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onda-info 278 SPEZIAL - Pflanzenschutzmittel: Gesundheit oder Geschäft?
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AutorInnen

Kristin Gebhardt, Bettina Hoyer

Radio

onda - Agéncia radiofónica Latinoamérica-Europa
Köpenicker Str. 187/188
10996 Berlin
fon: +49 (0)30 78991361, fax: +49 (0)30 78991362
onda@npla.de

Produktionsdatum

22.02.2012

Datum

03.08.2012/10:31

Art

Magazin

Sprache

deutsch

Länge

23:50 Minuten

Name/Grösse

20120222-ondainfo_278_spezial__pflanzenschutzmittel-01215 / 22357 kB

Redaktionsbereich(e)

Argentinien, Nicaragua, USA, Lateinamerika, Deutschland,

Serie

Onda-Info

Dateiformat

MPEG-1 Layer 3, 128 kbit/s, Mono, (44100 kHz)

Kurzbeschreibung

ondainfo logoHerzlich willkommen zum onda-info SPEZIAL 278!
Das Menschenrecht auf Gesundheit versus die Verwendung von Agrochemikalien ist dieses Mal unser Thema. Beiträge: Plantagenarbeiter_innen in Nicaragua / Das Ringen um das Herbizid Glyphosat in Argentinien und der EU

Script

 

Herzlich willkommen zum onda-info SPEZIAL 278!

Damit auf den Feldern genau das wächst, was der Mensch sich wünscht, helfen wir gern noch ein bisschen nach: Herbizide und Pestizide sollen Unkräuter und Schädlinge töten und Erträge steigern - ohne dem Menschen gefährlich zu werden.

Nur, diese Rechnung geht oft nicht auf, wie die beiden Beiträge der kommenden halben Stunde verdeutlichen. Das Menschenrecht auf Gesundheit versus die Verwendung von Agrochemikalien ist dieses Mal unser Thema.

Der erste Beitrag beschäftigt sich mit der Verwendung von Agrochemikalien auf den Plantagen Nicaraguas. Dort sind zwischen 2001 und 2011 mehr als 5.300 ehemalige Plantagenarbeiter_innen an Nierenversagen gestorben. Derzeit wird dort vermehrt Zuckerrohr für den so genannten ,,Biosprit" angebaut. Dabei werden weiterhin große Mengen Pestizide versprüht. Während EU und Bundesregierung die Beimischung von Bioethanol fördern, fordern die Betroffenen in Nicaragua einen Boykott des Agrosprits.

Im zweiten Beitrag geht es um mögliche Gesundheitsgefahren durch das Allroundherbizid Glyphosat. Es wird in Südamerika vor allem auf den Feldern mit gentechnisch veränderter Soja massiv eingesetzt - ein Großteil dieser Soja gelangt als Tierfutter nach Europa. Seit 2002 ist Glyphosat in der EU zugelassen und in verschiedenen Produkten enthalten, die man hier im Baumarkt kaufen kann. Wir sprachen mit dem argentinischen Embryologen Professor Andres Carrasco. Carrasco hat in einer umstrittenen Studie nachgewiesen, dass Glyphosat Missbildungen bei Embryonen verursacht. Er setzt sich deshalb für eine Neueinstufung dieses Herbizids ein. Turnusmäßig stünde für 2012 in der EU eine Prüfung der Bewertung an, doch die wurde verschoben. Wir versuchen ein wenig Licht in den Dschungel aus EU-Prozessen und geheimgehaltenen oder kritisierten Studien zu bringen - und wollten natürlich wissen, was es mit den aktuellen Grenzwerten auf sich hat.

LICENSE

 
Creative Commons License
onda-info 278 SPEZIAL - Pflanzenschutzmittel: Gesundheit oder Geschäft? (Kristin Gebhardt, Bettina Hoyer, npla.de) / CC BY-NC-ND 3.0
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