Tägliche Archive: 26. Mai 2009


Brasilien

Öffentliches Gebäude in Gemeinschaftseigentum verwandelt

(Rio de Janeiro, 25. Mai 2009, púlsar).- Die „Residenz Utopie und Kampf“, das erste öffentliche Gebäude, das in Gemeinschaftseigentum überführt wurde, ist am 22. Mai in Porto Alegre eingeweiht worden. Der ehemalige Sitz des Sozialversicherungsinstituts (INSS) liegt im Zentrum der Stadt im Süden Brasiliens. […]


Lateinamerika Peru

Wirtschaftswissenschaftler kritisieren offizielle Daten zur Wirtschaftsleistung

von Lateinamerikanachrichten(Berlin, 26. Mai 2009, npl).- In Peru gibt es Kritik an den offiziellen Daten zum Wirtschaftswachstum. Nach Angaben des Nationalen Statistikinstitutes INEI wuchs die Wirtschaft des Andenlandes trotz der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise sowohl im Januar als auch im März dieses Jahres weiter mit mehr als drei Prozent, während sie im Februar stagnierte. Perus Wirtschaftsleistung hängt stark vom Export und von den Weltmarktpreisen für Metallerze ab: Und die sind seit dem letzten Jahr massiv eingebrochen. Zugleich wurden allein im Bergbausektor mehr als 10.000 Arbeiter*innen entlassen, Projekte und Investitionen verzögern sich. Nicht anders ist die Situation beim wirtschaftlich leistungsfähigeren südlichen Nachbarn Chile, dessen Ökonomie sich im wesentlichen auf die Förderung und den Export von Kupfer stützt. Doch Chile verzeichnet nun erstmalig seit 1999 im ersten Quartal eines Jahres mit einem Minus von knapp zwei Prozent eine schrumpfende Wirtschaftsleistung. […]


Venezuela

Arbeiter*innen besetzen deutsche Kaffeefabrik in Venezuela

von M. Daniljuk(Darmstadt, 26. Mai 2009, amerika21.de).- Am Montag, den 25. Mai, besetzten Mitarbeiter*innen des deutschen Unternehmens CAFEA eine Verarbeitungsanlage für Kaffee in Rubio, Venezuela. Der Ort liegt im östlichen Bundesstaat Táchira. Das Mutterunternehmen hatte die Anlage seit fünf Monaten stillstehen lassen, nachdem die Regierung sich geweigert hatte, eine Importerlaubnis für Kaffee auszustellen. Das deutsche Unternehmen wollte aus Costa-Rica Bohnen niedrigerer Qualität einkaufen, um diese in Venezuela verarbeiten zu lassen und die Produkte auf den Weltmarkt zu exportieren. Bei einer Nicht-Erteilung der entsprechenden Genehmigung soll der Konzern gedroht haben, das Werk zu schließen und das Land zu verlassen. Dies hätte für die 80 Arbeiter*innen und ihre Familien den Arbeitsplatzverlust bedeutet. […]