Tägliche Archive: 11. Juli 2008


Kolumbien

Drei minderjährige Indígenas durch Landminen getötet

(Buenos Aires, 08. Juli 2008, alc-poonal).- Das indigene Volk der Inkal Awá im Departement Nariño im Süden Kolumbiens hat der kolumbianischen und internationalen Öffentlichkeit besorgt mitgeteilt, dass am 27. Juni drei Minderjährige durch Antipersonenminen ums Leben gekommen seien. Die drei Jugendlichen lebten auf dem indigenen Territorium Las Planadas Telembi im Landkreis Samaniego. Wie die Organisation des Volkes der Awá UNIPA (Unidad Indígena del Pueblo Awá) erklärte, handelt es sich bei den Opfern um die Brüder Dumar Alexander Paí Nastacuas (15 Jahre), Leibar Paí Nastacuas (12 Jahre) und José Edilmer Paí Nastacuas (8 Jahre). Die drei Schüler waren am Abend des 27. Juni in der Nähe des Flusses Río Telembi beim Jagen und Fischen in ein von irregulären bewaffneten Gruppen gelegtes Minenfeld geraten. Die explodierenden Minen töteten die Kinder auf der Stelle. […]


Mexiko

Indígenas verhindern Räumung von Community-Radio

(Buenos Aires, 11. Juli 2008, púlsar).- Bewaffnete Bundespolizisten versuchten am 10. Juli das Community-Radio „Radio Ñomndaa“ in der autonomen Gemeinde Suljaa‘ im südlichen Bundesstaat Guerrero zu schließen. Anwohner verhinderten zwar den Abtransport der Sendeanlage, die Geräte wurden jedoch beschädigt. Radio Ñomndaa (Wort des Wassers) sendet seit dem Jahr 2004 für die im Bundesstaat Guerrero ansässigen Amuzgo-Indígenas. […]