Autor*in: Marina Silva


Tischfaehnchen oder Schaerpe - heute findet die Stichwahl in Brasilien statt./ Foto: Aécio Neves, flickr, CC BY 2.0
Brasilien

Stichwahl in Brasilien im Zeichen der Konfrontation

von Andreas Behn (Berlin, 25. Oktober 2014, npl).- Viele Aktivist*innen und Vertreter*innen sozialer Bewegungen stellen derzeit ihre Kritik an der PT-Regierung hinten an, um zu verhindern, dass sie nach zwölf Jahren recht erfolgreicher Regierungsarbeit wieder abgewählt wird. Die Angst erklärt sich nicht nur aus den Umfragen, in denen Rousseff und ihr Herausforderer Aécio Neves von der PSDB fast gleichauf liegen. Erst zu Beginn dieser Woche konnte sich Rousseff einen kleinen Vorsprung arbeiten, vielleicht just wegen der zehntausenden Aktivist*innen, die plötzlich wieder für die PT auf die Straße gehen. […]


Amazonien Erdl Verschmutzung servindi
Brasilien

Wahlverlierer Umweltschutz

von Andreas Behn (Berlin, 15. Oktober 2014, taz).- Schon vor der Stichwahl um die brasilianische Präsidentschaft hat die Umwelt verloren. Die Agrarlobby, die größte parteiübergreifende Interessenvertretung im Parlament, hat bei der Wahl Anfang Oktober kräftig hinzugewonnen. Die Abgeordneten vertreten die Interessen des Agrobusiness und der großen Bergbauunternehmen. Schwieriger wird damit die Lage für die Indigenas und die auf Förderung angewiesene ökologische Landwirtschaft. Im Amazonasgebiet wird die Abholzung weitergehen, wahrscheinlich noch schneller als bisher. […]


Rousseffs wahlkampf in besseren Zeiten. Foto: Archiv
Brasilien

Rousseff in der Defensive

von Andreas Behn (Berlin, 13. Oktober 2014, taz).- Die Stimmung in Brasilien ist gespannt. Viele reden von einem Umbruch, der notwendig ist und endlich bevorsteht. Andere sind verunsichert, sie haben Angst, etwas Wichtiges könnte verloren gehen. Es herrscht Wahlkampf, in knapp zwei Wochen wird eine Stichwahl über die zukünftige Präsidentschaft entscheiden. […]


Rousseffs wahlkampf in besseren Zeiten. Foto: Archiv
Bolivien Brasilien Lateinamerika Uruguay

Entscheidender Monat für Brasilien, Bolivien und Uruguay

von Andrés Mora Ramírez (Quito, 25. August 2014, alai).- Im Oktober 2014 finden in Brasilien (5.), Bolivien (12.) und Uruguay (26.) Präsidentschaftswahlen statt. Diese folgen auf die bereits in diesem Jahr in den Ländern Costa Rica, El Salvador, Panama und Kolumbien stattgefundenen Wahlen. Deren Ergebnisse spiegeln im Allgemeinen die Tendenzen wieder, die man im Laufe dieses Jahrhunderts in Lateinamerika beobachten kann: Das Fortschreiten der linken und Mittel-Links-Bewegungen, genauer gesagt in El Salvador und Costa Rica (allerdings mit relativ geschwächten Ämtern der Präsidenten aufgrund der Zusammensetzung des Parlaments und den geerbten Einschränkungen des vor drei Jahrzehnten eingeführten neoliberalen Modells). In Panama und Kolumbien wurde die Macht der Rechten bestätigt, die aber aufgrund ihrer eigenen Widersprüche und Interessenskonflikte untereinander zerstritten sind – was besonders in Kolumbien deutlich wurde, bei dem Phyrrhussieg von Präsident Juan Manuel Santos über den Kandidaten von Álvaro Uribe Vélez. […]


Von links nach rechts: Marina Silva. Foto: Archiv
Brasilien

Marina Silva: Brasiliens Umweltpolitik im Rückwärtsgang

von Andreas Behn (Berlin, 16. April 2012, npl).- „Unter der Regierung von Dilma Rousseff gibt es in der brasilianischen Umweltpolitik erstmals seit 20 Jahren Rückschritte“, erklärte die ehemalige Umweltministerin Marina Silva. Im Interview mit dem Internetportal Terra nannte sie das Beispiel des neuen Waldgesetzes (Código Florestal), das seit Monaten im Kongress debattiert wird. Der Entwurf des Waldgesetzes schränke „auf allen Ebenen den Schutz der Umwelt ein, erlaubt Abholzung in geschützten Gebieten und belohnt sogar noch diejenigen, die abgeholzt haben,“ kritisierte die renommierte Umweltpolitikerin. […]