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Grafik
Argentinien Chile Lateinamerika weltweit

Weltweiter Radio-Marathon zum Frauenkampftag

Am 8. März werden Feministische Radiomacherinnen u.a. aus Argentinien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Spanien, Schweiz, Kanada, Nicaragua, Mexiko und Uruguay im Rahmen des weltweiten Aktionstags von Frauen, Lesben und Trans*Personen am 8. März einen feministischen Radio-Marathon (#MaratonaRadialFeminista) veranstalten.  […]


Kolumbien

Chocó: Paramilitärs dringen in Dorf ein

200 Paramilitärs der Autodefensas Gaitanistas de Colombia sollen am Morgen des 3. März in die afrokolumbianische Gemeinde Peña Azul eingedrungen sein. Das berichtet die Menschenrechtskommission des “Congreso de los Pueblos”, ein Zusammenschluss von Basisbewegungen in Kolumbien. Peña Azul liegt in Alto Baudí im nordwestlichen Department Chocó. Nach Angaben des Congreso de los Pueblos hätten die Paramilitärs um sich geschossen und sich Gefechte mit Aufständischen der ELN (Ejército de Liberación Nacional) geliefert. […]


Indigener mit Protestplakat
Mexiko

Indigene in Oaxaca lehnen Megaprojekte ab

An der Küste Oaxacas, im Südwesten Mexikos, leben verschiedene indigene Gemeinden wie Mixtek*innen, Chatinos und auch Afro-Mexikaner*innen. Sie lehnen Projekte ab, die auf ihrem Land umgesetzt werden sollen und „Tod und Landraub mit sich bringen“ und sehen sich verpflichtet, ihr Land zu verteidigen. Das erklärte der Rat der Vereinten Gemeinden zur Verteidigung des Flusses Río Verde Copudever (Consejo de Pueblos Unidos en la Defensa del Río Verde). […]


Aktivist
Honduras

Erneut indigener Aktivist ermordet

José de los Santos Sevilla, Angehöriger und Anführer der Tolupán, wurde in der Nacht des 17. Februar in Orica, 120 Kilometer nordwestlich der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa umgebracht. Die Täter*innen sind nicht bekannt. Wie der Bürgermeister der Gemeinde, Alexander Rodríguez, bestätigte, drangen fünf schwer Bewaffnete in Sevillas Haus im Viertel La Ceiba ein und töteten ihn mit mehreren Schüssen. Rodríguez bat den honduranischen Präsidenten Juan Hernández um Unterstützung, damit die entsprechenden Ermittlungen durchgeführt würden, da das Tatmotiv unbekannt sei.  […]


drei indigene Frauen
Mexiko

Generalstaatsanwaltschaft entschuldigt sich bei indigenen Frauen

Späte Wiedergutmachung wurde drei indigenen Frauen für ein ihnen durch den mexikanischen Staat zugefügte Unrecht zuteil. Ende Februar entschuldigte sich die Generalstaatsanwaltschaft öffentlich dafür, sie aufgrund falscher Anschuldigungen angeklagt zu haben. Jacinta Francisco, Alberta Alcántara und Teresa González wurden im März 2006 für ein nie begangenes Verbrechen angeklagt und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die drei Frauen verbrachten mehr als drei Jahre im Gefängnis, bevor der Generalstaatsanwalt die Vorwürfe gegen sie im September 2009 endgültig fallen ließ. […]


schild
Mexiko

Ein Jahr Mexfem: Ziviler Einsatz gegen Feminizid im Bundesstaat Mexiko

Vor einem Jahr haben Familienangehörige von Feminizid-Opfern und zivile Organisationen im Bundesstaat Mexiko (Estado de México) die erste Bürgerliche Beobachtungsstelle gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Verschwindenlassen und Feminizid im Bundesstaat Mexiko (Observatorio Ciudadano en contra de la Violencia de Género, Desaparición y Feminicidio), kurz: Mexfem, gegründet. Hintergrund ist die institutionelle Leere und Ineffizienz des Justizsystems und Rechtsstaates, die den Bundesstaat Mexiko zum gefährlichsten Bundesstaat für Frauen machen. […]


Indigene Frau protestiert
Peru

„Erdöl ist nicht gleichbedeutend mit Entwicklung“

2016 ist für die peruanische Umweltgeschichte aufgrund des Erdölvorkommens in den Amazonasgebieten ein einschneidendes Jahr gewesen. Die Flussgebiete der Flüsse Marañón (Amazonasregion) und Morona (Region Loreto) mitsamt den von ihrem Wasser abhängigen indigenen Gemeinden wurden einer unmittelbar bevorstehenden Ölverschmutzungsgefahr ausgesetzt. […]


Zwei Frauen
Uruguay weltweit

Interview mit Karin Nansen, Vorsitzende von Friends of the Earth International

Friends of the Earth ist ein internationaler Zusammenschluss von 76 Verbänden, die unter einem gemeinsamen Programm arbeiten. Die Säulen ihrer Arbeit seien Widerstand, Mobilisierung und Wandel, so Karin Nansen, die neue Vorsitzende von Friends of the Earth International. Die zu den bedeutendsten Umweltorganisationen der Welt zählende Initiative kämpfe vor allem für Ernährungssouveränität, Energie- und Klimagerechtigkeit, wirtschaftliche Gerechtigkeit und Widerstand gegen den Neoliberalismus, sowie für Wälder und biologische Vielfalt. Über diese und andere Themen sprachen wir mit Karin Nansen. […]


Weltbank
Lateinamerika

Gewalt bleibt trotz Wirtschaftswachstums hoch

Alle 15 Minuten gibt es mindestens vier Mordopfer in Lateinamerika und der Karibik. Zwischen 2003 und 2011 galt diese Region als die gewaltsamste der Welt, mit 23,9 Ermordungen pro 100.000 Einwohner*innen. Während desselben Jahrzehnts erlebte die Region eine nie zuvor dagewesene Wirtschafts- und Sozialentwicklung; die extreme Armut sank um Durchschnitt auf 11, 5 Prozent, also auf weniger als die Hälfte.  […]


ermordete Aktivistinnen
Kolumbien

Ermordete Aktivistinnen: Frauen als militärische Zielscheibe

Fünf Aktivistinnen von sozialen Organisationen sind seit dem Inkrafttreten der Friedensverträge bereits ermordet worden. Die Nachricht von dem Portal ¡Pacifista! weist auf die enormen Herausforderungen hin, die der kolumbianischen Gesellschaft für einen wirklich dauerhaften Frieden für alle noch bevorstehen. Die erste Herausforderung besteht vielleicht darin, dass die Regierung den systematischen Charakter dieser Verbrechen anerkennt, die von paramilitärischen Gruppen ausgeführt werden und Frauen zur militärischen Zielscheibe machen. […]


Protest und Transparent
Deutschland Mexiko

Siemens will mehr in Mexiko investieren

Die Aussicht auf Gewinne in Mexiko ist offenbar wesentlich stabiler als die Befürchtung von Einbußen aufgrund von Aktionen der Trump-Regierung. Siemens-Vertreter*innen und der deutsche Botschafter in Mexiko, Viktor Elbling, versicherten dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo anlässlich der Unterschrift unter eine gemeinsame Absichtserklärung von Konzern und Minister über Investitionen, Mexiko sei „nicht alleine“. Obwohl bei dem Treffen der Name Trump nicht fiel, waren die Anspielungen deutlich. Siemens-Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser erklärte, „wir sind Freunde und Partner“. Im Kontext der angekündigten US-Wirtschaftsmaßnahmen kritisierte er „Populismus, Protektionismus und Nationalismus“.  […]


Kolumbien Lateinamerika Mexiko

2017 bereits 14 Menschenrechtsaktivist*innen ermordet

Die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) meldet die Ermordung von bereits 14 Menschenrechtsaktivist*innen in Lateinamerika seit Beginn des Jahres 2017. Die Einrichtung formulierte ihre „tiefe Sorge“ um diese Zahl, die sie als sehr hoch einschätzt. […]


Jugendliche
Kolumbien

Regierung muss Opfer der „falsos positivos“ entschädigen

Am 14. Februar gab das kolumbianische Verfassungsgericht bekannt, dass die Regierung sich nicht ihrer Verantwortung gegenüber den außergerichtlichen Hinrichtungen, den sogenannten „falsos positivos“ entziehen kann. Das Gericht wies darauf hin, dass die „falsos positivos“ einen Verstoß gegen völkerrechtliche Verträge darstellen. Die Regierung sei den Angehörigen der Opfer verpflichtet, einen wirksamen Rechtsbehelf zu garantieren, um die verursachten moralischen und materiellen Schäden wiedergutzumachen. […]