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Ayotzinapa Grafik
Mexiko

Drei Jahre nach Ayotzinapa

Ich will, dass dieser Monat endlich aufhört. Dass endlich der Oktober kommt, obwohl der seine eigene Spur der Tragödien hat: In einem Jahr jährt sich zum 50. Mal das Massaker von Tlaltelolco, welches am Wendepunkt 1968 verübt worden ist; ein halbes Jahrhundert seit dem Mord an Che Guevara in Bolivien, der schon lange eine historische Figur in Lateinamerika war und zu einem lebenden Beispiel für die Jugend wurde, auf der Suche nach dem neuen Menschen. […]


Puerto Rico

Puerto Rico: Tausende nach Hurrikan evakuiert

Nach dem Durchzug des Hurrikan María ist ganz Puerto Rico noch immer ohne Strom. Im Nordwesten der Karibikinsel wurden 70.000 Menschen aufgefordert, die Gebiete rund um den Staudamm Guajataca zu verlassen. Der Staudamm wurde durch den Hurrikan stark beschädigt; es hieß, es bestehe Gefahr, dass er jeden Moment zusammenbrechen könne. […]


Guido Otranto
Argentinien

Fall Maldonado: Umstrittener Ermittlungsrichter suspendiert

Das Berufungsgericht der südargentinischen Hafenstadt Comodoro Rivadavia hat entschieden, den umstrittenen Richter Guido Otranto von der Untersuchung zum Verschwinden des Aktivisten Santiago Maldonado zu entbinden. Das Gericht ist damit einer entsprechenden Protestnote der Angehörigen Maldonados und der Menschenrechtsorganisation CELS (Centro de estudios Legales y Sociales) gefolgt. […]


foto grab verschwundene
Chile Deutschland
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Colonia Dignidad: Endlich Aufarbeitung?

In der von deutschen Aussiedlern gegründeten Sektensiedlung Colonia Dignidad in Südchile herrschte ein jahrzehntelanges Schreckensregime mit Zwangsarbeit, der Verabreichung von Psychopharmaka an Bewohnerinnen und Bewohner und systematischem Kindesmissbrauch. Das Militärregime unter Augusto Pinochet ließ dort politische Gefangene foltern und verschwinden. Lange nach den ersten Hinweisen auf die Verbrechen in der Siedlung nimmt die Aufarbeitung nun endlich Fahrt auf. […]


Kundgebung Guatemala
Guatemala

Großkundgebung in Guatemala-Stadt

Etwa 75.000 Menschen verschiedenen Alters haben sich am 20. September in der Hauptstadt Guatemalas auf der Plaza de la Constitución vor dem Nationalpalast versammelt, um gegen den „Pakt der Straflosigkeit und Korruption“ zu protestieren, in den Regierung und Behörden verstrickt seien. Obwohl die Demonstrant*innen verschiedenen politischen Strömungen und sozialen Schichten angehörten, vereinte sie die Ablehnung von Korruption und Straflosigkeit. Bei ihrer Protestaktion forderten sie zudem den Rücktritt von Präsident Jimmy Morales sowie von den 107 Abgeordneten, die für seine umstrittene Strafrechtsreform gestimmt hatten.  […]


Frau Erdbeben
Mexiko

Aufräumarbeiten in Jojutla

Jojutla ist die am Stärksten von dem schweren Erdbeben vom 19. September betroffene Gemeinde im mexikanischen Bundesstaat Morelos. Nach dem Beben haben die Einwohner*innen von Jojutla mit den Aufräumarbeiten begonnen. Mit Tränen in den Augen haben sie die Habseligkeiten gerettet, die ihnen geblieben sind, nachdem das Beben ihre Häuser ganz oder teilweise zerstört hat. Die Bewohner*innen versichern, nie zuvor eine ähnliche Tragödie erlebt zu haben. […]


Fischerin
Mexiko

Chiapas: Als die Erde bebte und aus dem Boden Wasser sprudelte

Paredón ist ein Fischerort in der Gemeinde Tonalá und ist einer der Orte, der während des Erdbebens am 7. September am Stärksten beschädigt worden ist. Paredón, der Fischerort mit 6.000 Einwohner*innen, befindet sich nur 88 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt, welches eine Stärke von 8,2 Grad auf der Richterskala erreichte. In Paredón wurden schätzungsweise 300 Häuser beschädigt. Sie verfügen weder über Entwässerungssysteme, noch über Trinkwasser und inzwischen funktioniert selbst der Stromanschluss nicht mehr. […]


Protest Guatemala
Guatemala

Forderungen nach Rücktritt von Präsident und Abgeordneten

In Guatemala ist es inmitten einer anhaltenden Staatskrise wegen Korruption zu einem heftigen Konflikt zwischen der Regierung von Präsident Jimmy Morales und den Vereinten Nationen gekommen. Zuletzt hatte Präsident Morales den Leiter der Internationalen Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala (CICIG), Iván Velasquez, zur persona non grata erklärt. Das Verfassungsgericht hob den Entscheid jedoch auf.  […]


Indigene
Brasilien

Verdacht auf Massaker an unkontaktierten Indigenen

Im brasilianischen Bundesstaat Amazonas soll im August ein Massaker an unkontaktierten Indigenen verübt worden sein, dem mindestens ein Dutzend Indigene, darunter Kinder und Frauen, zum Opfer gefallen sein soll. Das brasilianische Bundesinnenministerium der Stadt Tabatinga hat Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Massaker aufgenommen, nachdem die Indigenen-Schutzbehörde FUNAI (Fundación Nacional del Indio) auf den Fall aufmerksam gemacht hatte.  […]


Juan Manuel Santos und Álvaro Uribe
Kolumbien

Die Verhandlungen mit den FARC haben das politische Panorama verändert

2018 wird es in Kolumbien zwei Wahlen geben: die legislativen im März und die Präsidentschaftswahlen im Mai. Nicht nur für die Bildung des Parlaments und der Exekutive, sondern auch für die Umsetzung der mit der Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) unterschriebenen Friedensvereinbarungen, werden dies entscheidende Momente sein. Diese Verhandlungen sind die neuesten der vielen Ereignisse, die in den letzten Jahren das parteipolitische Panorama Kolumbiens fast vollständig verändert haben. Das erste Ereignis war die Distanzierung des aktuellen Präsidenten Juan Manuel Santos zu seinem Vorgänger Álvaro Uribe. […]


Der Journalist Mussio-Cardenas aus Veracruz erhielt Morddrohungen - und hat Anzeige erstattet / Foto: desinformemonos
Mexiko
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Veracruz: Journalist Mussio Cárdenas erstattet Anzeige nach Morddrohungen

(Mexiko-Stadt, 05. September 2017, desinformémonos).- Nachdem der Journalist Mussio Cárdenas Arellano Morddrohungen erhielt, deren mutmaßlicher Absender das Drogenkartell der Zetas ist, erstattete er Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Veracruz in Coatzacoalcos. Die Anzeige des Journalisten richtet sich gegen die Absender von WhatsApp‑Nachrichten, in denen ihm gedroht wird, man werde ihn aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit bald „in kleine Stücke gehackt“ vorfinden. […]


Bewaffnete (Sicherheits)leute gibt es in Guatemala jede Menge / Foto: hueso2009, cc-by-nc-sa-2.0
Guatemala

Todesstrafe als Schutz vor „Terrorakten“ ?

(Lima, 28. August 2017, noticias aliadas).- Guatemalas Regierung ließ am vergangenen 23. August verlauten, derzeit werde geprüft, ob die Todesstrafe wieder ausgeführt werde. Diese ist seit dem Jahr 2000, als zwei zum Tode verurteilte Geiselnehmer durch eine Injektion getötet wurden, sie nicht mehr ausgeführt worden. Die Verfassung lässt die Anwendung der Todesstrafe jedoch zu. […]