Tägliche Archive: 2. September 2009


Costa Rica

Wo Gold nicht glänzt – Tagebauprojekt im Norden gefährdet den wichtigsten Fluss Zentralamerikas

von Torge Löding(Berlin, 02. September 2009, npl).- (San José). „Meine Familie und ich wehren uns gegen die Goldmine, weil es nicht sein darf, dass ein transnationaler Konzern unseren Frieden zerstört“, sagt Rosa Goméz, Anwohnerin von Las Crucitas im Norden Costa Ricas, wo das Goldminentagebauprojekt Las Crucitas entstehen soll. Die Kleinbäuerin berichtet von zahlreichen lokalen und nationalen Protestaktionen, bei denen sie oder ihr Mann und die Kinder dabei gewesen sind. Bereits vor 17 Jahren installierte der transnationale Minenkonzern Vanessa Ventures mit Sitz in Kanada ein erstes Minencamp und begann mit der Erkundung der Goldvorkommen. Heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen Infinito Gold Ltd. und verfügt über erstklassige Kontakte in Politik und Wirtschaft. Präsident Oscar Arias erklärte, das Vorhaben habe „nationalen Belang“. Daran änderte auch der Skandal nichts, der im März aufgedeckt wurde. Es kam heraus, dass die Ehefrau des damaligen Umweltministers Roberto Dobles eine Geschäftsbeziehung mit dem Minenunternehmen unterhält. Dobles trat zurück; ein Bauernopfer. […]


Kolumbien

Radio als Werkzeug zum Leben: Radio Pa´yumat – Die Stimme der Indígenas im Cauca

von Paolo Moiola(Lima, 02. September 2009, noticias aliadas).- Die kolumbianische Bevölkerung wird von einem endlosen Bürgerkrieg gepeinigt, seit Jahrhunderten herrschen Armut und Ungerechtigkeit. In diesem Kontext müssen die Indígenas als Minderheit – sie stellen etwa ein Prozent von insgesamt 46 Millionen Einwohner*innen – mit allen Mitteln ihre Eigenheiten verteidigen und dabei oft ihr Leben aufs Spiel setzen. […]


Kolumbien

Weitere zwölf Awá ermordet – Amnesty International fordert Schutz für Indigene

(Buenos Aires, 02. September 2009, púlsar).- Im Morgengrauen des 26. August wurden zwölf Indigene der Awá von bewaffneten Männern in Uniformen der kolumbianischen Armee getötet. Die fünf Erwachsenen und sieben Kinder wurden im Schlaf überrascht. Das Massaker fand in dem indigenen Schutzort Gran Rosario in der Gemeinde Tumaco statt. Tumaco liegt in der südkolumbianischen Provinz Nariño, die wegen der dem Drogenhandel zugeschriebenen Verbrechen als hochgefährlich gilt. Laut dem Vorsitzenden des Dachverbandes der Indigenen in Kolumbien ONIC (Organización General Indígena de Colombia), Luís Evelio Andrade, operieren dort Guerilleros, Paramilitärs und die Armee. […]