Im Fokus: Menschenrechte 2016

Förderhinweis Brot für die Welt / BMZ

Lateinamerikanische Stimmen für eine nachhaltige, inklusive und gerechte Entwicklung.

Menschenrechte sind Errungenschaften, die tagtäglich weltweit geschützt und garantiert werden müssen. Wir berichten, wo sie massiv verletzt werden, oder wo Staaten ihre Einhaltung nicht garantieren. Und auch soziale Rechte zählen wir zu Menschrechten: Haben Menschen Zugang zu Bildung, Gesundheit, Wohnen, Ernährung oder Arbeit. Zu diesen und noch einigen mehr Aspekten könnt ihr hier knapp 40 Crossmediale Beiträge zum Download finden:



Guatemala Honduras Mexiko Mittelamerika
Fokus: Menschenrechte 2016

XII. Karawane: Mütter aus Mittelamerika suchen ihre Kinder

(Guatemala-Stadt , 08. November 2016, cerigua-poonal).- Am 15. November kommt die Karawane mittelamerikanischer Mütter auf der Suche nach ihren verschwundenen Töchtern und Söhnen zum zwölften Mal nach Mexiko. Mütter aus Nicaragua, Guatemala, Honduras und El Salvador treffen sich im guatemaltekischen La Mesilla, an der Grenze zu Mexiko, im Departement Huehuetenango. Dort werden sie die Grenze nach Mexiko überqueren und, auf der Suche nach einer Spur von ihren Söhnen und Töchtern, einen Teil der Route von Migrant*innen entlang ziehen. Diese Karawane gibt es bereits seit 17 Jahren. […]


Honduras
Fokus: Menschenrechte 2016 Recht auf Stadt und Land / Derecho a la ciudad y tierra

„Die Bauernbewegung ist von Paramilitärs unterwandert“

Dahinter stehen die Regierung, die Landbesitzer*innen und die undurchsichtige Seite des Militärs. Und ihr Ziel ist es, sich das Land wieder anzueignen und den Vorschlag einer umfassenden Agrarreform zu kippen.

Erinnern wir uns an die Worte des verstorbenen Großunternehmers Miguel Facussé, der 2014 erklärt hatte, in spätestens zwei Jahren gehörten alle Ländereien, die er an MUCA verkauft habe, wieder der [von ihm gegründeten] Corporación Dinant. […]


Chile Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Nachruf: Das Vermächtnis von Rodolfo Stavenhagen

Von José Aylwin*, observatorio. (Lima, 15. November 2016, servindi).- Im Alter von 84 Jahren ist am vergangenen 5. November der mexikanische Soziologe, Anthropologe und leidenschaftliche Kämpfer für die Menschenrechte, Rodolfo Stavenhagen, in Cuernavaca, der Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Morelos gestorben. […]


Brasilien
Fokus: Menschenrechte 2016

Regierung Temer ist eine Gefahr für die indigenen Rechte

Von Andrea Martínez. (Montevideo, 19. Oktober 2016, la diaria-poonal).- Den Vereinten Nationen zufolge durchleben die indigenen Völker Brasiliens die schlimmste Zeit seit Verabschiedung der demokratischen Verfassung im Jahr 1988. Der Wechsel zur Regierung unter Präsident Michel Temer könnte nach Einschätzung der UN für die Indigenen neue Risiken und Herausforderungen bergen. Victoria Tauli-Corpuz, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Rechte indigener Völker, hatte bereits am Ende ihres Brasilien-Besuches im März darauf hingewiesen, dass ein Angriff auf Indigene im Bundesstaat Mato Grosso do Sul unmittelbar bevorstehe. Etwa drei Monate später trat ihre Vorhersage ein, Brasiliens Regierung hatte keinerlei Vorkehrungen zum Schutz der Indigenen getroffen. […]


Deutschland Europa Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Von Frontex zur Frontera Sur

Von Wolf-Dieter Vogel. (Berlin, 06. November 2016, npl).- Zunächst sind da nur die Schuhe. Schritt für Schritt schreiten sie voran, und es scheint so, als ob ihre Träger ganz genau wissen, wohin sie wollen. Dann taucht ein junger Mann auf. „Ich bin kein Verbrecher, sondern einfach ein Mensch“, sagt er. Ein Mensch auf der Suche nach einer Zukunft. In dem Film „Viacrucis Migrante“ von Hauke Lorenz berichtet er von seinem Erlebnissen, Träumen und Hoffnungen.  […]


Brasilien
Fokus: Menschenrechte 2016

Biolandwirtschaft als Alternative zum Agrobusiness

Von Andreas Behn, Rio de Janeiro. (Rio de Janeiro/Berlin, 06. November 2016, npl).- Mit kräftigen Macheten-Hieben trennt Maycon Reck die Bananenbüschel von den Stauden. Dann zerhackt er die Stämme und die großen Blätter. Die Pflanzenreste verteilt der junge Landwirt auf dem Feld. Die Ernte ist nicht üppig, vor kurzem hat es nachts gefroren, was im südbrasilianischen Bundesstaat Paraná sehr ungewöhnlich ist. Maycon und seine Familie nehmen es gelassen. Sie setzen auf biologische Landwirtschaft und auf eine große Vielfalt an Nutzpflanzen. „Verschiedene Blattsalate, Rucola, Chicorée, Brokkoli und Blumenkohl“, zählt Maycon Reck auf. „Und natürlich Bananen. Gleich daneben stehen einige Guavenbäume, die von alleine keimen. Darum geht es uns: Die Pflanzen bewahren, die hier schon heimisch sind“, sagt Maycon. […]


Brasilien
Fokus: Menschenrechte 2016

Ohne Handschellen und (fast) ohne Fotos: Eduardo Cunha verhaftet

(Montevideo, 20. Oktober 2016, la diaria-poonal).- Eduardo Cunha, der frühere und inzwischen seines Amtes enthobene Präsident der Abgeordnetenkammer, wurde am vergangenen 19. Oktober 2016 in Brasilien festgenommen. Der Richter der Stadt Curitiba, Sérgio Moro, hatte Untersuchungshaft angeordnet. Diese war von der Generalstaatsanwaltschaft beantragt worden, die mit der Untersuchung des Korruptionsskandals um den Ölkonzern Petrobras beauftragt ist.  […]


Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2016

Kolumbianer*innen demonstrieren auf den Straßen ihren Wunsch nach Frieden

(Caracas, 13. Oktober 2016, telesur).- Die Straßen haben sich in einen Schauplatz für die Sehnsucht der Kolumbianer*innen nach Frieden verwandelt. Das zeigte sich in den Tagen nach dem Plebiszit, als Indigene, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, soziale Gruppen und Studierende auf die Straßen von Bogotá zogen. In der „Marcha de las Flores“ (Demonstrationszug der Blumen) forderten sie die Einsetzung des Friedensabkommens. […]


Uruguay
Fokus: Menschenrechte 2016

Ist sauberes Trinkwasser bald Vergangenheit?

Von Antje Vieth. (Berlin, 28. Oktober 2016, npl).- Bisher war Uruguay eines der wenigen Länder, in denen man unbekümmert den Hahn aufdrehen und selbst in der Hauptstadt Montevideo Wasser direkt aus der Leitung trinken konnte. Dieses für die meisten Europäer*innen ganz selbstverständliche Privileg, ist in den meisten lateinamerikanischen Ländern undenkbar – und nun auch in Uruguay wohl bald Geschichte. Denn seit 2013 machen in dem kleinen Land am Rio de la Plata regelmäßig Katastrophenmeldungen die Runde. […]


Chile
Fokus: Menschenrechte 2016

Valparaíso: Fischer*innen protestierten mit Barrikaden gegen “Longueira-Gesetz”

(Santiago de Chile, 26. Oktober 2016, el ciudadano).- Die Aktionen am 26. Oktober waren Teil eines landesweiten Protesttages lokaler Kleinfischerei-Unternehmer gegen das nach dem damaligen Wirtschaftsminister Pablo Longueira als “Ley Longueira” bezeichnete und 2013 verabschiedete umstrittene Fischereigesetz. Die Aktionen der Fischer*innen hatten bereits im September begonnen. Sie fordern die Annullierung des Gesetzes. Diese Forderung erhielt neue Nahrung nachdem die Abgeordnete Marta Isasi und der Senator Jaime Orpis der Korruption beschuldigt werden. Sie sollen während der Aushandlung des Gesetzes Bestechungsgelder von Corpesca, dem Fischerei-Unternehmen der Gruppe Angelini, erhalten haben. […]


Brasilien Haiti Mexiko USA
Fokus: Menschenrechte 2016

Mexiko: Kehrtwende der US-Migrationspolitik – Geflüchtete aus Haiti sitzen an der Grenze fest

(Fortaleza, 13. Oktober 2016, adital/ihu-poonal).- Eine Kehrtwende in der Migrationspolitik der Vereinigten Staaten ist Ursache dafür, dass Tausende von Haitianer*innen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA festsitzen. Am 22. September 2016 erklärte die Regierung von Barack Obama, dass sie nicht mehr zulassen werde, dass Menschen aus Haiti ohne gültiges Visum in die USA einreisten. Die Haitianer*innen, die über Mittelamerika bis an die Grenze zwischen Mexiko und den USA gereist sind, sitzen seit diesem Zeitpunkt an der Grenze zu den USA fest und haben keine Möglichkeit, in die USA einzureisen. Schätzungsweise 8.000 Haitianer*innen halten sich in Baja California auf, einem Bundesstaat im Nordwesten Mexikos, in dem auch die Grenzstadt Tijuana liegt. […]


Afrika Haiti Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Überfüllte Flüchtlingsunterkünfte in Baja California

(Mexiko-Stadt, 13. Oktober 2016, desinformemonos-poonal).- Die Flüchtlingsunterkünfte in Tijuana, im Bundesstaat Baja California im Nordwesten Mexikos sind überfüllt. Es fehlt an Platz für Migrant*innen und Geflüchtete aus Haiti und aus Afrika, so Christopher Gascón, Beauftragter der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Mexiko bei einer Pressekonferenz in den Räumen der mexikanischen Migrationsbehörde INM (Instituto Nacional de Migración). […]


Panama
Fokus: Menschenrechte 2016

Wasserkraftprojekt Barro Blanco: Ngobe Buglé lehnen Abkommen mit Regierung ab

(Panama-Stadt, 18. September 2016, prensa latina).- Der Nationalkongress der indigenen Ngobe Buglé hat das Abkommen mit der Regierung Panamas zum weiteren Vorgehen in Bezug auf ein umstrittenes Wasserkraftwerkes abgelehnt. Die Ngobe Buglé sind ein indigenes Volk, welches im nordwestlichen Panama in dem gleichnamigen Territorium Ngobe Buglé lebt. Nach Meinung von Analyst*innen könnte dadurch eine politische Krise wieder aufflammen, die bereits überwunden schien. […]


El Salvador
Fokus: Menschenrechte 2016

Schiedsgericht der Weltbank lehnt Klage eines Bergbaukonzerns gegen El Salvador ab

(Berlin, 22. Oktober 2016, onda-poonal).- Mitte Oktober wies ein Schiedsgericht der Weltbank eine Klage des Kanadisch-Australischen Bergbaukonzerns OceanaGold gegen El Salvador zurück und gestand dem mittelamerikanischen Land die Summe von 8 Millionen US-Dollar für entstandene Kosten zu. Damit endete ein sieben Jahre dauernder, vorwiegend hinter verschlossenen Türen geführter Prozess vor dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten der Weltbank (ICSID). […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

EZLN, CNI und die Wahlen

Von Luis Hernández Navarro. (Mexiko-Stadt,18. Oktober 2016, la jornada-poonal).-Die Nationale Zapatistische Befreiungsarme EZLN und der Nationale Indígena-Kongress CNI haben vereinbart, zusammen mit Völkern und Gemeinden über die Aufstellung einer indigenen Frau als Präsidentschaftskandidatin für die Wahlen 2018 zu beraten. Die Entscheidung hat eine enorme Polemik hervorgerufen. Einige sehen in dem Beschluss eine Kehrtwende um 180 Grad in der praktischen Aktion. Andere das Betreten der traditionellen politischen Bühne. Wieder andere ein Manöver bei der Bildung einer Koalition gegen Andrés Manuel López Obrador. […]