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Knappe Ressourcen? Gemeinsame Verantwortung!

Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um? Wer nutzt Ressourcen wie? Wem gehören sie eigentlich?

Mittlerweile ist es bereits 36 Jahre her, dass eine Club-of-Rome-Studie "Grenzen des Wachstums" feststellte und vor den Folgen von Industrialisierung und Rohstoffausbeutung warnte. Doch abgesehen von großen Worten auf Gipfeltreffen, hat sich nicht viel getan. Gerade in den letzten Jahren sind überall auf der Welt Urlandschaften trotz der weltweiten Debatten über die Klimakatastrophe im Rekordtempo vernichtet worden. Zudem führt das Modell, dort produzieren zu lassen, wo unter "marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten" der "Kostenaufwand" am geringsten ist, zu einer z.T. drastischen Verschlechterung der Umwelt- und Menschenrechtssituation in vielen Ländern. Es werden Kriege um Rohstoffe geführt und soziale Bewegungen, die sich für eine andere Ressourcennutzung einsetzen, kriminalisiert.

Die Perspektiven der Menschen aus dem Süden werden bei den Debatten um die Klimakatastrophe und um ökologisches Wirtschaften häufig ignoriert. Wir wollen genau diesen Perspektiven mit unserer Reihe einen Raum geben. Wie sehen Menschen aus Lateinamerika die Konkurrenz zwischen dem Anbau von Energiepflanzen für die Nahrungsmittelproduktion oder für die Energieerzeugung (Stichwort: "Biosprit")? Wie sehen die Arbeits- und Lebensbedingungen auf den großen, meist für den Export produzierenden Monokulturplantagen von Soja oder Zuckerrohr aus? Welche alternativen Konzepte der Ressourcennutzung haben soziale Bewegungen vor Ort entwickelt? Was für Interessen stehen hinter der häufigen Kriminalisierung dieser Bewegungen?

Diese und andere Fragen treiben uns dieses Jahr besonders um. Die Ergebnisse könnt ihr auf dieser Seite hören...

Chema und die Detektive

Nicht immer geht es bei Ressourcenkonflikten unbedingt um rohstoffreiche Böden. Selbst das von Jahrhunderte langem Bergbau durchlöcherte Felsgestein in Mexikos Halbwüsten lockt mitunter Investoren an. Doch was ist auf einer Arsen- und Zyanid belasteten Hochebene im Bundesstaat Hidalgo schon zu holen? Nicht viel, aber dafür gibt es dort genügend Platz, um unerwünschte Materie zu verstecken. Wir waren unterwegs in der Kleinstadt Zimapán, die seit drei Jahren Schauplatz einer ungewöhnlichen Detektivgeschichte ist.

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Fair Trade in Deutschland ist gleich Fair Trade in Bolivien?

Die Kaffebohne bzw. der Kaffee ist eines der wichtigsten Exportgüter Boliviens. Gleichzeitig erlebt Deutschland seit einigen Jahren einen regelrechten Boom, was Fairen Handel angeht. Selbst große Discounter bieten mittlerweile gerecht gehandelten Kaffee in ihrem Sortiment an. Bei den Kaffebauern und -bäuerinnen in Bolivien kommt das nicht so gut an, wie bei einer Begegnung zwischen Weltladenaktivist_innen aus Deutschland und Kaffeebauern- und bäuerinnen in Bolivien deutlich wurde.

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Entwicklung - Aber für wen? Fischer im Kampf gegen ein ThyssenKrupp-Stahlwerk

Als ,,Jahrhundertprojekt" bezeichnet ThyssenKrupp den Stahlwerkkomplex, den der Konzern seit 2006 in der Bucht von Sepetiba, südlich von Rio de Janeiro errichtet. Arbeitsplätze, Infrastruktur sowie Orientierung an höchsten Umweltstandards wurden versprochen. Doch 40.000 Menschen, die von Fischfang und Tourismus lebten, fürchten um ihre Lebensgrundlage. Die Fischer haben ihre Existenz bereits verloren. Sie beklagen, dass beim Bau Menschenrechte und Umweltschutzgesetze verletzt worden seien.

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Für ein Recht auf Stadt

Ressourcen bewusst und nachhaltig nutzen – dieser pädagogische Zaunspfahl ziert inzwischen beinahe jede Diskussion über natürliche und gesellschaftliche “Rohstoffe”. Doch aus einem solch ambitionierten Gebot eine alltägliche Praxis zu machen setzt zunächst einmal voraus, an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten Situation zu handeln – oder besser noch, handeln zu können.

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Ein peruanischer Priester im Kampf gegen die größte Goldmine Lateinamerikas

Seit 1994 fördert das US-amerikanische Unternehmen Newmont Mining Corporation in der Region Cajamarca im Nordwesten Perus Gold. Für das Unternehmen und seine Aktionär_innen bringt die größte Tagebau-Goldmine Lateinamerikas saftige Gewinne, für die Bewohner_innen Cajamarcas nur Zerstörung: Das Wasser, das die Menschen als Trinkwasser und für ihre Felder nutzen, ist verseucht, Tiere verenden, immer mehr Menschen leiden in der Region an Krankheiten. An der Seite der Bevölkerung, der Bauern, die sich gegen die Mine wehren, steht der Priester Marco Arana. In der Region aufgewachsen, ist der Befreiungstheologe mit seinem Widerstand gegen die Goldmine in ganz Peru bekannt geworden. Jetzt nimmt er auch den Kampf um das peruanische Präsidentenamt auf. Hätte er Erfolg, könnte ein anderes Peru entstehen.

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Ressource Wasser: Mexiko-Stadt steht auf dem Schlauch

Dass Mexiko-Stadt ursprünglich geradezu im Wasser schwamm, dürfte vielen bekannt sein. Doch die von den Azteken auf künstlichen Inseln errichtete Metropole im Talkessel des Valle de México sitzt ein paar Hundert Jahre später so langsam auf dem Trockenen. Schuld daran ist nicht zuletzt der enorme Wasserverbrauch der 20 Millionen-Stadt. Wie also mit der knappen Ressource Wasser umgehen? Woher sprudeln die täglich verbrauchten Wassermassen überhaupt? Hilft es wirklich, die Menschen über eine Verteuerung des Trinkwassers zu sparsamerem Verbrauch zu zwingen? Fragen über Fragen, die nicht nur für die mexikanische Hauptstadt, sondern für viele Städte Lateinamerikas aktuell sind.

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Bolivien: das neue Saudi Arabien?

Die Autos der Zukunft sind wiederaufladbar und laufen mit Akkus aus Lithium. Aus diesem Grund macht sich die gesamte Automobilindustrie auf die Jagd nach diesem Metall. Die Hälfte der Lithium-Reserven befinden sich in Bolivien, unterhalb des Salzsees Salar de Uyuni. Präsident Evo Morales setzt sich indessen für die Verstaatlichung der Reserven ein. Lithium als Verhandlungsmasse? Oder lieber ausbeuten? Verkaufen? Was ist die Strategie der Regierung Morales?

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Die Erdölindustrie in Kolumbien

In der kolumbianischen Region Arauca wurde in den 80er Jahren das größte Ölvorkommen der Geschichte Kolumbiens entdeckt. Erstaunlicherweise bedauern die Einwohner_innen der Gegend diese Tatsache. In ihren Berichten rund um die Folgen dieses Fundes ist nicht von Wachstum und Entwicklung die Rede. Sie erzählen vielmehr von einem Ökozid, von einem Ethnozid, von Vertreibungen und der Intensivierung des bewaffneten Konfliktes in der Gegend.

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Wem gehören und wem nützen Lateinamerikas Bodenschätze?

Bodenschätze, Schätze unter der Erde: Nicht ein Schatz, den irgendjemand mal vergraben hat, mit Golddublonen und Juwelen drin – dafür aber noch viel mehr Wert. Keine lustigen Schatzsucher_innen, die mit Metalldetektoren durch die Landschaft streifen, sondern aufwändige Unterfangen, die grosse Firmen und Institute beschäftigen. Aber: Wem gehören die Bödenschätze? Warum sind die Menschen in Ländern mit vielen Bodenschätzen oft so arm? Und was kann man dagegen tun?

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Der ewige Kampf um die Ressource Boden

Der Boden ist seit Anbeginn der Zivilisation neben Wasser die wichtigste Ressource der Menschheit gewesen und ist dies in weiten Teilen der Welt auch heute noch: vor allem für die Land-und Forstwirtschaftliche Produktion von Lebensmitteln, Futtermitteln, Holz und nachwachsenden Brennstoffen. Aber wem gehört die Ressource Boden? Warum ist Land so ungerecht verteilt? Und wie kann mensch das ändern?

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Größenwahn auf südamerikanisch - die Infrastrukturinitiative zur regionalen Integration Südamerikas (IIRSA)

Im Jahr 2000 hoben die Staatschefs der 12 südamerikanischen Länder die Infrastrukturinitiative zur regionalen Integration Südamerikas, kurz IIRSA, aus der Taufe. IIRSA ist ein gigantisches Infrastruktur- und Entwicklungsvorhaben: Der südamerikanische Kontinent soll erschlossen, Grenzen und Barrieren zum schnelleren Warentransport und Rohstoffabtransport überwunden werden.

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Der Gran Chaco - Billigland und abgebrannt

Im Herzen Südamerikas befindet sich ein riesiges Waldgebiet: der Gran Chaco. Bewohnt wird er von wenigen Menschen, aber immer mehr wollen ihren Profit aus den dortigen Ressourcen ziehen. Ohne Sinn und Verstand werden Waldressourcen vernichtet. Und die Konflikte zwischen Indigenen, Campesin@s und Großgrundbesitzer_innen um Land und Rohstoffe verstärken sich dabei mehr und mehr.

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Ecuador - das Öl bleibt im Boden

Ein eigenwilliger Vorschlag aus Ecuador könnte beim Klimagipfel in Kopenhagen für frischen Wind sorgen.

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Die Sojakette: Von Monokulturen und Schweinemastanlagen

Wie die Produktion von Fleisch entfernteste Gegenden der Erde miteinander verbindet, wird anhand der Sojakette deutlich. Die Bewohner_innen der Gemeinden, in denen die industrielle Landwirtschaft mit aller Gewalt betrieben wird, haben dabei das Nachsehen: Sei das nun in Paraguay oder in Deutschland.

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Gold und Totschlag in El Salvador

Seit Jahren kämpfen Umweltschutzgruppen im Norden El Salvadors gegen die Pläne des Bergbauunternehmens Pacific Rim, dort mit Hilfe von hochgiftigem Zyanid Gold abzubauen. Das Unternehmen verteilte Geschenke, versprach Arbeitsplätze und "überzeugte" Politiker. Aber nachdem der Widerstand gegen die geplante Mine immer größer wurde und die Probebohrungen gestoppt werden mussten, kam es zu einer regelrechten Serie von Todesdrohungen.

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Argentinien: ein Schlaraffenland für die Erdöl- und Bergbauindustrie?

Mitten im 21. Jahrhundert kann niemand Würde haben, der kein Zugang zu Wasser, Elektrizität und Gas hat. Schaut mensch nach Argentinien, bekommt diese Aussage eine besondere Bedeutung.

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Costa Rica: Volksinitiative bringt Wassergesetz ins Parlament

Mit ihrem Entwurf für ein neues Wassergesetz strebt die landesweite Allianz zur Verteidigung des Wassers ANDA demokratische Partizipation der Anwohner_innen in Wasserausschüssen an.

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Keine Entwarnung: Der ungebremste Export von Rohstoffen bleibt für Peru Devise Nummer eins

Am 5. Juni 2009 nahm der fast zwei Monate andauernde Streik indigener Gruppen im peruanischen Amazonasgebiet ein blutiges Ende. Dutzende Indigene und Polizisten starben nahe der Stadt Bagua im Kugelhagel. Damit richtete sich der Blick der internationalen Öffentlichkeit auf einen Konflikt, der in Peru schon lange schwelt.

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Klimagerechtigkeit: Chancen und Bedrohung für indigene Selbstbestimmung

Drei Monate vor den Klimaverhandlungen in Kopenhagen haben sich insbesondere die europäischen Regierungen noch nicht auf gemeinsame CO2- Reduktionsziele und Maßnahmen geeinigt. Indigene Bevölkerungsgruppen sind besonders vom Klimawandel betroffen. Sie hatten bereits auf einem eigenen Gipfel im April in Alaska über eine gemeinsame Position in den Verhandlungen beraten. Über das Thema "Klimagerechtigkeit: Chancen und Bedrohung für indigene Selbstbestimmung" diskutierten IndigenenvertreterInnen, deutsche NGOs und Michael Müller aus dem Umweltministerium auf einer Tagung, die vom 04- 06. September in Schwerte stattfand.

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Ressource Spanisch: Kleine Sprachschulen in Quetzaltenango, Guatemala

Für 500 Millionen Menschen auf der Welt ist Spanisch Muttersprache. Mit der Globalisierung und dem Zusammenwachsen der Europäischen Union hat das Spanische auch als Fremdsprache einen Boom erfahren. Für Geschäfte, als Karrierekriterium, als einer der weltsprachen sozialer Bewegungen oder schlicht, um einen halben Kontinent bereisen und sich dort verständigen zu können. Spanisch ist Ressource, die internationalen Sprachschulen Profite beschert. Doch auch kleine Initiativen und Lehrer_innenkooperativen profitieren vom Interesse am Spanischen, vor allem in Guatemala.

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