Tägliche Archive: 4. Oktober 2009


Chile

Puerto Montt und Isla Grande de Chiloé erhalten Schulungszentrum für Selbstverwaltung der Mapuche

(Fortaleza, 02. Oktober 2009, adital).- Die Mapuche–Organisation Consejo de Todas las Tierras eröffnet am 2. und 3. Oktober sowohl in der Stadt Puerto Montt als auch auf der Insel Isla Grande de Chiloé ein Schulungszentrum für Mapuche–Selbstverwaltung (Escuela para el Autogobierno Mapuche), in dem Führungskräfte der Mapuche aus– und weitergebildet werden sollen. Anliegen der Initiative ist die Durchsetzung der Artikel 3 und 4 der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker. In den beiden Artikeln ist das Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverwaltung der indigenen Völker festgeschrieben. […]


Britische Regierung setzt autonome Regierung wegen Korruption ab: Inselgruppe wieder britisches Protektorat

(Lima, 25. September 2009, noticias aliadas).- Nach offenkundlichen Beweisen von „systematischer Korruption“ und „administrativer Inkompetenz“, hat die britische Regierung Mitte August die Verfassung des karibischen Überseegebiets außer Kraft gesetzt und dadurch wieder die direkte Kontrolle über die Inselgruppe der Turks- und Caicosinseln übernommen. Die 32.000 Einwohner*innen sowie die Behörden unterstehen nun direkt dem Statthalter Ihrer Majestät in der Hauptstadt Cockburn Town, Gouverneur Gordon Wetherell. Damit sind die Inseln de facto nun wieder ein Protektorat Großbritanniens. […]


Argentinien

Sängerin Mercedes Sosa in kritischem Gesundheitszustand

(Havanna, 03. Oktober 2009, prensa latina).- Die 74-jährige „Stimme von América“ war am vergangenen 18. September ins Krankenhaus Sanatorio La Trinidad, im Department Chicligasta, Provinz Tucumán, eingeliefert worden. Ihr Gesundheitszustand hat sich seit dem 30. September jedoch so drastisch verschlechtert, dass sie in die Intensivstation verlegt wurde und künstlich beatmet werden muss, da Lungen und Herz sehr schwach sind. Sie wurde in ein künstliches Koma versetzt. […]


Honduras

Micheletti in Bedrängnis: Argrarinstitut geräumt – Proteste gehen weiter

von Kerstin Sack(, 01. Oktober 2009, ).- Nach Berichten lokaler Medien stößt der De–Facto–Präsident Micheletti mit dem Dekret zur Einschränkung der Meinungs– und Bewegungsfreiheit auf Widerstand im eigenen Lager. Zahlreiche Mitglieder der De–Facto–Regierung kritisierten das Dekret. Der Vizepräsident des Regimes erklärte, dass diese Vorgehensweise die Wahldurchführung bedroht. Auch einflussreiche Unternehmer kritisieren das Dekret. Außerdem fordern sie eine Wiedereinsetzung von Zelaya und die Entsendung von 3.000 UN–Blauhelmen, unter anderem aus Kolumbien. Das Land wird, ebenso wie gegenwärtig Honduras, von einer rechten Regierung geführt. Auch das oberste Wahlgericht hat die Einschränkung der demokratischen Freiheit verurteilt und fordert, dass die Maßnahmen zurückgenommen werden, um die Durchführung der Wahlen nicht zu gefährden. […]


Kuba

USA ist wichtigster Lebensmittellieferant für Kuba

von Daniel Vásquez(Lima, 17. September 2009, noticias aliadas).- Im September hat eine neue Etappe des Verhältnisses USA–Kuba begonnen: Anfang September hatte das US–Finanzministerium die Beschränkungen des privaten Geldverkehrs zwischen den beiden Staaten aufgehoben. Viele kubanische Haushalte sind auf Geld– und Lebensmittelsendungen ihrer Angehörigen aus den USA dringend angewiesen. Für die Geldsendungen aus den USA nach Kuba gibt es seitens der Vereinigten Staaten jetzt keine Begrenzung der Höhe mehr. […]


Honduras

Zwei weitere Mitglieder des Widerstandes in Honduras ermordet

von M. Daniljuk(Darmstadt, 04. Oktober 2009, amerika21.de).- Menschenrechtsgruppen und Vertreter*innen der Widerstandsfront in Honduras weisen darauf hin, dass in den vergangenen Tagen zwei weitere Mitglieder der Widerstandsfront ermordet wurden. Die Umstände der Verbrechen lassen befürchten, dass es sich um Auftragsmorde handelt. Der Lehrer Abelardo Fortín wurde am Samstag, nur wenige Meter von seinem Haus entfernt, von Unbekannten aus einem Auto heraus erschossen. Am Vortag wurde die Leiche eines anderen Mitglieds der Widerstandsfront im Westen von Honduras gefunden. Antonio Leiva war zuvor entführt worden. Das Komitee der Angehörigen von Verschwundenen COFADEH (Comité de Familiares de Detenidos Desaparecidos en Honduras) und das Zentrum für Folteropfer CPTRT (Centro para la Prevención, Tratamiento y Rehabilitación de las Víctimas de la Tortura y sus Familiares) erklärten, dass in beiden Fällen Hinweise auf ein gewöhnliches Verbrechen fehlen. Stattdessen müsse man davon ausgehen, dass die Opfer aus politischen Gründen ermordet wurden. […]