Mexiko

Kinderheirat: Der Weg in den Abgrund


Von Soledad Jarquín Edgar

Foto: Semlac

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Oaxaca-Stadt, 8. August 2016, semlac).- Flor ist 38 Jahre alt und hat fünf Kinder. Seit ihrem achten Lebensjahr hatte Florecita auf die Kinder anderer Leute aufgepasst. Eines Tages beschloss ihre Mutter, aus Pluma Hidalgo wegzugehen, einer Ortschaft in der Sierra Sur de Oaxaca. Sie lud ihre Habseligkeiten auf ein Maultier und machte sich auf in die Provinzhauptstadt, Oaxaca-Stadt. Aber Florecita sollte nicht mitkommen. „Bleib du mal hier, du hast hier wenigstens Arbeit“, sagte die Mutter ihr.

Weinend sah das Mädchen hinter ihrer Familie her, die zwischen den Bergen verschwand. Florecita blieb bei der Familie, für die sie arbeitete, und war dort verschiedensten Misshandlungen ausgesetzt.

Zwei Jahre später schickte die Mutter nach ihr, aber eigentlich nur, weil eine Frau in ihrem neuen Wohnort in Mexiko-Stadt eine Haushaltshilfe suchte. Nach sechs Monaten wurde Florecita wieder bei ihrer Mutter abgeliefert, zusammen mit einem Arbeitslohn von 150 Pesos – „ein Haufen Münzen“.

Nun war Florecita wieder bei ihrer Familie und passte auf ihre drei jüngsten Geschwister auf. Dabei lernte sie ihren zukünftigen Ehemann kennen, mit dem sie nach einem Streit von Zuhause weglief. Weil sie zu spät von einer Tanzveranstaltung nach Hause gekommen war, wurde sie von ihrer Mutter und von ihrem älteren Bruder geschlagen und beschimpft. „So bist du nichts mehr wert“, warf ihre Mutter ihr vor, während ihr Bruder ihr Schläge verpasste. „Ich wusste ganz genau, dass nichts Schlimmes passiert war“, sagt Florecita heute.

Mit 13 schwanger, der Freund Alkoholiker

Solange sie noch keine 13 war, sei das Leben rosig gewesen, zumindest im Vergleich zu dem, was dann kam, nachdem sie mit 13 mit ihrem Mann davongelaufen war. Dieser hatte mit seinen 19 Jahren bereits ein Alkoholproblem, ließ sie tagelang allein, ohne Geld für Essen, und das, obwohl sie zu dem Zeitpunkt bereits schwanger war. Während ihr Bauch immer weiter wuchs, träumte Florecita in diesen endlosen Stunden voller Hunger und Einsamkeit davon, als Sekretärin in einem Büro zu arbeiten.

24 Jahre nach der Geburt ihrer ersten Tochter erinnert sich die heute 38-jährige Flor immer noch, wie die Schwestern im Krankenhaus zu ihr sagten: “Und was jetzt? Jetzt heult das Kind, und die Mutter und der Vater heulen auch? Da hier ist kein Spiel. Jetzt habt ihr eine Puppe aus Fleisch und Blut.“

Kinderehen großes Problem für junge Frauen in Mexiko

Nach Angaben des Nationalen Instituts für Statistik und Geographie INEGI (Instituto Nacional de Estadística y Geografía) wurden im Jahr 2015 allein in Oaxaca 29 Kinder unter 15 Jahren verheiratet. „Das ist nichts im Vergleich zu den unregistrierten Partnerschaften, wo Mädchen gezwungen werden, mit dem Mann zu leben, der oftmals auch gar nicht älter ist als das Mädchen“, erklärt Ximena Avellaneda Díaz, Leiterin des Zentrums zur Schulung von Führungskräften und Gemeindeverwaltung des Förderprogramms GESMujer.

Das größte Problem der Mädchen und heranwachsenden Frauen in Oaxaca seien die Lebenspartnerschaften im Kindesalter. Dabei müsse noch nicht einmal eine Ehe nach zivilem oder religiösem Recht geschlossen werden, sondern die Verbindung werde von den Behörden und von der Gesellschaft toleriert und als gewöhnlicher Brauch betrachtet. In Workshops und Seminaren zum Thema Recht auf selbstbestimmte Fortpflanzung und Sexualität würden Bindungen im Kindesalter oder, wie in diesem Fall, Kinderehen als wiederkehrendes Problem betrachtet. Besonders problematisch ist, dass Lebenspartnerschaften im Kindesalter, anders als Kinderehen, nicht offiziell registriert werden.

Dazu weist Avellaneda Díaz auf ein weiteres Problem hin: Ein Großteil der jungen Mädchen wird an Männer zwangsvergeben, die um vieles älter sind als sie selbst, was das weitere Leben der Mädchen auf Schwerste beeinträchtigt. Sie werden praktisch sofort schwanger und müssen deshalb die Schule verlassen, und nicht selten erleben die Mädchen häusliche Gewalt.

Viele Zwangsverheiratungen von Mädchen nicht registriert

In den offiziellen Statistiken sind die Partnerschaften und Hochzeiten der ganz jungen Mädchen gar nicht erfasst. zwölfjährige verheiratete Mädchen tauchen in der Gruppe der zwölf- bis 19-jährigen auf, während die zehn- und elfjährigen gar nicht erst registriert werden.

Laut der Volkszählung 2015 sind in der Gruppe der zwölf- bis 19-jährigen 6,5 Prozent ledig, während 8,4 Prozent verheiratet sind oder in einer festen Bindung leben. Nach Erkenntnissen von Leticia Briseño Maas, Forscherin an der Universidad Autónoma Benito Juárez de Oaxaca (UABJO), entstehen diese Bindungen häufig unter Zwang, und häufig sind auch Kinder zwischen neun und 13 Jahren davon betroffen.

Bildung kann Müttersterblichkeit verringern

Avellaneda Díaz verweist genau wie Briseño Maas darauf, dass Bildung eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass Kinder und Jugendliche sich entscheiden können, Heirat und Mutterschaft auf später zu verschieben. Briseño Maas, Gründerin der Abteilung Gleichheit und Gender an der UABJO und ehemalige Sekretärin der Universität erklärt, dass die Mädchen sich anders entscheiden würden, wenn sie über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und die Müttersterblichkeit Bescheid wüssten.

Im Jahr 2011 gab das Netzwerk für sexuelle und reproduktive Rechte Ddser (Red por los Derechos Sexuales y Reproductivos) bekannt, dass bei Frauen unter 20 Jahren die Müttersterblichkeit bei 69,1 auf 100.000 Lebendgeburten liegt. Bezogen auf Frauen jeden Alters lag die Müttersterblichkeit in Oaxaca 2015 bei 46,7 pro 100.000 Frauen.

Die Forscherin weist darauf hin, dass durch Kinderheirat die Armut von einer Generation zur nächsten vererbt wird: Die Kinder haben schlechtere Zukunftsperspektiven, hören mit der Schule auf, und außerdem besteht eine größere Gefahr, emotionale, physische und/oder sexuelle Gewalt zu erleben. Häufig werden Mädchen auch deshalb so jung verheiratet, weil dann die Mitgift besonders hoch oder besonders niedrig ist, je nachdem.

Mädchen als Tauschware

Manchmal werden Mädchen auch als “Tauschware” angesehen. Sie stehen in der Hierarchie weit unten, tragen zum Einkommen der Familie bei und werden Eigentum des Ehemanns. Zudem ist die Kinderehe oder frühe Partnerschaft eine Alternative gerade für arme Familien. Die eigene Familie muss nun nicht mehr für die Töchter aufkommen und betrachtet sie aufgrund der Heirat als abgesichert.

Komplizenschaft zwischen Behörden und Gesellschaft

So wurde ein 13-jähriges Mädchen mit einem Maurer verheiratet. Die Behörden tolerierten die Verbindung, obwohl das Kind physischen Angriffen und sexueller Gewalt ausgesetzt war. Zweifelsohne, so die Forscherin, bestehe eine Komplizenschaft zwischen den Behörden, den Kirchen und der Gesellschaft.

Die Forscherin erinnert sich, wie sie im Jahr 1999, während ihrer Arbeit in Coesida, an einer Schulung teilgenommen hat. „Ein Arzt hielt einen Vortrag über sexuell übertragbare Krankheiten und präsentierte den Fall eines neunjährigen Mädchens, das mit humanen Papillomviren infiziert war. Das Kind war von Ehemann angesteckt worden; außerdem, so der Arzt, wurde dem Mädchen wiederholt Gewalt angetan. Da dachte ich, daß hinter dem klinischen Befund doch das Leben eines Mädchens steht. Diese Erkenntnis hat auf jeden Fall meine spätere Arbeit geprägt.“

Viele Gründe für Zwangsehen

Die Gründe, die Mädchen und Jugendliche zu einer Ehe zwingen, seien vielfältig, so die Leiterin des Zentrums zur Schulung von Führungskräften und Gemeindeverwaltung des Förderprogramms GESMujer. Die Entscheidung treffen oft nicht sie selbst, sondern ihre Familien; viele Mädchen wählen diesen Weg, um anderen Zwängen wie häuslicher Gewalt zu entgehen, oder weil sie in der Schule nicht zurechtkommen, oder einfach weil Kinderheirat in ihrem Umfeld nichts Unnormales ist. Fest stehe jedoch, dass auf die Heirat meistens unmittelbar eine Schwangerschaft folge, und dem seien die Mädchen weder emotional noch physisch gewachsen.

In Oaxaca haben laut der Initiative “Von A bis Z: keine gesetzliche Legitimierung der Kinderheirat” (De A a la Z, México sin matrimonio de niñas en la ley) 25,2 Prozent der Frauen zwischen 20 und 24 vor dem 18. Lebensjahr geheiratet. Damit gehört Oaxaca zu den acht mexikanischen Bundesstaaten mit dem höchsten Anteil an Kinderehen und rangiert hinsichtlich der Verheiratung von Jugendlichen unter 15 mit 5.09 Prozent auf Platz drei, übertroffen nur von Chiapas und dem nördlichen Bundesstaat Coahuila.

Mindestalter 18, ohne Wenn und Aber

Am 10. Dezember 2015 beschloss der Kongress eine Reform des Zivilrechts für den Bundesstaat Oaxaca, nach der das Mindestalter für Eheschließungen auf 18 festgesetzt und jede Ausnahmeregelung, Sondergenehmigung oder Ehedispens für Minderjährige abgeschafft wurde. Vor der Reform konnten beide Eltern, oder nur der Vater oder die Mutter, die Großeltern oder der Vormund eine Sondergenehmigung ausstellen.

Der katholische Priester Alejandro Solalinde erklärt, dass das kanonische Recht sich dem Zivilrecht anpasst und ebenfalls von einem Mindestalter von 18 Jahren für die Eheschließung ausgeht. Werde ein Ehebund zwischen Minderjährigen nach religiösen Riten geschlossen, sei das Sakrament aufgrund des Kirchenrechts ungültig.

Wie Briseño Maas und Avellaneda Díaz ist auch Solalinde der Ansicht, dass Menschen, die jünger als 18 sind, nicht die nötige Reife besitzen, um eine solche Entscheidung zu treffen. Sollte das nicht beachtet werden, sei der Schritt zum Scheitern verurteilt.

Wer Kinder in eine Ehe zwinge, behindere ihren Reifeprozess, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Für das Erwachsenwerden, die Entdeckung der eigenen Sexualität, zur Verortung innerhalb der Gesellschaft, zur Entwicklung von Verantwortlichkeit und Individualität brauche jeder Mensch Raum für sich. Andernfalls würden sie über das Stadium des verheirateten Kindes nie hinauswachsen, warnte Solalinde.
Priester, die die Verheiratung von Minderjährigen anerkennen, missachteten das Kirchenrecht, erklärte der Verfechter der Menschenrechte von Migrant*innen weiter.

Als er 1982 nach Oaxaca kam, berief man ihn in die Gemeinde von San Pedro Amuzgos. Dort war es gang und gäbe, dass die Eltern mit ihren Kindern zum Priester kamen, um sie verheiraten zu lassen. Ein Fall, der ihm besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist der des 12-jährigen Betito, den seine Familie mit einem Mädchen seines Alters verheiraten wollte. „Ich sagte: ‚Nein, das mache ich nicht‘, und erklärte ihnen, die beiden seien doch noch nicht einmal alt genug, um eine sexuelle Beziehung zu haben. Die Mutter meinte, das stimme, zur Zeit würden sie noch zusammen übernachten wie Bruder und Schwester, aber wenn der Moment gekommen sei, würden sie ein sexuelles Verhältnis haben. Trotzdem habe ich nein gesagt, und die Familie war sehr erbost“, erinnert sich Solalinde.

Generationensprung

Die Koordinatorin des Städtischen Frauenzentrums Ayuuk, Ana María Emeterio Martínez, erzählt in einem Interview, dass sie eine lang gehegte Familientradition durchbrechen musste, als es um ihre Verheiratung ging. Als ihre Oma klein war, gab es keine Schule. Die Generation ihrer Mutter konnte bis zur dritten oder vierten Klasse gehen, aber die Oma meinte, das sei unnötig, es würde ausreichen, „ihr einen guten Mann zu suchen“.

Ana María Emeterio hatte mehr Möglichkeiten. Sie ging zur Uni und machte einen Hochschulabschluss. Nun ist sie Anfang 30, seit zwei Jahren verheiratet und erwartet ihr erstes Kind. In den 50er Jahren war für Mädchen alles schwieriger. Die Lehrer wollten keine Mädchen in ihrer Schule. Sie beachteten sie nicht, prüften nicht ihre Hausaufgaben nach und bezogen sie nicht mit ein. Ihre gesamte Aufmerksamkeit widmeten sie den Jungs, erzählt Ana María Emeterio.

“Manche Frauen haben mir erzählt, das sei der Grund gewesen, warum sie mit der Schule aufgehört haben. Viele Mädchen mussten ewig weit laufen, um zur Schule zu kommen. Da man ihre Bemühungen kein bisschen wertschätzte, hörten sie bald wieder auf und heirateten.“ Die Generation vor ihr hatte Heiraten, Kinderkriegen und Haus hüten noch als gelungenen Lebenslauf betrachtet.

Emeterios Generation, gerade mal 27 Mädchen und Jungen, hatte mehr Möglichkeiten, zur Schule zu gehen. Mindestens fünf erwarben einen Hochschulabschluss. Alle außerhalb der Sierra Norte de Oaxaca, alles Frauen, erzählt sie voller Stolz, obwohl zwei von ihnen doch mit 16 heirateten und zwei weitere schwanger wurden und mit der Schule aufhörten.

Fast hätte sich die Geschichte ihrer Mutter und Großmutter an ihr wiederholt, erzählt Emeterio, wenn ihr Vater sie nicht gefragt hätte, ob sie den Jungen heiraten wolle, der um ihre Hand angehalten hatte, als sie gerade die höhere Schule begonnen hatte. “Ich war wütend und habe ihm geantwortet, ich würde diesen Jungen nicht einmal kennen. Mein Vater war beruhigt und sagte: „Keine Sorge. Wenn du nicht heiraten willst, dann heiratest du auch nicht.“

Großvater erschossen, Großmutter unter Druck

Bei ihrer Mutter lief die Geschichte anders. Der Großvater besaß Ländereien und sagte, seinen Töchtern werde es an nichts fehlen, daher sei es nicht nötig, dass sie zur Schule gingen. „Aber mein Großvater wurde auf Befehl eines Stammesführers getötet, als ihre Mutter zwölf war. Da ging ein Mann zu den Behörden und erklärte, dass er meine Mutter heiraten wolle, er arbeite nun schon seit drei Jahren auf dem Land meines Großvaters, das war schon so eine Art Forderung. Meine Großmutter sagte, ja, er arbeite auf den Kaffeefeldern, aber es gebe keinerlei Verpflichtungen, er bekomme Geld für seine Arbeit. Die Behörden gaben meiner Oma Recht, aber dann kam ein anderer Mann, der behauptete, er habe meiner Mutter schon den Verlobungsring geschenkt, dabei war sowas in der Sierra Norte de Oaxaca überhaupt nicht üblich. Meine Oma bestritt, eine Verpflichtung eingegangen zu sein. Diesmal beschlossen die Behörden, meine Mutter zu verhaften. Meine Oma sagte darauf, dann werde sie ins Gefängnis gehen, das Kind wisse von gar nichts.

Als sie sie einige Tage später wieder aus dem Gefängnis ließen, hatte meine Oma mittlerweise beschlossen, dass sie einen Mann für ihre Tochter finden müsse, denn für die beiden „allein“ sei die Lage doch zu gefährlich. Also machten sie einen Familienvertrag mit meinem Vater, der ein bisschen älter war.“

Ihre Eltern hatten ein wenig Zeit, einander kennenzulernen, so Ana María Emeterio, dann heirateten sie erst in der Kirche und dann auf dem Standesamt, obwohl ihre Mutter erst zwölf war. Die beiden bekamen 13 Kinder, drei oder vier weitere starben in den ersten Lebensjahren,
“Meine Mutter hat immer gesagt, dass sie sehr gern zur Schule gegangen wäre, aber ihr Großvater meinte, das sei alles nicht nötig, da sie ja sowieso erben werde. ‚Wofür lernst du denn‘, sagte er, ‚wir müssen nur einen guten Mann für dich finden, der dich ernähren und alles aufrechterhalten kann, was ich aufgebaut habe‘. Doch durch den Tod des Großvaters kam alles anders und das Leben ihrer Mutter habe sich beträchtlich verändert, erzählt Ana María Emeterio.

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