Tägliche Archive: 2. November 2014


Deutschland Mexiko

43-stündige Kundgebung vor mexikanischer Botschaft in Berlin fordert Verschwundene lebend zurück

Zum Día de la Muerte, dem Tag des Gedenkens an die Toten, am 31.10. veranstaltete die deutsch-mexikanische Organsiation Mexico Via Berlin eine Dauerkundgebung vor der mexikanischen Botschaft in Berlin: 43 Stunden lang von Freitags 5 Uhr morgens bis Samstag kurz vor Mitternacht sind sie geblieben. Jede volle Stunde haben sie alle Namen der am 26.September verschwundenen Studenten aus dem mexikanischen Ayotzinapa verlesen, das gemalte Bild eines der Verschwundenen niedergelegt und die Biografie eines einzelnen dieser jungen – jetzt verschwundenen – angehenden Grundschullehrer vorgelesen. Weitere Infos unter  https://twitter.com/MexicoViaBerlin und mexicoviaberlin.org Am Rande der Kundgebung konnten wir ein Interview mit Carlos Pérez Ricart von México vía Berlin führen, in dem er auch über die Zusammenarbeit der mexikanischen Regierung mit den Kriminellen Banden und die Verantwortung Deutschlands und der EU spricht. […]


Mexiko

Ein Oligopol: Kontrolle des Mais-Saatgutes

von Alejandro Espinosa Calderón* (Mexico-Stadt, 29. Oktober 2014, la jornada).- In Mexiko sind Fehler begangen worden, die dazu geführt haben, dass das Land sich nicht mehr selbst ernähren kann. Einer davon ist die Strategie, wie die Produzent*innen mit Saatgut versorgt werden. Dies ist ein grundlegender Faktor, der die Maisproduktion einschränkt. Das im Kontext des 1961 verabschiedeten Gesetzes über Produktion, Vermarktung und Zertifizierung von Saatgut geschaffene parastaatliche Unternehmen Nationaler Saatguthersteller (Pronase) stellte 2000 seine Arbeit ein. Pronase lieferte öffentliches Saatgut zu erschwinglichen Preisen. Damit sorgte es für ein Gleichgewicht im nationalen Saatgutsystem. Aufgrund externen Drucks gab die Regierung Pronase auf. Das spiegelte sich im Bundesgesetz über Produktion, Zertifizierung und Handel von Saatgut von 2007 wieder. Dieses war ein Ausfluss der Lobby-Arbeit der multinationalen Konzerne. […]


Mexiko

Monsanto droht weiter mit Genmais

(Berlin, 31. Oktober 2014, poonal).- Der Gentec-Konzern Monsanto schließt nach einem Bericht der Tageszeitung La Jornada nicht aus, einen speziell für den menschlichen Konsum gedachten sogenannten weißen Genmais zu entwickeln. Man richte sich darauf aus, den Markt und „die Bedürfnisse der Landwirte zu bedienen”, so die philanthropische Auskunft von Eduardo Pérez Pico, Direktor für Technologische Entwicklungen und Regulierungsangelegenheiten des Multis, gegenüber der Zeitung. Die Biotechnologie könne schließlich auf jede Art von Saatkörnern angewendet werden. Bisher setzt Monsanto in Mexiko auf die Genehmigungen für den großflächigen kommerziellen Anbau des sogenannten gelben Genmais. […]