Tägliche Archive: 15. Februar 2009


Argentinien

Waldrodungen Hauptgrund für Überschwemmungen

(Rio de Janeiro, 13. Februar 2009, púlsar).- Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat nach einem Kontrollflug über die von Überschwemmungen betroffenen Gebiete in der Provinz Saltas, im Norden Argentiniens, festgestellt, dass die Waldrodungen die Absorptionsfähigkeit des Bodens beeinträchtigen und die Überschwemmungen fördern bzw. verursachen. […]


Haiti Schweiz

Schweiz spricht Haiti einen Teil von Baby Docs Geld zu

(Fortaleza, 13. Februar 2009, adital).- Die Schweizer Regierung hat rund sieben Millionen Franken eingefroren und die Rückgabe dieses Geldes an Haiti beschlossen. Das Geld gehörte dem auch unter dem Namen Baby Doc bekannten haitianischen Ex-Präsidenten und Diktator Jean Claude Duvalier. Er hatte das Geld, das er auf ein Schweizer Konto transferiert hatte, als sein Eigentum betrachtet. Die Entscheidung der Schweizer Regierung wurde von der haitianischen Plattform für Alternative Entwicklung PAPDA (Plataforma Haitiana en Defensa de un Desarrollo Alternativo) mit Freude aufgenommen. […]


Guatemala

Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Militär muss Akten herausgeben

(Rio de Janeiro, 13. Februar 2009, púlsar).- Die guatemaltekische Vereinigung für Wiedergutmachung und Gerechtigkeit AJR (Asociación para la Justicia y Reconciliación) hat auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass ein Gericht des Landes dem Militär die Herausgabe von Dokumenten angeordnet hat, die die Morde an Maya-Indígenas betreffen. […]


Mexiko

Zeitschrift Contralínea durchsucht

(Rio de Janeiro, 12. Februar 2009, púlsar).- Mindestens 25 bewaffnete Polizisten haben in Mexiko die Räumlichkeiten und Archive der Zeitschrift Contralínea durchsucht. Zosimo Camacho von Contralínea informierte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Púlsar, dass Beamte der Stadt Guadalajara und des Hauptstadtdistriktes an der Durchsuchung beteiligt waren. Der Durchsuchungsbefehl gehe auf eine Anzeige des Unternehmers Jesús Zaragoza López zurück. […]


Bolivien

Regierung im Streit mit Richtern

(Rio de Janeiro, 11. Februar 2009, púlsar).- Die bolivianische Justizministerin Celima Torrico hat bekannt gegeben, dass drei der elf Richter des Obersten Gerichtshofes des Landes mit sofortiger Wirkung ihre Position aufgeben müssen. Hintergrund sei, dass die im Januar mit rund 60 Prozent der Stimmen der Bevölkerung angenommene neue Verfassung des Landes eine maximale Amtszeit von sechs Jahren für die Richter vorsehe. Einige, so Héctor Sandoval, Jaime Ampuero und Enilse Ardaya, arbeiteten bald schon im zehnten Jahr am Obersten Gerichtshof. […]


Regierung beschuldigt die USA des Informationsdiebstahls

(Rio de Janeiro, 11. Februar 2009, púlsar).- Die ecuadorianische Regierung hat Bedienstete der US-Botschaft im Land beschuldigt, Informationen aus den Computern der spezialen Untersuchungseinheit UIES (Unidad de Investigaciones Especiales) der nationalen Polizei des Landes gestohlen zu haben. Die Vorwürfe wurden vom Minister für innere und äußere Sicherheit, Miguel Carvajal, geäußert, der die Vorkomnisse als „inakzeptabel“ beschrieb. […]


Kolumbien

Uribe weist erneut humanitäres Abkommen zurück

(Rio de Janeiro, 13. Februar 2009, púlsar).- Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe hat am Freitag, den 13. Februar, verkündet, er werde den Druck auf die Guerilla Bewaffnete revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens, FARC, weiter erhöhen. Damit wolle er erreichen, dass die von der FARC Entführten freigelassen würden. Er wies ein humanitäres Abkommen erneut zurück, für das sich die FARC einige Tage vorher erneut ausgesprochen hatten. […]


Panama

Grünes Licht für umstrittenes Goldabbauprojekt

(Lima, 12. Februar 2009, noticias aliadas).- Obwohl die Goldschürfarbeiten des kanadischen Konzerns Petaquilla Minerals in Panama bereits schwere Umweltbelastungen mit sich gebracht haben, will die panamesische Umweltbehörde ANAM (Autoridad Nacional del Ambiente) dem Unternehmen die Fortführung bzw. Ausweitung eines Goldabbauprojekts unter bestimmten Voraussetzungen genehmigen. So müsse Petaquilla Minerals 40 Bedingungen der ANAM erfüllen, bevor es mit dem Abbau von Gold in Molejón, in der im Norden Panamas gelegenen Provinz Colón, beginnen könne. Dies beschloss die Behörde am 26. November 2008. […]


Kolumbien

Friedensgemeinde erneut bedroht

(Fortaleza, 12. Februar 2009, adital).- Die Friedensgemeinde San José de Apartadó, die sich in der Region Urabá im Departement Antioquia im Nordwesten Kolumbiens befindet, hat erneut einen Versuch der 17. Brigade der kolumbianischen Armee angeprangert, die Einwohner*innen der Gemeinde zu erpressen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1997 leidet die Gemeinde unter anhaltender Verfolgung und Bedrohung durch die am Bürgerkrieg beteiligten bewaffneten Gruppen in Kolumbien, vor allem durch Paramilitärs. […]


Chile

Landgemeinden bekämpfen brasilianisches Kupfer-Minenprojekt

von Gabriel Canihuante(Lima, 12. Februar 2009, noticias aliadas).- Verschiedene Organisationen protestieren seit einiger Zeit gegen ein im Norden Chiles angesiedeltes Großprojekt des brasilianischen Bergbaumultis Companhia Vale do Rio Doce. Der in Lateinamerika bzw. Chile durch seine Tochtergesellschaft CMLA (Compañía Minera Latinoamericana) vertretene Konzern will jährlich 18.500 Tonnen raffiniertes Kupfer fördern und so seine Investitionen von insgesamt 102 Millionen US-Dollar in das Projekt wieder herein holen. […]


Nicaragua

Vom Sterben der Arbeiter*innen auf den Zuckerrohrplantagen

(Lima, 12. Februar 2009, noticias aliadas).- Mehr als 3.000 Arbeiter*innen des Zuckerrohranbaugebiets Ingenio San Antonio sind seit 1990 an chronischem Nierenversagen gestorben und mehr als 5.000 Arbeiter*innen leider derzeit unter dieser Krankheit, die auf den massiven Einsatz von Pestiziden und Insektenvernichtungsmittel zurückgeht. Das sind Zahlen, die die Nicaraguanische Vereinigung der von Nierenversagen Betroffenen ANAIRC (Asociación Nicaragüense de Afectados por Insuficiencia Renal Crónica) bekannt gab. ANAIRC veranstaltete aus diesem Grund am 9. März Protestmärsche in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua. […]


Mexiko

Kritik an offizieller Darstellung vor dem UN-Menschenrechtsrat

(Rio de Janeiro, 12. Februar 2009, púlsar).- Seit 2008 überprüft der UN-Menschenrechtsrat regelmäßig in einem auf englisch Universal Periodic Review genannten Verfahren die Menschenrechtslage einzelner Länder. Im Februar war Mexiko an der Reihe und die Darstellung, die die mexikanische Regierung anlässlich dessen bot, hat den Widerspruch zahlreicher Menschenrechts-NGOs im Lande hervor gerufen. […]