Tägliche Archive: 22. Mai 2008


ECUADOR – VENEZUELA – USA: Streit um Luftraumverletzung

(Rio de Janeiro, 20. Mai 2008, púlsar).- Die ecuadorianische Außenministerin María Isabel Salvador hat am 19. Mai erklärt, dass es immer wieder zu Zwischenfällen an der Grenze zwischen Ecuador und Kolumbien komme. In den letzten Wochen seien mindestens zwei kolumbianische Hubschrauber unerlaubt in ecuadorianisches Territorium eingedrungen. Auch seien kolumbianische Wasserstreitkräfte in ecuadorianischen Gewässern gesichtet worden. […]


CHILE: Menschenrechtsorganisation fordert Namen von Folterern

(Rio de Janeiro, 19. Mai 2008, púlsar).- Die Vereinigung von Familienangehöriger politisch Hingerichteter AFEP (Agrupación de Familiares de Ejecutados Politicos) fordert die Offenlegung der Namen der Militärs, die während der Militärdiktatur von Augusto Pinochet in den Gefangenenlagern tätig waren. […]


HONDURAS: CIDH verurteilt Zustände in honduranischen Gefängnissen

(Fortaleza, 16. Mai 2008, adital).- Die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) hat in einer Pressemitteilung den gewaltsamen Tod von 27 Häftlingen in zwei honduranischen Gefängnissen verurteilt. In der Erklärung forderte die CIDH den honduranischen Staat dazu auf zu verhindern, dass sich in Zukunft derartige Vorfälle wiederholten. Die notwendigen Maßnahmen dazu seien in Angriff zu nehmen, auch angesichts der Tatsache, dass bereits in der Vergangenheit Häftlinge immer wieder zu Opfern von Gewalttaten wurden. […]


KOLUMBIEN: Verstärkt Proteste gegen die Auslieferung von Paramilitärs

(Fortaleza, 16. Mai 2008, adital).- Die internationale Wahrheitskommission in Kolumbien hat die Entscheidung des kolumbianischen Präsidenten Ávaro Uribe kritisiert, Paramilitärs an die USA auszuliefern. Laut der Organisation stelle diese Haltung eine Beleidigung des ethischen Bewusstseins der Menschheit dar. „Mit dieser Entscheidung entfällt die Möglichkeit, Gerechtigkeit für die Opfer von Verbrechen gegen die Menschlichkeit walten zu lassen.“ Am 13. März wurden 14 Paramilitär-Chefs zum Militärflughafen in Bogotá gebracht. Damit begann offiziell der Auslieferungsprozess an die USA. […]


MEXIKO: Filmstart von „Verdades que Matan“ von Morddrohungen begleitet

(Mexiko-Stadt, 21. Mai 2008, cimac).- Aktivistinnen der Organisation „Unsere Töchter sollen nach Hause zurückkehren“ NHRC (Nuestras Hijas de Regreso a Casa) aus Ciudad Juárez haben ihre Teilnahme an einer Werbekampagne für den Film „Verdades que matan“ (engl. Titel „Bordertown“, dt. Titel „Tödliche Wahrheiten“) abgesagt. Marisela Ortiz, Norma Andrade und Malú García Andrade, die den Vorführungen des Films beiwohnen sollten, hatten zuvor Morddrohungen via E-Mail und Mobiltelefon erhalten. „Jetzt ist die Bedrohung real“, bestätigte Ortiz. […]