Im Fokus: Menschenrechte 2011


Foto: alejo serrano, flickr
Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2011

Diskriminierung strafbar machen

von Susan Abad (Lima, 16. September 2011, noticias aliadas).- In seinem Bemühen um den Aufbau einer Gesellschaft, die ein respektvolles Miteinander möglich macht, ist Kolumbien am vergangenen 30. August einen großen Schritt weitergekommen. An diesem Tag wurde nach einer letzten Diskussion schließlich ein Gesetz verabschiedet, das ökonomische und rechtliche Sanktionen gegen Personen vorsieht, die ihre Mitmenschen aus Gründen der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, der Nationalität, der sexuellen Orientierung oder aufgrund ideologischer, politischer oder weltanschaulicher Überzeugungen diskriminieren. […]


Foto: Alschim, Flickr
Kuba
Fokus: Menschenrechte 2011

Nicht dass ich rassistisch wäre, aber…

(Lima, 19. September 2011, semlac).- Niemand in Kuba würde sich öffentlich als rassistisch bezeichnen. Wie jedoch Expert*innen in einschlägigen Studien nachweisen, gehören auch in der heutigen Gesellschaft Vorurteile und Diskriminierung gegenüber Menschen mit dunkler Hautfarbe immer noch zum alltäglichen Leben. Rassistische Tendenzen und die Geringschätzung gegenüber so genannten „Farbigen“ offenbaren sich in Witzen, Sprüchen und in Verhaltensweisen und sind der Grund für die immer noch bestehenden Benachteiligungen und Ungleichheiten. […]


agrarreform
Uruguay
Fokus: Menschenrechte 2011

Ungelöstes Problem Großgrundbesitz

von Aldo Marchesi (Montevideo, 03. Oktober 2011, la diaria).- „Der Großgrundbesitz ist der größte Feind des sozialen Fortschritts.“ Diesen Satz sagte der uruguayische Präsident José Batlle y Ordóñez im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise 1929, seinem Todesjahr. Interimsmäßig regierte er drei Mal: 1899 sowie 1903–1907 und 1911–1915. Die damalige Krise hatte Batlles Diskurs radikalisiert, angesichts eines der für ihn wichtigsten Probleme des modernen Uruguay. […]


Präsident Lugo mit WahlbeobachterInnen / telesur
Paraguay
Fokus: Menschenrechte 2011

Wahlrecht: Paraguayer*innen im Ausland dürfen künftig mitentscheiden

von Cecilia Pérez (Montevideo, 10. Oktober 2011, la diaria/poonal).- Mit einer Wahlbeteiligung von knapp 10 Prozent stimmten die Einwohner*innen Paraguays am 9. Oktober für die Änderung eines Verfassungsartikels, der bisher verhinderte, dass im Ausland lebende Staatsbürger*innen wählen konnten. Nach ersten Ergebnissen lag die Zustimmung für die Änderung des Artikels bei 78,8 Prozent. Bei den nächsten Wahlen werden also mehr als 700.000 im Ausland lebende Paraguayer*innen ihre Stimme abgeben können, nachdem im Referendum beschlossen wurde, dass Artikel 120 der Verfassung geändert werden soll. […]


Fernando-Paulsen / Agencia Medio a Medio
Chile
Fokus: Menschenrechte 2011

„Unter dem so genannten Mapuche-Problem kann sich keiner etwas vorstellen“

von Felipe Gutiérrez Ríos (Mapuexpress) (Concepción, 2. September 2011, medio a medio/poonal).- Der Journalist Fernando Paulsen im Interview. Der Berichterstatter des Fernsehsenders Chilevisión sprach von einer ideologischen Schieflage sowie einer Art „Klassenbewusstsein“, die in der medialen Berichterstattung insgesamt vorherrsche. Und er rügte die allgemein spärliche Berücksichtigung der soziale Bewegungen in diesen Medien. […]


Wieder frei: Luis Tralcal (links) / Azkintuwe
Chile
Fokus: Menschenrechte 2011

Gericht lässt Terrorvorwürfe gegen zwei Mapuche fallen

(Temuco, 2.Oktober 2011, azkintuwe/poonal).-Die Terrorvorwürfe gegen Mauricio Huaiquilao Huaiquilao und Luis Tralcal Quidel wurden fallengelassen. Die beiden standen unter anderem wegen Brandstiftung, illegalem Waffenbesitz und terroristischer Brandanschläge unter Anklage. Die Straftaten sollten sie zwischen 2005 und 2009 begangen haben. Beide verbrachten im Schnitt etwaanderthalb Jahre im Gefängnis, wobei sie nie aufgehört hatten, ihre Unschuld zu beteuern. […]


Kimy Pernía / www.desaparecidos.org
Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2011

Buchveröffentlichung: Hommage an das Vermächtnis von Kimy Pernía

(Lima, 30. August 2011, servindi/poonal)- Er kämpfte unermüdlich für die Verteidigung der Menschenrechte und der indigenen Territorien am Oberlauf des Flusses Sinú. Er führte Protestaktionen an, die sich gegen die Auswirkungen des Staudamms Urrá richteten. Er empfand einen großen Respekt für die Natur. Doch das Vermächtnis von Kimy Pernía, einem führenden Vertreter des indigenen Volkes der Katio Embera umfasst noch vieles mehr. Vorgestellt wird es in dem Buch „Kimy, Wort und Geist eines Flusses“ („Kimy, palabra y espírito de un río“). […]


LGBT-Kundgebung in Tegucigalpa im Gedenken an Walter Tróchez / hondurasblog, flickr
Honduras
Fokus: Menschenrechte 2011

Der Kampf gegen die Homophobie

von Alejandro F. Ludeña (Lima, 22. Juli 2011, noticias aliadas).- Im Laufe der letzten zwei Jahre wurden fast 40 LGBT-Personen ermordet. Während an vielen Orten der Welt Gay-Pride-Paraden stattfinden, ist der 28. Juni in der Geschichte von Honduras ein unheilvoller Tag: 40 Jahre nachdem eine Gruppe Homosexueller sich gegen eine gewalttätige Polizeirazzia in einer New Yorker Schwulenbar zur Wehr gesetzt hatte und damit wesentlich zur Verteidigung der Bürgerrechte Homosexueller beitrug, ereignete sich an jenem Tag in Honduras der erste Staatsstreich des 21. Jahrhunderts auf dem amerikanischen Kontinent. […]


Guatemala Lateinamerika Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2011

onda-info 269 Spezial Mexiko: „Diese Bewegung gibt Hoffnung“

Mexiko: Ein Spezial mit Interviews und Eindrücken von der Karawane "Movimiento por la Paz con Justicia y Dignidad", die im September zehn Tage im Namen der Menschenrechte und des Friedens unterwegs war. "Diese Bewegung gibt Hoffnung" Hallo und willkommen zum onda-info 269. Dieses Info ist mal wieder ein Special über  […]


Aktion gegen Abtreibung in Nicaragua (Archiv) / Foto: Maria Kindling NPLA
El Salvador Guatemala Mittelamerika Nicaragua
Fokus: Menschenrechte 2011

Ballungsräume der Ungerechtigkeit: Abtreibung in Mittelamerika

von Sylvia R. Torres und Tacuazina Morales (Lima, 19. September 2011, semlac).- Managua, im September. In Mittelamerika befinden sich drei von weltweit sechs Ländern, in denen im Fall eines Schwangerschaftsabbruchs die Schwangere und die Person, die den Eingiff vornimmt, eine Straftat begehen und mit einer Gefängnisstrafe rechnen müssen. Viele Frauen in El Salvador, Honduras und Nicaragua sterben an den Folgen einer Abtreibung. […]


Bürgermeister Ricardo Sandoval / servindi
Argentinien
Fokus: Menschenrechte 2011

Erstmals Indígena zum Bürgermeister gewählt

(Lima, 23. September 2011, servindi).- Zum ersten Mal in der Geschichte Argentiniens wurde in der Provinz Chaco am 18. September ein Indígena ins Bürgermeisteramt gewählt. Der 37-jährige Ricardo Sandoval vom Volk der Toba war bei den Wahlen in El Espinillo für die Wahlallianz Front für den Sieg FPV (Frente para la Victoria) der amtierenden Präsidentin Cristina Kirchner angetreten. Sandoval hatte 27 Prozent der Stimmen erhalten. […]