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Archiv für 5 / 2005

Ein Ende des Schweigens? Die neue Regierung Uruguays und die Aufarbeitung der Militärdiktatur

Alljährlich wird am 20. Mai in Uruguay wieder mit einer großen Demonstration in der Innenstadt von Montevideo und in einigen Städten im Landesinntern der Opfer der Militärdiktatur gedacht. Denn wie in den meisten Ländern Lateinamerikas begegnete man in den siebziger Jahren auch in Uruguay der fundamentalen Opposition mit einer repressiven Militärdiktatur, die in diesem Fall fast 12 Jahre lang dauerte. Doch dieses Jahr ist nicht wie jedes Jahr: Mit der Wahl des Sozialisten Tabaré Vázquez zum uruguayischen Präsidenten im Oktober 2004 wurden auch in der Frage der Vergangenheitspolitik neue Akzente gesetzt. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt Anfang März kündigte Vázquez umfassende Nachforschungen an, um das Schicksal der Diktaturopfer zu klären, deren Verbleib bislang unbekannt ist. Eine Frage, die nicht nur für die Menschenrechtsbewegung, sondern auch für die Regierung von unmittelbarem Interesse ist: Denn nicht wenige der Politiker, die heute im Parlament sitzen oder sogar Minister sind, kämpften einst für eine radikale Umgestaltung der Gesellschaft und mussten dies mit jahrelangem Freiheitsentzug, Exil oder der Ermordung zahlreicher Mitstreiter bezahlen.

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Ein Ende des Schweigens? Die neue Regierung Uruguays und die Aufarbeitung der Militärdiktatur

Alljährlich wird am 20. Mai in Uruguay wieder mit einer großen Demonstration in der Innenstadt von Montevideo und in einigen Städten im Landesinntern der Opfer der Militärdiktatur gedacht. Denn wie in den meisten Ländern Lateinamerikas begegnete man in den siebziger Jahren auch in Uruguay der fundamentalen Opposition mit einer repressiven Militärdiktatur, die in diesem Fall fast 12 Jahre lang dauerte. Doch dieses Jahr ist nicht wie jedes Jahr: Mit der Wahl des Sozialisten Tabaré Vázquez zum uruguayischen Präsidenten im Oktober 2004 wurden auch in der Frage der Vergangenheitspolitik neue Akzente gesetzt. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt Anfang März kündigte Vázquez umfassende Nachforschungen an, um das Schicksal der Diktaturopfer zu klären, deren Verbleib bislang unbekannt ist. Eine Frage, die nicht nur für die Menschenrechtsbewegung, sondern auch für die Regierung von unmittelbarem Interesse ist: Denn nicht wenige der Politiker, die heute im Parlament sitzen oder sogar Minister sind, kämpften einst für eine radikale Umgestaltung der Gesellschaft und mussten dies mit jahrelangem Freiheitsentzug, Exil oder der Ermordung zahlreicher Mitstreiter bezahlen.

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ondainfo 107

Herzlich Willkommen zum Onda-Info 007, äh 107. Diesmal gibt es Beiträge über die brasilianische Landlosenbewegung MST und ihre Konflikte mit der Polizei und der Regierung Lula, eine Reportage aus Mexiko, wo sich Hip-Hopper und Graffiti-Sprayer auf einem Festival als "Kulturen des Widerstands" versuchen und schließlich einen Beitrag - nicht nur, aber auch in eigener Sache. Er handelt von Freien Radios in Venezuela. Beginnen wir aber zuerst mit den Meldungen. Diesmal aus Bolivien, Argentinien und Guatemala.

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Jugendcamp für Autonomie und Selbstverwaltung

Ungewohnte Klänge halten in der letzten Woche über die Maisfelder der Gemeinde „Soledad“ in Mexiko. Die kaum 100 Bewohner des kleinen Ortes in den Bergen des Bundesstaates Oaxaca, hatten sich bereit erklärt ein Stück Land für das Erste Mexikanische Jugendcamp für Autonomie und Selbstverwaltung zur Verfügung zu stellen. Und es kamen mehr als 600 interessierte Jugendliche ganz unterschiedlicher Organisationen um sich darüber auszutauschen, wie sie in ihrem Alltag und ihren Aktion mit dem Konzept der Autonomie arbeiten.

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2 Jahre Uribes Demokratischer Sicherheitspolitik

Der im belgischen Exil lebende internationale Vertreter des kolumbianischen Kleinbauernzusammenschlusses "FENSUAGRO", Pedro Nolasco Présiga, berichtet von zwei Jahren Politik der sog. "Demokratischen Sicherheit" und deren fatalen Folgen, von den (Schein-)Verhandlungen zwischen Regierung und Paramilitärs und von den Massenmedien sowohl in Kolumbien als auch in Europa bzgl. des bewaffneten Konflikts im Land.

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ondainfo 106

Worauf wartet der informationdurstige Hörer alle zwei Wochen? Worauf harrt die wissensbegierige Hörerin alle vierzehn Tage? Richtig: Auf das aktuelle Ondainfo. Und wir haben Euch aus diesmal nicht enttäuscht. In unserem Info Nr. 106 erwarten Euch gleich drei interessante Beiträge. Der erste handelt von der aktuellen Lage im krisengeschüttelten Ecuador. Dann beschäftigen wir uns mit Kolumbien nach zwei Jahren Präsidentschaft von Alvaro Uribe und schließlich geht es um das erste Radio von argentinischen Indígenas, den Mapuche. Doch zunächst die Meldungen. Diesmal aus Bolivien, Mexiko und Venezuela. Viel Spass beim Hören wünschen die Ondistas.

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Stadtentwicklung in Mexiko Stadt

Josef Schulte Sasse von der Organisation Centro Operacional de Vivienda y Poblamiento in Mexiko Stadt, erzählt in dem Interview über die aktuellen Probleme der Megastadt und über die Stadtplanungspolitik des Bürgermeisters Andrés Manual López Obrador. Das Centro Operacional de Vivienda y Poblamiento, kurz COPEVI beteiligt sich an Programmen der Stadtplanung und hat zum Ziel die Förderung von demokratischen Prozessen und die Verringerung der Armut. COPEVI arbeitet hauptsächlich in den ärmeren Stadtteilen der Metropole.

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