Wie es der Zufall so will, liegt der Schwerpunkt dieses onda-infos mal wieder bei der Menschenrechtssituation in Mexiko. Denn im vergangenen Dezember ist der Staat Mexiko gleich zwei Mal vom Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden.
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Erster Beitrag: Das erste Urteil vom 10. Dezember macht den mexikanischen Staat für die Verschleppung und Ermordung dreier Frauen im Jahr 2001 in der Grenzstadt Ciudad Juarez verantwortlich. Das Urteil bezieht sich exemplarisch auf drei von über 500 brutalen Frauenmorden, die den Begriff Femizid geprägt.haben. Zweiter Beitrag: Nur fünf Tage später, am 15. Dezember, befand der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte den Staat Mexiko für schuldig, für das Verschwinden des Gemeindeaktivisten Rosendo Radilla vor 35 Jahren verantwortlich zu sein. Der Staat muss nun Schadensersatz in Höhe von über 200.000 Dollar an die Familie zahlen und selbst Untersuchungen in dem noch immer nicht aufgeklärten Fall anstellen. Weit bedeutsamer ist jedoch, dass nun auch das Strafrecht reformiert werden muss. Dritter und letzter Beitrag: Der Atitlán-See im Hochland Guatemalas ist seit jeher ein Muss für jeden Guatemala-Reisenden. Noch vor zwei Jahren durfte das Auge des Besuchers über tiefblaues Wasser hin zu den drei Kegelvulkanen Atitlán, Tolimán und San Pedro schweifen und die bunte Trachtenwelt der Mayadörfer am See bewundern. Der See, DAS Aushängeschild Guatemalas, ein Ort zum Entspannen, zum Träumen und für viele auch zum Bleiben. Damit ist es erst einmal vorbei. Denn das, was mal tiefblau schimmerte, ist nun gold-grün-meliert, am Ufer riecht es faul und nun ist die Angst groß, dass mit dem Atitlán-See auch der Tourismus dauerhaft geschädigt wird.