugendlicher neben Nirvana und Offspring. Und auch wenn ich die Lyrics nicht immer ganz verstehen konnte, den Gesamtkontext schon. Gleich nach der Allende-B\u00fcste hab ich dann in Berlin K\u00f6penick auch eine Statue von Victor Jara und dachte, was macht der denn hier, den kenne ich doch. Erst nach und nach hab ich die ganze Geschichte der Chile-Solidarit\u00e4t entdeckt, was nat\u00fcrlich ein sehr spannendes Thema ist. Die vielen Gedenkst\u00e4tten, Denkm\u00e4ler und Wandbilder zu Chile 1973 sind ein Ausdruck davon.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4179\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/3_Victor_Jara-1.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/3_Victor_Jara-1.png 400w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/3_Victor_Jara-1-300x300.png 300w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/3_Victor_Jara-1-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\nAI: Und Wie bist Du da vorgegangen bei dieser Spurensuche? Gab es da Stichwortgeber oder war es eher eine Internet-Recherche?<\/strong><em><\/p>\n<p>Man muss immer auf verschiedenen Wegen an so eine Sache herangehen. Also im Internet recherchieren nat\u00fcrlich, aber dann auch mit den Beh\u00f6rden reden, die sich um die Denkmalpflege k\u00fcmmern oder mit Vereinen. Auch die Chilen*innen in Deutschland sind noch gut vernetzt, die hatten manchmal auch Informationen. Im Buch werden auch einige Denkm\u00e4ler und Wandbilder pr\u00e4sentiert, die es nicht mehr gibt und gerade da waren diese Netzwerke sehr wichtig, Menschen, die noch alte Photos hatten oder Informationen, wo sie damals die Wandbilder gemalt hatten.<\/p>\n<p><strong>AI: Du sagst, das Buch sei auch ein Streifzug durch die chilenische Solidarit\u00e4tsbewegung. Was meinst du damit? <\/strong><\/em><\/p>\n<p>Man muss in den 1970er Jahren im Plural reden, also Solidarit\u00e4tsbewegungen, weil es nat\u00fcrlich zwei getrennte Bewegungen in der BRD und in der DDR gab. Die Unterschiede sind sehr interessant. In der BRD war die Chile-Solidarit\u00e4tsbewegung sehr staatskritisch. Die Regierung der BRD hatte ja Beziehungen zu Pinochets Diktatur und hat weiterhin wirtschaftliche Gesch\u00e4fte unterst\u00fctzt. In der DDR war die chilenische Solidarit\u00e4tsbewegung dagegen staatstragend Der Staat hat sich an die Spitze dieser Bewegung gestellt, die Beziehungen zu Pinochet sofort abgebrochen und dann aktiv die Opposition unterst\u00fctzt. Deshalb wurden in der DDR auch so viele Denkm\u00e4ler errichtet, von oben quasi. In der BRD finden sich dagegen eher Wandbilder, sie entstanden oft in Eigeninitiativen von Exilchilenen oder von Studierenden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4183\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/7_Neruda-1.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/7_Neruda-1.png 400w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/7_Neruda-1-300x300.png 300w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/7_Neruda-1-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\n<strong>AI: Finden sich diese Unterschied auch in den Motiven, der Formensprache und den Orten wieder, wo diese Werke zu sehen sind?<\/strong><\/p>\n<p>In der ehemaligen DDR stehen die B\u00fcsten, Statuen und Gedenktafeln auf Pl\u00e4tzen, mit einer Gr\u00fcnfl\u00e4che umher, immer sehr gepflegt. Allende, Neruda und Jara waren zentrale Motive f\u00fcr die K\u00fcnstler dort. In der BRD gab es Seiten des Staates manchmal auch Solidarit\u00e4tsbekundungen, aber es wurden nie Denkm\u00e4ler errichtet. Die Wandbilder in der BRD wurden zum Teil auch illegal gemalt und sorgten dann im Nachhinein f\u00fcr Diskussionen. Die Universit\u00e4t Bielefeld zum Beispiel wollte ein Wandbild, das ein Gruppe von Exilchilenen in einer Nacht- und Nebelaktion dort gemalt hatte, in einer ersten Reaktion schwarz \u00fcbermalen. Aber das wurde dann aber vom AstA [Allgemeiner Studierenderausschuss] verhindert und inzwischen steht dieses gut erhaltene Wandbild unter Denkmalschutz. Problematisch war in Bielefeld vor allem, dass auf dem Bild die USA als Mitt\u00e4ter dargestellt sind und das fand die Universit\u00e4t zun\u00e4chst nicht hinnehmbar.<\/p>\n<p><strong>AI: 27 Erinnerungsorte hast du noch gefunden, andere gibt es nicht mehr. Wie sind die verschwunden? Aus politischen Gr\u00fcnden oder einfach st\u00e4dtebauliche Verdr\u00e4ngung&#8230; <\/strong><em><\/p>\n<p>Also die Wandbilder wurden ja nicht f\u00fcr die Ewigkeit gemalt, sondern um Aufmerksamkeit f\u00fcr ein aktuelles Thema zu schaffen. Und ein Wandbild drau\u00dfen im Freien verblasst nach einigen Jahren eben. Und klar, einige Mauern wurden auch abgerissen oder was neues gebaut, ein nat\u00fcrlicher Prozess. Schade ist eher, dass in Ostdeutschland nach 1990 einige Allende-B\u00fcsten und Chile-Denkm\u00e4ler entfernt wurden. Unter dem Vorwand, sie zu sanieren, wurden die abmontiert und dann nie wieder errichtet. Dabei sollte in einem Land, das f\u00fcr Demokratie und Menschenrechte einsteht, doch daran erinnert werden, was vor 50 Jahren in Chile passiert ist.<\/p>\n<p><strong>AI: Bist du auch mit Anwohner*innen ins Gespr\u00e4ch gekommen? Was haben die f\u00fcr eine Beziehung zu diesen Gedenkorten? Wiesen die, wer da auf dem Rasen steht? <\/strong><\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4037\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/4_Allendedenkmal_Chemnitz-1.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/4_Allendedenkmal_Chemnitz-1.png 400w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/4_Allendedenkmal_Chemnitz-1-300x300.png 300w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/4_Allendedenkmal_Chemnitz-1-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\nJa, das ist tats\u00e4chlich sehr lustig, Manchmal habe ich in alten Listen aus der DDR Informationen zu Denkm\u00e4lern gefunden, bei denen unklar war, ob es sie noch gibt. In Chemnitz hab ich mich zum Beispiel durchgefragt und dann von einer Person erfahren, dass dort am 11. September jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung organisieren wird. Oder in Radebeul, da war ein Denkmal entfernt und dann auf Initiative von Anwohner*innen wieder errichtet worden. Die haben den K\u00fcnstler ausfindig gemacht und der war gleich bereit eine Kopie zu machen. Eine Initiative hat Geld gesammelt und am Ende hat auch die Stadt ein bisschen geholfen. Mein Eindruck ist, dass in Ostdeutschland den Anwohnern diese Denkm\u00e4ler wichtig sind. Im Westen sind die erhaltenen Wandbilder meist an Universit\u00e4ten und die k\u00fcmmern sich um den Erhalt, manchmal auch Personen, die damals mitgemalt haben.<\/p>\n<p><strong>AI: Es gibt allerdings auch neue Debatten zu einigen Denkm\u00e4lern und B\u00fcsten, vor allem im Fall von Pablo Neruda. Ihm werden sexuelle \u00dcbergriffe bis hin zu einer Vergewaltigung vorgeworfen, Kritisiert wird auch, wie er sich gegen\u00fcber seiner behinderten Tochter verhalten hat. Als Kunsthistoriker, was schl\u00e4gst du vor? Was sollte mit Erinnerungsorten geschehen, an denen Neruda gedacht wird?<\/strong><em><\/p>\n<p>Pablo Neruda wird in Deutschland nat\u00fcrlich wegen seiner politischen Rolle im progressiven Chile von damals und seiner literarischen Qualit\u00e4t geehrt. Deshalb sollten diese Denkm\u00e4ler stehen bleiben aber es sollten zus\u00e4tzlich Informationstafeln angebracht werden, in denen die Kritik thematisiert wird, damit sich jeder Besucher seine eigene Meinung bilden kann. Diese Informationen sind wichtig und sollten nicht irgendwie vertuscht oder versteckt werden. Denkm\u00e4ler sind wichtige Orte, damit Personen direkt in ihrem Alltag und ihrem Umfeld Zugang zu Kunstwerken haben, die uns wichtige historische Ereignisse nahe bringen und uns zur Reflexion einladen. Deshalb bin in den seltensten F\u00e4llen daf\u00fcr, Denkm\u00e4ler komplett zu entfernen.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4182\" src=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/6_Ehrung_gesamt-1.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/6_Ehrung_gesamt-1.png 400w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/6_Ehrung_gesamt-1-300x300.png 300w, https:\/\/www.npla.de\/internationalallende\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/6_Ehrung_gesamt-1-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\n<strong>AI: Ist die Spurensuche zum Gedenken des chilenischen Putsches f\u00fcr dich jetzt abgeschlossen oder willst du versuchen, das fortzuschreiben?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Das Buch ist gerade erschienen aber mein Projekt ist auch online und wird sicherlich weitergehen. Ich hab zwar akribisch recherchiert aber sicherlich gibt es Sachen, die ich nicht gefunden habe. In den 1970er Jahren wurden ja wirklich massenhaft Wandbilder gemalt, in einer Stadt zum Teil drei bis vier an einem Tag. Also wenn es da noch Aufnahmen gibt, freue ich mich \u00fcber Hinweise oder Photos und w\u00fcrde das auf meiner Webseite dann auch sofort aktualisieren.<\/p>\n<p><strong>AI: Gibt es eigentlich einen Ort, den du besonders magisch oder ber\u00fchrend findest, den alle mal gesehen haben sollten. <\/strong><em><\/p>\n<p>Also Berlin K\u00f6penick ist schon ein kleines Chile-Freilichtmuseum ist. Im Kiez stehen da eine Allende-B\u00fcste, eine Skulptur zu Chile, Allendes letzte Wort in Stein gemei\u00dfelt, eine Victor-Jara-Statue und ein Gedicht von Neruda in einer Bronzetafel. Pers\u00f6nlich bin ich aber auch sehr von diesen Wandbildern fasziniert. Mein Lieblingswandbild ist vielleicht das in der Uni Konstanz von der Brigade Salvador Allende. Die Gruppe hat in dieses Bild eine Friedenstaube gemalt, in einer aggressiven Angriffsposition, also \u00fcberhaupt nicht passiv, wie man sie oft sieht, sondern an der Spitze des Widerstands gegen die Milit\u00e4rdiktatur. Das fand ich eine sehr sch\u00f6ne Idee und auch sehr sch\u00f6n dargestellt.<\/p>\n<p>Mehr Informationen zum Buch und zum Rechercheprojekt unter: <a href=\"https:\/\/chile1973indeutschland.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/chile1973indeutschland.org<\/a> <\/em><\/p>\n<div\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Milit\u00e4rputsch gegen die demokratische Regierung Chiles am 11. 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