Tägliche Archive: 10. April 2008


ECUADOR: Verfassunggebende Versammlung stellt sich gegen US-Stützpunkt in Manta

(Lima, 08. April 2008, noticias aliadas).- Die USA kompensierten den Rückzug vom Panamakanal im Jahr 1999, indem sie Abkommen zur Nutzung der internationalen Flughäfen Aruba und Curaçao in El Salvador abschlossen. Darüber hinaus pachteten sie für zunächst zehn Jahre den Flughafen Eloy Alfaro in der ecuadorianischen Küstenstadt Manta. Die Verfassunggebende Versammlung Ecuadors verabschiedete nun am 31. März einen neuen Artikel 5, der dieser Nutzung widerspricht: „Die Einrichtung von Militärstützpunkten und Anlagen mit militärischem Nutzen ist fremden Staaten nicht erlaubt. Militärstützpunkte im Inland können nicht bewaffneten oder ausländischen Truppen überlassen werden.“ […]


HAITI: Soziale Unruhen führen zum Sturz der Regierung

(Quito, 09. April 2008, alai-púlsar).- (Haiti/Ecuador, alai-púlsar-poonal)In Folge von Protesten, bei denen mindestens fünf Demonstranten und ein Blauhelmsoldat getötet wurden, ist der haitianische Premierminister Jacques Edouard Alexis am 12. April vom Senat abgesetzt worden. Hintergrund der zum Teil gewalttätigen Demonstrationen, die eine ganze Woche andauerten und bis zum 10. April vorhielten, waren massive Preissteigerungen für Lebensmittel gewesen. […]


PERU: Regierung wirft Alternativengipfel Steine in den Weg

(Fortaleza, 08. April 2008, adital-poonal).- Vom 13. bis 16. Mai 2008 soll parallel zum Treffen der Staatschefs aus den Ländern Europas, Lateinamerikas und der Karibik in Lima das alternative Gipfeltreffen Enlazado Alternativas 3 (EA3) durchgeführt werden. Eine bunte Mischung von Vertreter*innen sozialer Organisationen aus den drei Regionen will sich in Perus Hauptstadt treffen und alternative Modelle von wirtschaftlicher Zusammenarbeit zwischen den Regionen erarbeiten und diskutieren. Doch die peruanische Regierung wirft diesem Vorhaben Steine in den Weg. […]


KOLUMBIEN: FARC lehnen Hilfe französischer Ärzte für Ingrid Betancourt ab

(Buenos Aires, 08. April 2008, púlsar).- Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) haben am Dienstag (8. April) mitgeteilt, dass sie eine Behandlung von Ingrid Betancourt durch eine humanitäre Mission französischer Ärzte nicht zulassen würden. Sie erklärten, die Aktion sei „nicht abgesprochen“ gewesen. Die Ärzte warteten seit dem 4. April in Bogotá auf eine Genehmigung zur Kontaktaufnahme mit der im Jahr 2002 von den FARC entführten und inzwischen schwer erkrankten Politikerin Ingrid Betancourt. Die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin ist im Besitz der französischen Staatsbürgerschaft. […]