Monatliche Archive: Juni 2018


Mexiko

Mexiko: Wasserprivatisierung per Dekret

Per Dekret hat der mexikanische Präsident 300 geschützte Wasserreservoirs zur wirtschaftlichen und städtischen Nutzung freigegeben. Die Erlasse gehen über die Rechte der ländlichen und indigenen Gemeinden auf Trinkwasserversorgung hinweg. […]


Nicaragua

Nicaragua: Blutiger Angriff auf Zivilist*innen in Masaya

Am 19. Juni 2018 kommt es in der ca. 30km südlich von Managua gelegenen Stadt Masaya erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegner*innen und Regierungskräften, die von gewalttätigen zivilen Gruppen unterstütz werden. Es gab mindestens sechs Tote und 35 Verletzte, denen medizinische Hilfe von den Regierungstruppen versagt wurde. […]


Chile

Neue Hoffnung: Besetzte Siedlung besteht seit drei Jahren

Vor über drei Jahren wurde in der chilenischen Gemeinde Concepción eine leerstehende Siedlung besetzt und wächst seitdem stetig an. Die Besetzung, die auch unter dem Namen „Neue Hoffnung“ (Nueva Esperanza) bekannt ist, umfasst mehr als 70 Wohneinheiten, die im Besitz der Entwicklungsbank (Banco del Desarrollo) und von Immobilienfirmen sind. Aktuell leben dort circa 300 Menschen, darunter Erwachsene und Kinder. […]


Nicaragua

Nicaragua kommt nicht zur Ruhe

Nicaragua kommt nicht zur Ruhe. Im Gegenteil, es sieht sogar so aus, als wenn die Situation dort immer schlimmer wird. Die anhaltende Repression im Land sorgt zunehmend auch für Gegengewalt, die Zahl der Toten seit dem 18. April ist bereits auf 200 gestiegen. Die Lage ist unübersichtlich, die Desinformation überall. Hier der Versuch einer Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse: […]


Argentinien Chile Deutschland Kolumbien Lateinamerika Nicaragua

onda-info 436

in Lateinamerika war in den letzten Wochen mal wieder einiges los. Zunächst präsentieren wir euch eine positive Nachricht: Am 14 Juni wurde vom argentinischen Parlament endlich die Legalisierung der Abtreibung beschlossen. Wir haben dazu ein paar Fakten zusammen gestellt. Danach geht es nach Nicaragua. Die anhaltende Repression im Land sorgt zunehmend auch für Gegengewalt, die Zahl der Toten seit dem 18. April ist bereits auf 200 gestiegen. Die Lage ist unübersichtlich, die Desinformation überall. Wir versuchen trotzdem, euch einen Überblick zu verschaffen. Und in Kolumbien hat es wieder nicht gereicht: 42 Prozent für den linken Präsidentschaftskandidaten Petro waren nicht genug. Iván Duque, Vertreter des konservativen Establishments und Ziehsohn von Hardliner Uribe, wird der nächste Präsident. Das bedeutet für den Friedensprozess nichts Gutes; allerdings war vom Frieden in vielen Provinzen eh nicht viel zu spüren. Bereits vor den Wahlen haben wir darüber mit zwei Aktivist*innen aus der kolumbianischen Provinz Bolívar gesprochen. […]


Jeff Sessions
Mexiko Mittelamerika USA

Häusliche Gewalt und Bandenkriminalität sollen kein Asylgrund mehr sein

Der US-Justizminister Jeff Sessions hat am 11. Juni angekündigt, dass häusliche Gewalt zukünftig kein Grund mehr sein solle, um Asyl in den USA zu beantragen. Diese Entscheidung könnte eine weitreichende Verschärfung der US-Einwanderungspolitik bedeuten, die vor allem tausende Frauen betreffen könnte, die vor allem aus Zentralamerika vor geschlechtsspezifischer Gewalt flüchten müssen. Sessions hat einen Präzedenzfall annulliert, den ein Berufungsgericht 2014 geschaffen hatte. Damals war der Guatemaltekin Amina Cifuentes Asyl gewährt worden, die in die USA geflohen war, nachdem sie jahrelang von ihrem Ehemann brutal geschlagen worden war. […]


Semana
Kolumbien

Duque und Petro im Wahlkampf-Endspurt

Iván Duque, Kandidat der rechten Partei Centro Democrático und von Ex-Präsident Álvaro Uribe auserkoren, führt in den Wahlumfragen zur zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien, die am 17. Juni stattfindet. Laut den letzten Wahlumfragen wollen ihn zwischen 45 und 57 Prozent der Stimmberechtigten wählen, während der Linkskandidat Gustavo Petro vom Bündnis Colombia Humana zwischen 34 und 37 Prozent der Stimmen liegt. Er wird voraussichtlich in der Hauptstadt Bogotá gewinnen, deren Bürgermeister er war. […]