Tägliche Archive: 6. Juni 2019


Argentinien

Todesflüge: 4.000 Menschen ins Meer geworfen

Der ehemalige Militärangehörige Nelson Ramón González hat als Zeuge im sogenannten Fall Contraofensiva ausgesagt. In dem Fall werden Menschenrechtsverbrechen der Jahre 1979 und 1980 aufgearbeitet, die während der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) begangen wurden. Mit seiner Aussage hat González grundlegende Kenntnisse über die „Todesflüge“ beigesteuert und wie das Militär bei Entführungen, Folter und Verschwindenlassen vorgegangen ist. […]


Guatemala Mexiko

Mexiko verstärkt Grenzkontrollen

400 Beamte der mexikanischen Bundespolizei wurden an die Südgrenze nach Guatemala verlegt, um dort gemeinsam mit der Nationalen Migrationsbehörde INM die Grenzkontrollen zu verstärken. Die Regierung gab den Befehl, nachdem eine weitere Karawane von Migrant*innen aus Zentralamerika die mexikanische Grenze überschritten hatte. Laut lokalen Quellen hat der Anstieg der Grenztruppen auch mit den Verhandlungen zwischen Mexiko und den USA wegen des befürchteten Anstiegs der Zölle auf mexikanische Produkte zu tun. […]


Kolumbien

Paramilitärischer Angriff in Antioquia

Am 3. Juni sind bewaffnete und schwarz uniformierte Männer mit Booten in den Bezirk El Guaimaro nahe der Gemeinde Cáceres eingedrungen und haben vier Menschen erschossen, darunter einen Minderjährigen. Die Gemeinde Cáceres liegt in der Region Bajo Cauca, einem Teil des kolumbianischen Departments Antioquia. Der Angriff ist der jüngste in einer Serie von Attacken, denn seit einiger Zeit kämpfen die paramilitärischen Organisationen Caparrapos und die Gaitanistischen Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens AGC (Autodefensas Gaitanistas de Colombia) um die Kontrolle über den Bajo Cauca und die dortigen Drogenrouten, den informellen Bergbau und die Schutzgelderpressung. […]