Monatliche Archive: Oktober 2009


Chile

Mapuche klagen staatliche Gewaltanwendung an

(Buenos Aires, 29. Oktober 2009, púlsar).- Die Arbeitsgruppe für die kollektiven Rechte der chilenischen Mapuche GTDC (Grupo de Trabajo por los Derechos Colectivos) wirft dem chilenischen Staat vor, systematisch Gewalt gegenüber den indigenen Gemeinden anzuwenden. […]


Puerto Rico

Wichtigster Streik seit 40 Jahren

(Lima, 29. Oktober 2009, noticias aliadas).- Am 15. Oktober fand in Puerto Rico ein Streik im öffentlichen Dienst statt, den die Gewerkschaften als „historisch“ bezeichneten. Mit dem Streik sollte gegen die Entlassung von 21.000 Staatsbediensteten protestiert werden. […]


Tempelhof y el Derecho a la Ciudad

A un año del cierre del aeropuerto Tempelhof Radio Matraca les acerca su nuevo programa que trata sobre los interrogantes que su cierre abre para la ciudad. El conflicto que surgió a partir del cierre de Tempelhof nos permite también contarles sobre diversas problemáticas que están enfrentando algunas partes de la población, y cómo se deja entrever aquí este nuevo reclamo: el del derecho a  […]


Peru

Peruanische Justiz strengt Strafverfahren gegen Geschäftsführer eines kommunitären Radios an

(Buenos Aires, 26. Oktober 2009, púlsar).- Das Primer Juzgado Mixto (Gericht erster Instanz mit verschiedenen Zuständigkeitsbereichen) der Region Alto Amazonas in Peru hat ein Strafverfahren gegen den Geschäftsführer von Radio Oriente, Geovanni Acate, angestrengt. Grund ist der Vorwurf, die Berichterstattung des Senders über den Streik der Indigenen im Mai habe die Gewalt erst angefacht. […]


Uruguay

Frente Amplio hat Mehrheit in beiden Parlamentskammern – Stichwahl zwischen Mujica und Lacalle

von Steffen Lehnert(Darmstadt, 27. Oktober 2009, amerika21.de).- Montevideo. Uruguay hat gewählt und nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse sahen sich beide Lager als Sieger. Das Linksbündnis, die Frente Amplio (FA) um Präsidentschaftskandidat José “Pepe” Mujica, hat mit gut 48 Prozent der Stimmen zwar die angestrebte absolute Mehrheit verpasst. Dennoch konnte die Linke mehr Stimmen auf sich vereinen, als die traditionellen Parteien zusammen. […]


Kolumbien

Messe ExpoKolumbien von Protesten begleitet

von Christian Kliver(Darmstadt, 28. Oktober 2009, amerika21.de).- Berlin/Bogotá. Zu Beginn der Wirtschaftsmesse “ExpoKolumbien” in Berlin hat der kolumbianische Gewerkschafter Rodolfo Vecino Acevedo die laufenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und seinem Land heftig kritisiert. […]


Bolivien

Ernennung von Goldberg erhärtet Vermutungen Boliviens

(La Paz, 27. Oktober 2009, bolpress).- Die kürzlich erfolgte Berufung des ehemaligen US-Botschafters in La Paz, Philip Goldberg, zum Leiter des Nachrichtendienstes des US-Außenministeriums (Assistant Secretary of State for Intelligence and Research) habe den Verdacht der bolivianischen Regierung erhärtet, Goldberg sei nach Bolivien gekommen, „um zu konspirieren“, so der bolivianische Vizepräsident Álvaro García Linera am 26. Oktober. „Es zeigt sich, dass wir es mit einer höchst gefährlichen Person zu tun hatten, deren Auftrag hier keinesfalls die Diplomatie war, sondern Konspiration und Geheimdiensttätigkeit. Diese Nominierung ist die Bestätigung dafür, dass die Entscheidung vom letzten Jahr, ihn auszuweisen, richtig war“, erklärte García Linera. […]


Guatemala

Abtreibung: Ein von Teilen der Gesellschaft verteufeltes Wort

(Guatemala-Stadt, 26. Oktober 2009, cerigua).- Für die Fundamentalisten sei Abtreibung ein abstoßendes Wort, äußerte sich Carolina Vásquez Araya in ihrer Kolumne „La palabra prohibida“ (das verbotene Wort) am 26. Oktober. Die Fundamentalisten verurteilten mit ihrer Haltung Tausende von Mädchen, jugendlichen und erwachsenen Frauen zum Tode, so die Autorin, indem sie ihnen eine angemessene sexuelle Erziehung verweigerten. Durch ihre Einflußnahme auf den Gesetzgeber werde jeder Fortschritt hinsichtlich der Rechte der Bevölkerungsmehrheit ausgebremst. […]


Kolumbien

2.077 Tote – Die kolumbianische Armee oder: Glanz und Glorie des Terrors

von José Hilario López Rincón(Quito, 27. Oktober 2009, alai).- Es ist immer wichtig, die Sachen beim Namen zu nennen. Was läuft wie eine Ente, schnattert und fliegt wie eine Ente, einen Schnabel hat wie eine Ente, schwimmt und kackt wie eine Ente, ist eine Ente. Kein Zweifel. Was hingegen große Ohren hat wie ein Esel, läuft wie ein Esel, eine Mähne hat wie ein Esel, Eselshufe hat und iaht wie ein Esel, ist ganz eindeutig ein… na? Ein Esel, richtig. So einfach ist das. […]


Guatemala

15.000 Geburten durch minderjährige Frauen in sechs Monaten

(Mexiko-Stadt, 22. Oktober 2009, cimac).- Die sexuelle und reproduktive Gesundheit ist Thema von mehr als einem Dutzend Gesetzen, der öffentlichen Politik sowie nationaler und internationaler Abkommen. Trotzdem werden in Guatemala immer noch Defizite auf diesem Gebiet festgestellt: So wurden im ersten Halbjahr 2009 15.000 der geborenen Kinder von minderjährigen Frauen zur Welt gebracht. […]


Costa Rica

EU–Kommission inspiziert Ananasplantagen in Costa Rica

von Fabian Kern(San José, 21. Oktober 2009, voces nuestras).- Anfang Oktober wurden die Exportunternehmen in Costa Rica von einer europäischen Kommission besucht, die Pestizidkontrollen in Früchten für den Export in die EU, vor allem bei Ananas, Melonen und Mangos durchführte. Die Kommission war besorgt wegen der Pestizidrückstände in Früchten aus Costa Rica. […]


Chile

Regierung lässt durch Bergbau betroffene Gletscher untersuchen

(Buenos Aires, 22. Oktober 2009, púlsar).- Die Chilenische Wasserdirektion des Ministeriums für Öffentliche Arbeiten (dirección de Aguas del Ministerio de Obras Públicas) wird eine Serie von Untersuchungen an den in unmittelbarer Nähe des Bergbauprojektes Pascua Lama anliegenden Gletschern durchführen. Die Gemeinden der Region beklagen die Umweltverschmutzung durch die Methoden des Abbaus von Edelmetallen. […]


Honduras

Medien des Widerstandes melden Mordüberfall und anhaltende Repression

(Buenos Aires, 22. Oktober 2009, púlsar).- Wie das Freie Radio des nationalen Volkswiderstands gegen den Staatsstreich in Honduras (Radio Liberada del Frente Nacional de Resistencia Popular al Golpe de Estado en Honduras) berichtet, wurden nach Aussagen einer Anwohnerin aus der Siedlung Ramón Amaya Amador in der Stadt Tegucigalpa am 20. Oktober vier Menschen aus dem Hinterhalt ermordet. Nach Angaben der Frau waren gegen 20 Uhr Schüsse in der Siedlung zu hören. Als die Anwohner*innen aus ihren Häusern traten, um zu sehen, was vorgefallen war, fanden sie die Leichen von vier jungen Männern. Bei den Opfern handelt es sich um den 20-jährigen José Alexander Rodas Osorto, den 28-jährigen Marco Antonio Dubón Flores sowie einen 20-jährigen Mann namens Cesar und seinen Bruder. In der Siedlung Montes de Bendición seien vermutlich weitere sieben Personen erschossen worden, so die Anwohnerin weiter. Genauere Angaben konnte sie jedoch nicht machen. Zu den Motiven für diesen Mehrfachmord sei nichts bekannt, heißt es in verschiedenen Medienberichten. […]


Argentinien

Argentinien: ein Schlaraffenland für die Erdöl- und Bergbauindustrie?

Mitten im 21. Jahrhundert kann niemand Würde haben, der kein Zugang zu Wasser, Elektrizität und Gas hat. Schaut mensch nach Argentinien, bekommt diese Aussage eine besondere Bedeutung. Seit den 90er Jahren siedeln sich dort zunehmend multinationale Erdöl- und Bergbaufirmen an, bauen ab, was abzubauen ist motiviert durch Steuervorteile und nicht existierende Umweltkontrollen. Und der argentinische Staat unterstützt diesen Raubbau an der Natur und an  […]


Argentinien Bolivien Kolumbien Paraguay USA

onda-info 220

Dieses onda-info steht mal wieder fast völlig im Zeichen der Ressourcennutzung und -konflikte. Unser erster Ressourcen-Beiträg dieser Sendung beschäftigt sich mit der Frage, welche Zusammenhänge es zwischen Elektroautos, Lithiumabbau in Bolivien, Umweltfragen und bolivianischer und internationaler Politik und Wirtschaft gibt. Hierzu haben wir Roberto Delgado, Spezialist für Entwicklung staatlicher Politik aus Bolivien befragt. Wer kennt den Gran Chaco? Dieses  […]


Kolumbien

Menschenrechtsaktivistin bei bewaffnetem Angriff schwer verletzt

(Fortaleza, 19. Oktober 2009, adital).- Die Menschenrechtsaktivistin und Vorsitzende des Bürgerkomitees für Menschenrechte der Region Meta, Islena Rey, wurde am Samstag, den 17. Oktober, Opfer eines lebensgefährlichen Angriffs. Rey war mit einem Boot auf dem Charco Malario, einem Zufluss des Río Guejar unterwegs. Der Ort des Vorfalls fällt in den Zuständigkeitsbereich der Polizei der Gemeinden Puerto Toledo und Puerto Rico in Kolumbien. Das Boot befand sich auf der Höhe von Charco Merejo, wo es sich nach einem Täuschungsmanöver dem Ufer genähert habe und dann auf die Besatzung geschossen wurde. […]