Monatliche Archive: Januar 2010


Mexiko

Menschenrechtsaktivist*innen im Risikoeinsatz

(Lima, 27. Januar 2010, noticias aliadas).- Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat von der mexikanischen Regierung gefordert, den Menschenrechtsaktivist*innen bei ihrer Arbeit Schutz zu gewähren. Vor allem jene Aktivist*innen werden bei ihrer Arbeit mit Gewaltanwendung bedroht, die sich für die Menschenrechte der indigenen Bevölkerung einsetzen. […]


Álvaro Colom erkennt Lobo an

(Guatemala-Stadt, 23. Januar 2010, cerigua).- Wie am 23. Januar bekannt wurde, erkennt der guatemaltekische Präsident Álvaro Colom den Regierungschef von Honduras, Porfirio Lobo offiziell an. Noch im vergangenen November hatte Colom betont, dass es keinen Regierungswechsel geben könne, wenn nicht der gestürzte Präsident Zelaya wieder eingesetzt werde. Den Angaben zufolge sagte Colom nun, Lobo sei ein demokratisch gewählter Präsident und er, Colom, habe niemals Bedingungen gestellt außer dass er einen ehrenvollen Ausweg für Zelaya wünsche. […]


Haiti

Erdeben: Böses Erwachen

von Gotson Pierre(Quito, 25. Januar 2010, alai).- Es dauert noch, bis das Leben in Port-au-Prince und anderen Regionen Haitis wieder seinen normalen Gang gehen wird. Am 12. Januar wurde die Insel von einem 7,0 starken Erdbeben heimgesucht, bei dem unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen 100.000 und 200.000 Menschen ums Leben kamen. Eine Nachzählung des haitianischen Katastrophenschutzes ergab eine Liste von 112.250 Toten, 194.000 Verletzten und einer Mio. Obdachlosen. Die Schäden sind von katastrophalem Ausmaß. In Port-au-Prince, Léogane, Petit-Goave (im Süden der Hauptstadt) und Jacmel (Südosten) ist die Hälfte der Häuser zerstört. Die öffentlichen Betriebe und Einrichtungen, mitunter von zentraler Bedeutung für den Staat, sind nunmehr Ruinen. „Innerhalb einer Minute ist der Staat zum Erliegen gekommen“, gab der Präsident René Préval in einer nationalen Ansprache bekannt. „Wir sind alle Flüchtlinge“, erklärte er, und rief zur „organisierten Solidarität“ auf, „ohne Chaos, ohne Panik“. […]


Bolivien

Kritik am millionenschweren Amtsantritt

(La Paz, 12. Januar 2010, bolpress).- Für den Amtsantritt des wiedergewählten Präsidenten Evo Morales sind Kosten von einer Million US-Dollar angesetzt worden. Damit sollen die Festakte vom vergangenen 21. Januar in der Tempelruinenstätte Tiwanaku und in der Hauptstadt La Paz finanziert werden. Nach Angaben des Kulturministers Pablo Groux seien die Mittel für Sicherheitsmaßnahmen, das Protokoll sowie die Finanzierung von Festakten wie etwa den Inszenierungen im Stadion Hernando Siles in der Hauptstadt La Paz vorgesehen. […]


Ecuador

Indígena-Dachverband der Kichwa (ECUARUNARI) bricht Dialog mit der Regierung ab

(Buenos Aires, 08. Januar 2010, púlsar).- Der Indígena-Dachverband von Organisationen der Kichwa aus dem ecuadorianischen Hochland ECUARUNARI (Confederación de los Pueblos de Nacionalidad Kichwa del Ecuador) hat den Abbruch des Dialogs mit der Regierung von Präsident Rafael Correa bestätigt. Grund dafür sei der fehlende politische Wille der Regierung, den Dialog fortzusetzen und zu Übereinkünften zu kommen. […]


Haiti

Evo Morales fordert Einschreiten der UNO gegen US-Invasion in Haiti

(Buenos Aires, 20. Januar 2010, púlsar).- Als „ungerecht, inhuman und opportunistisch“ bezeichnete der bolivianische Präsident die Invasion von US-Soldaten unter dem Deckmantel humanitärer Hilfeleistung. Wie die bolivianische Nachrichtenagentur ABI berichtet, forderte Evo Morales die UNO auf, aus Anlass der aktuellen Lage in Haiti eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen. […]


Brasilien Europa

Protestdelegation wegen Umleitung des Flusses São Francisco in Europa

(Fortaleza, 20. Januar 2010, adital).- Eine Delegation indigener Völker aus dem Nordosten Brasiliens kommt nach Europa, um auf die Verletzung ihrer Rechte im Zusammenhang mit der Umleitung des Flusses São Francisco aufmerksam zu machen. Vom 24. Januar bis zum 6. Februar 2010 werden Delegierte nach Italien, in die Schweiz, nach Belgien und nach Frankreich reisen. […]


Nazis blockieren

Der Nachrichtenpool Lateinamerika beteiligt sich am breiten Bündnis gegen den Naziaufmarsch. Der 1. Mai ist der Tag, an dem weltweit für gleiche Rechte und für ein besseres Leben für alle Menschen demonstriert wird. Der Tag, an dem für ein Leben ohne Krieg, Ausbeutung, Sexismus, Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Trans*menschen, Rassismus und Antisemitismus gekämpft wird. Der Tag für ein schöneres Leben und ganz sicher eines  […]


alt

Enlazando Alternativas

Wir berichten aus Madrid!Radio onda (eventuell klappt`s noch) mit einem Livestream im Internet            von 14:30 bis 15:00 Uhr www.foroderadios.orgAnsonsten findet ihr Beiträge unter: www.npla.de/ondaRadio matraca desde berlín produziert Beiträge aus Madrid, die ihr unter     jederzeit unter www.npla.de/matraca anhören könnt.     Im Vorfeld des EU-Lateinamerika-Gipfels findet vom 14. bis 18. Mai in  […]


alt

I Shop Fair

27. April 19 Uhr – Berlin Arbeitsrechte in der IT-Industrie in Zeiten der Krise – Das Beispiel Mexiko Computer, Handy & Co. gibt es nahezu in jedem Haushalt. Rube und Mery, zwei Mexikanerinnen, die in der dortigen IT-Industrie arbeiten, zeigen die Probleme auf, die durch den schnelllebigen Konsum von Computer, Handy & Co. entstehen: Arbeiter*innen in den Produktionsstätten zahlen den Wechsel zum neusten  […]


Guatemala

Colom im Fall Rosenberg entlastet

(Lima, 15. Januar 2010, noticias aliadas).- Acht Monate hat die Internationale Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala CICIG (Comisión Internacional contra la Impunidad en Guatemala) im Fall Rosenberg ermittelt. Nun kam die aus Expert*innen aus elf Ländern bestehende Kommission zu dem Ergebnis, dass das Opfer, der Anwalt Rodrigo Rosenberg, seinen Tod selbst geplant hat. Präsident Álvaro Colom, seine Ehefrau Sandra Torres de Colom, Generalsekretär Gustavo Alejos und der Unternehmer Gregorio Valdez sind damit entlastet. […]